Die neuen Integrationsbotschafter
"Integration durch Leistung": So lautet das Motto von Staatssekretär Sebastian Kurz. Nun holt er Migranten vor den Vorhang, die in Österreich etwas erreicht haben. Diese „Helden von nebenan“ sollen als Integrationsbotschafter anderen Migranten als Vorbild dienen.
Zlatan Radosavljevic

Herkunft: Serbien
Job: MERKUR-Marktmanager in Wien
Der gelernte Kfz-Mechaniker wuchs in Tirol auf. Nicht zufrieden mit dem Job, begann er bei Merkur als Verkäufer und hat sich bis zum Marktmanager mit 80 Mitarbeitern nach oben gearbeitet. Sein Rat: "Immer nach vorne schauen!"
Fatima Ferreira

Herkunft: Brasilien
Job: Vizerektorin an der Uni Salzburg
Auf einem Bauernhof in Brasilien wuchs sie auf, studierte Zahnmedizin und Biochemie. 1991 kam sie nach Österreich, wo sie 2008 als Wissenschaftlerin des Jahres geehrt wurde. Wichtig ist ihr "nicht nur Toleranz, sondern Akzeptanz des Anderen."
Bild: Wolfgang F. Fuerst
Ahmet Albayrak

Herkunft: Türkei
Job: Leitender Angestellter bei Mercedes in Wien
Nachdem er als Kind nach Österreich gekommen war, ging er bei Mercedes Wiesenthal in die Lehre. Sein Motto "Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg" brachte ihn bis zum Kundendienstberater und Teamleiter mit 20 Mitarbeitern.
Mirjana Milos

Herkunft: Bosnien
Job: Ärztin in der Unfallchirurgie in Steyr
Mit 19 nach Österreich gekommen, kämpfte sich die Medizinstudentin trotz Sprachschwierigkeiten mit Nebenjobs durchs Studium. "Mit Einsatz und Ausdauer", wie sie sagt, hat sie es geschafft: Milos ist heute Ärztin am LKH Steyr.
Branko Novakovic

Herkunft: Bosnien
Job: Diplomierter Gesundheits- und Krankenpfleger
Der diplomierte Krankenpfleger, seit 1992 in Österreich, arbeitet am AKH Linz, wo er sich außerdem als Betriebsratsvorsitzender engagiert. Integration bedeutet für ihn auch, "Migranten als uns ebenbürtige Menschen zu akzeptieren".
Mustafa Can

Herkunft: Türkei
Job: Lehrer in Hohenems
Als Kind von Gastarbeitern kam er in Hohenems zur Welt. Ihm hätten damals Bildungsvorbilder gefehlt, "also möchte ich jetzt selbst eines sein", sagt der Hauptschullehrer. Er engagiert sich zudem ehrenamtlich in der Jugendarbeit.

