Die Debatte versachlichen
„Mehr Information, weniger Emotion“ – diesem Prinzip folgen die Publikationen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).
Die neue ÖIF-Umfrage zeigt: Viele Österreicher sind mit der Integration unzufrieden – obwohl sie auf Nachfrage selbst keine negativen Erfahrungen mit Migranten gemacht haben (siehe Diagramme unten und Interview links). Ein zentraler Grund für die offenbar unbegründet schlechte Stimmung ist, dass die Integrationsdebatte meist polemisch geführt wird: Migranten sind entweder Täter oder Opfer. Ziel des ÖIF ist es, den Diskurs zu versachlichen.
Statistiken gut aufbereitet
Als Grundlage für eine nüchterne Diskussion über Integration bereitet der ÖIF Zahlen und Fakten auf. Neben dem bewährten Statistischen Jahrbuch erschienen 2011 zwei Ableger zu wichtigen Spezialthemen: Ein Band vergleicht zentrale Integrationsindikatoren wie Migrantenanteil oder Arbeitslosigkeit auf Bundesländerebene, ein zweiter beleuchtet die spezielle Situation von Frauen mit Migrationshintergrund.
Islam & Schule
Zum Reizthema Islam hat der ÖIF eine Broschüre veröffentlicht, die etwa rechtliche Hintergründe zu Fragen wie Kopftuch, Moschee und Minarett oder Religionsunterricht verständlich erklärt. Eine in Buchform publizierte ÖIF-Studie untersucht „Integration im Klassenzimmer“ – also ob und wie der Migrantenanteil das Klima in den Schulen beeinflusst.

