Nationaler Aktionsplan für Integration
Expertengespräch Gesundheit und Soziales II
In der Expertengruppe Gesundheit und Soziales wurden am 23. Juli die Herausforderung zur Verbesserung der Gesundheitssituation von Migrant/innen diskutiert.
Gleicher Zugang zu Gesundheitseinrichtungen
Gesundheit hängt stark mit Bildung, sozialer Situation und Wohnverhältnissen zusammen. Festgehalten wurde, dass Gesundheitsfragen gemäß dem Grundsatz „health in all policies“ in allen Politikbereichen berücksichtigt werden sollen. Migrant/innen sollten jedenfalls den gleichen Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und zur Gesundheitsförderung haben, Barrieren seien zu beseitigen.
Für die Bedürfnisse von Migrant/innen soll es niederschwellige Informations- und Beratungsangebote geben (z.B. Frauengesundheit). Praktiken wie FGM (female genitale mutilation) sind konsequent zu bekämpfen.In den Leitbildern von Krankenanstalten und Pflegeeinrichtungen und in Curricula der Gesundheitsberufe soll interkulturelle Kompetenz verankert werden.
Pflegeberufe für Menschen mit Migrationshintergrund weiter öffnen
Menschen mit Migrationshintergrund sind verstärkt für Gesundheits- und Pflegeberufe auszubilden und zu beschäftigen, hieß es in der Expertengruppe. Auch die betriebliche Gesundheitsförderung soll forciert und um die interkulturelle Dimension erweitert werden.
Teilnehmer/innen:
- Univ-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl (Donauuniversität Krems)
- Mag. Ursula Till-Tentschert (Statistik Austria)
- Prof. Dr. Beate Wimmer-Puchinger (Stadt Wien)
- Dr. C. Burak Erdogmus (Arzt)
- Präs. OA Dr. Michael Lang (Ärztekammer)
- Dr. Lukas Stärker (Ärztekammmer)
- Mag. Rossalina Latcheva (Wien)
- Mag. Reinhard Hager (ÖGB)
- Dr. Ines Stamm (BMG)
- Mag. Katharina Meichenitsch (Diakonie)
- Dr. Eulamie Esclamada (Rotes Kreuz)
- Wolfgang Gulis (Steiermark)
- Dr. Martina Huemer (Vorarlberg)
- Mag. Christoph Stock (ÖIF)
- Mag. Johann Bezdeka (BM.I) Moderation
- Mag. Désirée Stix-Kern, MPA (BM.I)
Moderation: Bettina Kerschbaumer



