Nationaler Aktionsplan für Integration
Expertengespräch Sprache und Bildung
Bei den Gesprächen der Expertengruppe Sprache und Bildung am 21. Juli 2009 im Bundesministerium für Inneres standen Herausforderungen und Ziele im Bereich der Sprach- und Bildungsförderung von Migrant/innen im Mittelpunkt.
Bipolare Bildungsstruktur unter Zuwanderer/innen
Migrant/innen haben einerseits häufiger als Einheimische keinen oder nur einen Pflichtschulabschluss, während andererseits der Akademiker/innen-Anteil unter Migrant/innen höher ist. Diese bipolare Bildungsstruktur ist Ergebnis der Migrationsströme der vergangenen Jahre.
Breites Angebot an Sprachförderung notwendig
Einigkeit herrschte unter den Expert/innen darüber, dass die sprachliche Frühförderung, die Förderung von Deutschkenntnissen an den Schulen und Sprachkurse für Frauen mit Migrationshintergrund auszubauen sind. Die Potenziale der Mehrsprachigkeit sollen thematisiert und genutzt werden. Auch die Anerkennung von im Ausland erworbenen Abschlüssen ist zu verbessern.
Teilnehmer/innen:
- Univ-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl (Donauuniversität Krems)
- Dr. Eva Grabherr (Okay-zusammenleben)
- Ass.-Prof. Mag. Dr. Rudolf Muhr (Universität Graz)
- Andreas Ehlers (Österreichischer Verband der Elternvereine)
- Ovagem Agaidyan (Tirol)
- Mag. Christoph Ascher (WKÖ)
- Mag. Johannes Culen (Industriellenvereinigung)
- Mag. Robert Dempfer (Rotes Kreuz)
- Gabriela Egger (Niederösterreich)
- Mag. Martina Grötschnig (Steiermark)
- Rudolf Mayer (Gewerkschaft der Pflichtschullehrer/innen)
- MMag. Petra Renn (Wien)
- Dr. Gerald Salzmann (Kärnten)
- Mag. Elfie Fleck (BMUKK)
- MMag. Veronika Weisskircher (Diakonie)
- AL OR Hilbert Karl (BM.I)
- Natalie Failla, M.A. (ÖIF)
- Mag. Désirée Stix-Kern, MPA (BM.I)
Moderation: Bettina Kerschbaumer



