Leser-Reaktionen
zu Integration im Fokus 02/2010: "going glocal? Integration in den Bundesländern"
Serbien und Montenegro nicht zusammenfassen
Danke für die neue Ausgabe, die sehr interessant und spannend ist. Bei den Fakten und Zahlen über Wien ist mir aber aufgefallen, dass Sie schreiben, dass es in Wien 110.227 Menschen aus Serbien und Montenegro gibt. Das sollte man korrigieren: Serbien und Montenegro sind schon seit längerem zwei getrennte Staaten.
Mag. Dragan Perak, Wien Berater und Trainer bei Context– Impulse am Arbeitsmarkt
Antwort der Redaktion: Die Angaben über Staatsangehörigkeit bzw. Herkunft stammen aus dem Melderegister. Sie werden also nur dann erhoben, wenn jemand neu nach Österreich einwandert oder innerhalb Österreichs umzieht. Da die meisten Personen aus der Region lange vor der Trennung Serbiens von Montenegro bzw. dem Kosovo zugewandert sind, sind Daten über ihre genaue Herkunft innerhalb des damaligen Serbien/Montenegro nicht verfügbar bzw. werden laut Statistik Austria erst in rund zehn Jahren hochrechenbar sein.
„Ausländer“ der falsche Begriff
Ich bin erstaunt, dass Sie in den Titeln Ihrer Statistiken von „Ausländer“-Anteilen sprechen, obwohl es tatsächlich um Personen „ausländischer Herkunft“ geht, also auch um eingebürgerte oder hier geborene Menschen. Schlampige Arbeit oder Absicht? Für mich bleibt einfahler Beigeschmack.
Stephan Blassnig, Innsbruck
Antwort der Redaktion: Wir haben den Sammelbegriff „Ausländer“ verwendet, um den Leser/innen möglichst schnell zu vermitteln, worum es im jeweiligen Diagramm im Groben geht und damit die Inhalte besser zu vermitteln. Im Kleingedruckten haben wir die jeweils wissenschaftlich exakte Definition mitgeliefert. Auf keinen Fall war es unsere Absicht, den Begriff abwertend zu gebrauchen. Wir danken für die kritische Rückmeldung und werden uns in Zukunft bemühen, mit derartigen Begrifflichkeiten sensibler umzugehen.

