Nationaler Aktionsplan für Integration
Expertengespräch zum Thema Arbeit und Beruf
Beim zweiten Expertengespräch des Nationalen Aktionsplans für Integration zum Thema Arbeit und Beruf am 22. Juli beschäftigten sich die Expert/innen mit den Herausforderungen für Migrant/innen am Arbeitsmarkt.
Höhere Arbeitslosigkeit unter Migrant/innen
Die vergleichweise höhere Arbeitslosigkeit von Migrant/innen werde sich noch weiter erhöhen, hieß es. Rund 45 Prozent der beschäftigten Migrant/innen verfügten maximal über einen Pflichtschulabschluss. Vermittlungshemmnisse am Arbeitsmarkt sind vor allem mangelnde Deutschkenntnisse, geringe berufliche Qualifikation, Probleme bei der sozialen Integration insbesondere von Frauen oder die Anerkennung von Bildungsabschlüssen aus dem Herkunftsland.
Vorbildwirkungen vermehrt nutzen
In der Expertengruppe herrschte Einigkeit, dass Vorbilder für Integration am Arbeitsmarkt durch Staatspreise und Awards öffentlich gemacht werden sollen. Aus dem Ausland mitgebrachte formale und nicht-formale Qualifikationen sollen besser nostrifiziert bzw. zertifiziert werden. Weiters sollen verstärkt Deutschkurse mit einer fachspezifischen, arbeitsmarktrelevanten Ausrichtung angeboten werden. Das Schulsystem müsse die grundlegende Sprachkompetenz sichern. Auch die Selbstständigkeit von Migrant/innen ist zu fördern, hieß es in der Arbeitsgruppe.
Teilnehmer/innen:
- Univ-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl (Donauuniversität Krems)
- Dr. Ernst Haider (AMS)
- Mag. Stephan Amann (Volkshilfe)
- Norbert Bichl (Stadt Wien)
- Mag. Franz Friehs (ÖGB)
- Alexandra Gröller (Diakonie)
- Mag. Karin Hinteregger (ÖGB)
- Dr. Gerhard Herbst (Land Kärnten)
- MMag. Margit Kreuzhuber (WKÖ)
- Mag. Michael Putzenlechner (St. Pölten)
- Mag. Doris Schipfer (Rotes Kreuz)
- Mag. Anna Spinka (Industriellenvereinigung)
- BL Mag. Peter Webinger (BM.I)
- Mag. Judith Safar (ÖIF)
- Mag. Alexander Schahbasi (ÖIF)
- Mag. Désirée Stix-Kern, MPA (BM.I)
- Mag. Karl Fritthum (BM.F-KAB StS Marek)
- Dr. Hermann Deutsch (BMASK)
Moderation: Bettina Kerschbaumer



