Fekter richtet Expertenrat für Integration ein
Mit einem Festakt wurde am 10. Juni der 50. Geburtstag des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) begangen. Innenministerin Maria Fekter gratulierte und lobte die Arbeit des ÖIF: "Integrationsarbeit braucht Dienstleister, die Integration professionell anstoßen und begleiten. Ich bin sehr froh, dass das BMI mit dem ÖIF einen erstklassigen Dienstleister für Integration mit einem reichen Erfahrungsschatz, mit bewährten Instrumenten, mit guten internationalen Kontakten und mit einem Team haben, das neue Wege mit großem Engagement geht."
Neuer Experten- und Integrationsbeirat
Fekter präsentierte die Integrationsstrategie, die aus dem Nationalen Aktionsplan für Integration hervorgegangen ist. Künftig wird ein Expertenrat unter Vorsitz von Heinz Fassmann wissenschaftliche Expertise bei der Umsetzung einbringen. Als weitere Expert/innen konnten so hochkarätige Persönlichkeiten wie Gudrun Biffl (WIFO, Donau-Uni Krems, Lehrstuhl für Migrationsforschung) für den Bereich "Arbeit und Beruf", Rainer Münz (EU-Weisenrat) für den Bereich "Gesundheit und Soziales", Ilan Knapp (Jüdisches Berufliches Bildungszentrum) für den Bereich "Sprache und Bildung", Georg Lienbacher (WU Wien) für den Bereich "Rechtstaat und Werte", Hans Winkler (Journalist, Kolumnist) für den Bereich "Interkultureller Dialog", Rainer Rößlhuber (Sportunion) für den Bereich "Sport und Freizeit" sowie Klaus Lugger (Neue Heimat Tirol) für den Bereich "Wohnen und regionale Dimension" gewonnen werden. Parallel dazu wird ein Integrationsbeirat eingerichtet, der zweimal im Jahr tagen wird.
Schwerpunkt auf Sprache
Fekter umriss auch die zentralen Reformen, die das Innenministerium auf den Weg bringt. So werden in Zukunft Migrant/innen im Rahmen der Integrationsvereinbarung höhere Sprachkenntnisse erwerben als bisher - B1 statt A2-Niveau. Vor der Zuwanderung werden Basiskenntnisse auf A1-Niveau verlangt werden. "Sowohl die NAP-Expertenrunden als auch Gespräche mit der Wirtschaft haben klar gezeigt, dass höhere Sprachkenntnisse nötig sind."
Fokus auf Migrant/innen
ÖIF-Kuratoriumsvorsitzender Mathias Vogl und Geschäftsführer Alexander Janda machten klar, dass die großen Integrationsherausforderungen heute bei den Migrant/innen liegen. Dementsprechend wird sich auch der ÖIF stärker auf diese knapp 1,5 Millionen Menschen große Zielgruppe konzentrieren. Vogl: "Der ÖIF ist über die Jahre und Jahrzehnte mit seinen Aufgaben gewachsen. Es geht heute nicht mehr nur um die Versorgung von Flüchtlingen mit dem Nötigsten, sondern vielmehr darum, sich den großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu stellen." Janda verwies auf die Schwerpunkte des ÖIF bei Sprache, Bildung und Beruf. Das ab Herbst 2010 offiziell eröffnete Haus der Bildung und beruflichen Integration werde eine große Rolle für die bessere Integration in diesen Bereichen spielen.
ÖIF: Von der Flüchtlingsorganisation zum Integrationsdienstleister
Alexander Jandas Bilanz: "Der ÖIF hat sich in seiner Geschichte von einer Flüchtlingsorganisation zu einem unverzichtbaren Integrationsdienstleister mit sieben Standorten in Österreich entwickelt. Wir bieten qualitätsgesicherte Deutschkurse, unterstützen die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen und Migrant/innen mit unseren ÖIF-Jobcenters und dem „Mentoring für Migrant/innen“-Programm, sorgen aber auch für profundes Wissens- und Informationsmanagement rund um die Themen Migration und Integration und wickeln Anträge für den Europäischen Flüchtlingsfonds und den Europäischen Integrationsfonds ab."







