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02.06.2010

Fußball-WM: Algerien ist Migrations-Weltmeister

Analyse des Österreichischen Integrationsfonds zeigt: Algerische Mannschaft hat höchsten Migranten-Anteil, Gastgeber Südafrika gar keinen

Rechtzeitig zur Fußball-WM ab 11. Juni in Südafrika präsentiert der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die WM-Migrantenrangliste. Die Analyse der 32 Teilnehmer nach ihrem Migrantenanteil (Stichtag 2.6.2010) ergibt ein überraschendes Bild: Den höchsten Anteil von Spielern mit migrantischem Hintergrund hat das algerische Team, nämlich 17 von 23. Gar keinen Migrations-Kicker haben Gastgeber Südafrika, England und Spanien. Bei Österreichs Nachbarn Deutschland (11 Migranten) und der Schweiz (12 Migranten) sind Migranten stark vertreten, im italienischen (1) und brasilianischen Team (1) hingegen nur schwach. 

Migranten in WM-Teams stärker vertreten als in Gesellschaft

Der ÖIF stellt die für das Ranking erhobenen Daten in Relation zum Ausländeranteil in den jeweiligen Staaten. Dabei zeigt sich im Wesentlichen: In den meisten westlichen Staaten sind Migranten im Nationalteam stärker vertreten als in der Gesamtbevölkerung. In der Schweiz ist der Migrantenanteil im Team (52 Prozent) etwa mehr als doppelt so hoch wie in der Bevölkerung (21 Prozent), in Deutschland sogar fünfmal so hoch (47 Prozent im Team, 9 Prozent in der Bevölkerung).

Gemeinsam gewinnen wir – Fußball verbindet

„Während Migrant/innen in vielen gesellschaftlichen Bereichen meist unterrepräsentiert sind, gelingt ihnen gerade im Fußball der Aufstieg oft besonders schnell. Der ÖIF fördert deshalb seit zwei Jahren gezielt die Integration in Sportvereinen und das sportliche Miteinander von einheimischer Bevölkerung und Migrant/innen“, erklärt ÖIF-Geschäftsführer Dr. Alexander Janda.

Im Kinderbuch des ÖIF „Gemeinsam gewinnen wir – Fußball verbindet“ werden Geschichten rund um den Fußballsport für Kinder aufbereitet. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen österreichischen Nationalspieler Ivica Vastic. Das Buch kann im ÖIF Shop unter http://www.integrationsfonds.at/?id=287 bestellt werden.

Der ÖIF widmete auch eine ganze Ausgabe seines Magazins „Integration im Fokus“ dem Thema Sport und Integration (Ausgabe 3/2008). Diese und alle bisher erschienenen Ausgaben des Magazins „Integration im Fokus“ können Sie auf http://www.integrationsfonds.at/?id=186 kostenlos herunterladen.

Das Ranking im Detail

Team

% Migranten im Team

Anteil ausl. Bev.

Algerien73,91% 7,00%
Australien57,69% 21,90%
Schweiz52,17% 21,10%
Deutschland47,83% 8,80%
Neuseeland39,13% 4,20%
Portugal30,43% 4,20%
Kamerun30,43% 1,02%
USA30,43% 13,80%
Niederlande26,09% 4,20%
Argentinien26,09%3,51%
Chile17,39% 1,91%
Frankreich17,39%5,80%
Ghana17,39% 7,61%
Elfenbeinküste13,04% 11,43%
Paraguay13,04% 2,53%
Mexico13,04% 0,65%
Serbien8,70% 7,15%
Griechenland8,70% 8,10%
Nigeria8,70%0,74%
Nordkorea8,70% 1,05%
Italien4,35% 5,80%
Slowakei4,35% 0,80%
Japan4,35% 1,72%
Uruguay4,35% 2,28%
Südkorea4,35%1,20%
Slowenien4,35% 3,40%
Honduras4,35% 0,50%
Brasilien4,35% 0,34%
Dänemark4,35% 5,50%
England0,00% 6,60%
Südafrika0,00%3,79%
Spanien0,00% 11,60%






Rückfragehinweis:
Mag. Julian Unger
Schlachthausgasse 30
1030 Wien
Tel: 01/710 12 03 - 136
julian.unger(at)integrationsfonds.at

Weitere Publikation finden Sie im Bereich Publikationen

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Financial Leadership in Österreich, 4. Auflage

Als Fonds der Republik Österreich und Non-Profit-Organisation legt der ÖIF großen Wert auf verantwortungsvollen Umgang mit finanziellen Ressourcen. In der 4. Auflage der Publikation "Financial Leadership in Österreich" (herausgegeben von Deloitte) Geschäftsführer Alexander Janda spricht über seine Rolle als CFO eines Non-Profit Unternehmens mit 150 Mitarbeiter/innen.

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