Nationaler Aktionsplan für Integration
Expertengruppe zum Thema „Arbeit und Beruf“
Am 24. April fand im Rahmen der Arbeiten für den Nationalen Aktionsplan für Integration die Sitzung der Expertengruppe zum Thema Arbeit und Beruf statt. Die Expertinnen und Experten präsentierten unterschiedliche Schwerpunkte zur Integration von Migrant/innen in den österreichischen Arbeitsmarkt.
Herausforderungen am Arbeitsmarkt
So wurde betont, dass der Integrationserfolg sowohl von den Rahmenbedingungen wie auch vom Engagement des Einzelnen bestimmt werde. Herausforderungen sind mangelnde Sprachkenntnisse und mangelnde berufliche Fähigkeiten. Es gebe aber auch große Schwierigkeiten bei der formalen und faktischen Anerkennung von im Ausland erworbenen Qualifikationen. Hier bestehe in Österreich Handlungsbedarf.
Mehr Personen mit Migrationshintergrund in den öffentlichen Dienst
Um Gleichbehandlung zu erreichen, müssten die Arbeitgeber stärker für die Thematik sensibilisiert werden. Für den öffentlichen Sektor wurden die Bemühungen der Wiener Polizei gewürdigt, Personen mit Migrationshintergrund einzustellen. Dies sei ein wichtiges Signal für die „Mehrheitsgesellschaft“. Um die Berufschancen von Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern, müssten die Aktivitäten im Bildungsbereich weiterentwickelt werden. Erfahrungen aus der Schweiz mit einem Case Management-System zur Begleitung von Jugendlichen vom Bildungssystem in den Arbeitsmarkt seien vielversprechend, hieß es. Das AMS arbeitet laufend daran, seine Angebote in Richtung Migrant/innen weiterzuentwickeln, etwa durch die Qualifizierung von Migrant/innen für Mangelberufe. Dies mache auch die Potenziale von Arbeitskräften mit Migrationshintergrund für den österreichischen Arbeitmarkt deutlich. Auch die Selbständigkeit eröffne für Migrant/innen berufliche Perspektiven, die genutzt werden müssten, hieß es in der Expertengruppe. Die vielfältigen Aktivitäten Österreichs bei der Integration von Migrant/innen in den Arbeitsmarkt müssten besser erfasst und dargestellt werden, wurde gefordert.
Teilnehmer/innen:
AL Stéphanie Zbinden (Bundesamt für Migration, Schweiz)
Univ.-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl (Donau-Universität Krems - Zentrum für Migration, Integration und Sicherheit)
AL Dr. Hermann Deutsch (Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz)
Mag. Karl Fritthum (Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend)
BL Mag. Peter Webinger (Bundesministerium für Inneres)
Mag. Franz Wolf-Maier (Bundesministerium für Inneres, Kabinett)
Mag. Maria Kaun (Wirtschaftskammer Österreich)
Mag. Franz Friehs (Österreichischer Gewerkschaftsbund)
Mag. Anna Spinka (Industriellenvereinigung)
Mag. Johannes Peyrl (Arbeiterkammer)
Mag. Ulrike Österreicher (Landwirtschaftskammer Österreich)
Dr. Johannes Kopf (Mitglied des Vorstandes, Arbeitsmarktservice Österreich)
Dr. Jian Zhao (Restaurant Goldene Zeiten)
Prof. MMag. Dr. Ilan Knapp (JBBZ - Jüdisches Berufliches Bildungszentrum)
GF Mag. Elena Kalogeropoulos (Österreichischer Integrationsfonds)
GF Mag.Beatrix Lewandowski (Österreichischer Integrationsfonds)
Mag. Ursula Schallaböck (Österreichischer Integrationsfonds)
Moderation: GF Dr. Alexander Janda (Österreichischer Integrationsfonds)

