Bericht: Sprachkenntnisse sind der Schlüssel für erfolgreiche Integration
Der Nationale Aktionsplan (NAP) für Integration bündelt alle integrationspolitischen Maßnahmen und Initiativen. Für Staatssekretär Sebastian Kurz ist der NAP eine wichtige Grundlage für die österreichweite Zusammenarbeit im Interesse einer erfolgreichen Integration.
„Integration beginnt dann, wenn jemand legal in Österreich lebt und langfristig hier bleibt“, betont der Staatssekretär. "Mit dem Nationalen Aktionsplan für Integration haben wir erstmals alle integrationspolitischen Maßnahmen von Ländern, Gemeinden, Städten, Sozialpartnern und dem Bund erfolgreich gebündelt. Gerade weil Integration eine Querschnittsmaterie ist, können die entsprechenden Rahmenbedingungen nur in Zusammenarbeit mit allen betroffenen Verantwortungsträgern geschaffen werden.“
Integration durch Leistung
Wenn Menschen sich engagieren, im Beruf, im Verein, etwas erreichen und aufbauen wollen, für sich und ihre Familie, dann funktioniert Integration.
Für Kurz ist die Grundvoraussetzung einer erfolgreichen Integration der Spracherwerb. „In Zukunft werden Personen, die neu nach Österreich zuwandern und sich hier dauerhaft niederlassen wollen, bereits vor Zuzug über Grundkenntnisse in Deutsch verfügen müssen. Erforderlich sind einfache Grundkenntnisse auf A1-Niveau des Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmens für Sprachen“, sagt der Staatssekretär. „Grundkenntnisse, die eine Verständigung auf sehr einfache Art ermöglichen. Aber auch die bestehende Integrationsvereinbarung wird erweitert: Der Zeitraum, in welchem eine Sprachkompetenz auf A2-Niveau zu erfüllen ist, wird von derzeit fünf Jahren auf zwei Jahre verkürzt. Menschen, die ein unbefristetes Aufenthaltsrecht oder die Staatsbürgerschaft anstreben, werden künftig Deutschkenntnisse auf Niveau B1 vorweisen müssen." In Europa haben neben Österreich bereits Deutschland, Frankreich, Dänemark und die Niederlande ähnliche entsprechende Bestimmungen.
Der Aktionsplan ist das Ergebnis eines umfassenden Arbeitsprozesses, an dem neben den betroffenen Bundesministerien alle Bundesländer, der Städte- und Gemeindebund, die Sozialpartner, die Industriellenvereinigung sowie Organisationen der Zivilgesellschaft beteiligt waren. Parallel dazu wurden einzelne Handlungsfelder sowohl mit rund 150 nationalen und internationalen Expertinnen und Experten als auch mit Migrantinnen- und Migrantenorganisationen sowie Bürgerinnen und Bürgern diskutiert.
Mit dem NAP für Integration wird die österreichweite Zusammenarbeit aller beteiligten Verantwortungsträger für erfolgreiche Integrationsmaßnahmen strukturiert und deren Durchführung optimiert werden. Neben allgemeinen integrationspolitischen Leitlinien werden im NAP Herausforderungen, Grundsätze und Ziele in folgenden Handlungsfeldern vertiefend behandelt: Sprache und Bildung, Arbeit und Beruf, Rechtsstaat und Werte, Gesundheit und Soziales, Interkultureller Dialog, Sport und Freizeit sowie Wohnen und die regionale Dimension der Integration.
Einrichtung eines Integrationsgremiums
Um eine nachhaltige und optimale Umsetzung des Nationalen Aktionsplans für Integration zu ermöglichen, wird ein Integrationsgremium unter Einbindung aller Kooperationspartner eingerichtet. Anhand der von Univ.-Prof. Dr. Heinz Faßmann (Universität Wien) entwickelten Integrationsindikatoren soll der Integrationsprozess laufend analysiert werden. In weiterer Folge werden über den gesamten Querschnittsbereich Optimierungsvorschläge erstellt.
"Mit dem Nationalen Aktionsplans für Integration haben wir ein Zukunftsprogramm für den sozialen Frieden in Österreich entwickelt. Den Aktionsplan sehe ich als Rahmen für einen nachhaltigen Prozess, in dem gemeinsam auf laufend neue Herausforderungen reagiert wird. Wir können dabei nur gewinnen, denn: Die erfolgreiche Integration von Migrantinnen und Migranten ist ein Schlüsselfaktor für die Festigung des sozialen Friedens und des Wohlstandes", so Staatssekretär Sebastian Kurz.
Den Bericht zum Nationalen Aktionsplan für Integration sowie die Integrationsindikatoren finden Sie im Downloadbereich rechts.
