Die neue Studie "Integrationsbarometer" wurde vom Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Zusammenarbeit mit Peter Hajek erstellt. Dazu wurden im November 2015 sowie März/April 2016 1.000 österreichische Staatsbürger/innen durch Telefoninterviews sowie eine Online-Befragung zum Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund sowie von Muslim/innen und Nicht-Muslim/innen befragt und wahrgenommene Herausforderungen und Probleme im Zusammenleben erhoben.


Zentrale Ergebnisse

  • Mehr als die Hälfte der Befragten beurteilt das Zusammenleben von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund als sehr oder eher gut (51%). Das Verhältnis zwischen Muslim/innen und Nicht-Muslim/innen wird dagegen kritischer beurteilt: Hier finden 56%, dass das Zusammenleben eher oder sehr schlecht funktioniert.
  • Als größte Problembereiche im Zusammenhang mit der Integration von Flüchtlingen sehen die Befragten Geringschätzung bzw. Gewaltbereitschaft einiger muslimischer Flüchtlinge gegenüber Frauen (51%), die schwierige Arbeitsplatzsuche für Flüchtlinge (50%), die Belastung des österreichischen Sozialsystems durch Flüchtlinge (49%) sowie die Gefahr durch religiösen Fanatismus und Terror (48%).
  • Eine Mehrheit geht davon aus, dass das österreichische Sozialsystem und der Arbeitsmarkt durch Flüchtlinge, aber auch durch Arbeitskräfte aus Osteuropa belastet wird (70%).
  • Mehr als zwei Drittel (71%) der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die Auszahlung von Sozialleistungen an den verpflichtenden Besuch von Deutsch- sowie Wertekursen gekoppelt ist. 

Ziel des ÖIF-"Integrationsbarometer" ist es, regelmäßig Einstellungen und Stimmungsströmungen zum Thema Integration zu erheben und damit Zahlen und Fakten für die Integrationsarbeit zu liefern.

Das Integrationsbarometer zum Download