Integrationspreis Sport 2016

Im Sport spielen unterschiedliche Herkunft, Kultur und Religion keine Rolle. Hier zählen nur eigenes Engagement, das Zusammenspielen im Team und der gemeinsame Erfolg. Um das Miteinander von Menschen mit und ohne Migrationshintergrund zu fördern, vergibt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) 2016 bereits zum neunten Mal den Integrationspreis Sport und zeichnet Sportprojekte aus, die aktiv die Integration von Migrant/innen fördern.

Worum geht‘s beim Integrationspreis Sport?

Der Österreichische Integrationsfonds zeichnet in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), dem Sportministerium und der Österreichischen Bundes-Sportorganisation (BSO) nachhaltige und innovative Projekte im Bereich Sport aus, die die Integration von Migrant/innen in die österreichische Gesellschaft fördern. Coca-Cola unterstützt den Preis als Sponsor. Integrationsminister Sebastian Kurz und Sportminister Hans Peter Doskozil sind Schirmherren des Integrationspreises Sport.

 

Zielgruppe und Voraussetzungen

Wer kann sich bewerben?

  • Sportprojekte von Schulen, Hochschulen, Vereinen, Organisationen, NGOs, Gemeinden, Städte  oder Privatpersonen können sich für den Integrationspreis Sport bewerben.
  • Die Projekte müssen zum Zeitpunkt der Einreichung bereits begonnen haben oder ein definiertes Beginn- und Enddatum haben.
  • Zielgruppe der Projekte sollen Menschen mit Migrationshintergrund und dauerhaftem Aufenthalt in Österreich sein - von Kindern über Jugendliche bis zu Erwachsenen.
  • Projekte, die in den vergangenen Jahren bereits Preisgeld bekommen haben, können nur dann wieder eingereicht werden, wenn sich der Projektinhalt maßgeblich verändert hat.
  • Rein ehrenamtlich organisierte Projekte und Projekte von Schulen werden von der Jury besonders beachtet.

Eine Expert/innen-Jury au dem Bereich Integration und Sport wählt die besten Projekte aus.

Förderungen für Sportprojekte

Bereits zum neunten Mal zeichnen der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF), das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), das Sportministerium, die Bundes-Sportorganisation (BSO) sowie der Sponsor Coca-Cola gemeinsam Sportprojekte mit insgesamt 15.000 Euro aus.

Die besten zwei Projekte bekommen je 3.000 und 2.000 Euro, zehn weitere Projekte erhalten einen Anerkennungspreis zu je 1.000 Euro. 

Die Preisträger/innen 2016

Die Preisträger/innen 2016

1. Platz an Gesundheits- und Integrationsprojekt für Migrant/innen

Der Hauptpreis des „Integrationspreis Sport 2016“ ging an das steirische Projekt „KOMM!unity.sportiv“ des Vereins IKEMBA zur Förderung von Gesundheit und Integration von Migrant/innen und ist mit 3.000 Euro dotiert. Das Gesundheitsprojekt ermutigt Migrant/innen zur mehr Bewegung im Alltag und sozialer Integration durch die Teilnahme an Aktivitäten von Sportvereinen. Zusätzlich kooperiert der Verein IKEMBA mit Multiplikator/innen aus den Communities wie mit Priestern und Imamen. In regelmäßig stattfindenden Informationsveranstaltungen vermitteln sie gemeinsam den Teilnehmer/innen, wie wichtig es ist noch bis ins hohe Alter selbständig und in soziale Netzwerke integriert zu sein. Das Preisgeld des Hauptpreises wurde von Coca Cola gesponsert.

2. Platz an Frauenfußballprojekt zur Stärkung von jungen Mädchen

Der zweite Hauptpreis in der Höhe von 2.000 Euro ging an das Projekt „Kickmit“, das in Wien durch die SFBK GmbH sowie in Salzburg durch Akzente Salzburg organisiert wird. Unter dem Motto „Starke Mädchen braucht das Land“ unterstützt das Projekt Mädchen mit und ohne Migrationshintergrund dabei, über Fußball Selbstvertrauen zu erwerben und sich in neuen Rollenbildern zu erleben. Das Projekt möchte vor allem auch Mädchen aus unterschiedlichen Herkunftsländern zeigen, dass Sport und Bewegung Spaß machen, das Selbstbewusstsein und das Gemeinschaftsgefühl stärken.

Anerkennungspreise für 10 weitere Sport-Integrationsprojekte

 

  • „FrauenschwimmenPLUS“ - Caritas Steiermark, Projekt SIQ+: FrauenschwimmenPLUS ist ein sportintegratives und sozialpädagogisches Workshopangebot für jugendliche und erwachsene Frauen mit Migrationshinterrgund in einer exklusiv für die Teilnehmerinnen angemieteten Schwimmhalle.Das Projekt möchte zur  Begegnung, Kommunikation, Wissens-, Kultur- und Wertevermittlung sowie zur Bemächtigung und Autonomie der Teilnehmerinnen in der österreichischen Gesellschaft beitragen.
  • „Volley-Meet“ - Akasya Verein: Das Sportprojekt fördert das Miteinander von Mädchen und Frauen mit und ohne Migrationshintergrund. Bei „Volley-Meet“ soll durch die gemeinsam ausgeführte Mannschaftssportart die kulturelle Vielfalt, der Zusammenhalt, Integration und die deutsche Sprache gefördert sowie das Selbstbewusstsein der Mädchen und Frauen gestärkt werden. 
  • „AKUT Sportverein Leichtathletik“ – AKUT Sportverein: Das Sportprojekt richtet sich an Kinder und Erwachsenen mit und ohne Migrationshintergrund und soll dazu beitragen, dass kulturübergreifende Freundschaften gebildet werden. Auch über die Leichtathletik hinaus wird der Austausch zwischen den Teilnehmer/innen durch Aktivitäten wie gemeinsamen Grillen gefördert. Zusätzlich sollen sich auch die Eltern der teilnehmenden Kinder untereinander vernetzen.
  • „START´n´Sport“ - START-Stipendien Oberösterreich: Bei dem Sportprojekt können Jugendliche mit Migrationshintergrund bei ausgewählten Sportveranstaltungen verschiedene Sportarten ausprobieren. Den Jugendlichen werden Buddies zur Seite gestellt, die eine Anlaufstelle zu verschiedenen Themen des Lebens, vom Behördenweg bis zu schulischen Problemen, für die Jugendlichen sind. Zusätzlich organisieren die Buddies regionale Sportevents, um sich mit anderen Sportvereinen zu vernetzen. 
  • „#sportforhope“ – Beinmotion: Das Sportprojekt fördert Kinder und Jugendliche mit Fluchthintergrund bei ihrer Integration in Österreich. Durch den Aufbau von Kooperation mit unterschiedlichen Vereinen und Verbänden sollen die Kinder und Jugendliche durch den Zugang zu Sport eine sinnvolle Freizeitgestaltung haben und Regeln für ein guten Zusammenspiel sowie Zusammenleben kennen lernen. Unterstützt wird das Projekt durch Sozialpädagog/innen und Dolmetscher/innen. 
  • „Kicken ohne Grenzen“ - Kicken ohne Grenzen - Verein zur Förderung und Integration von geflüchteten Jugendlichen: "Kicken ohne Grenzen" ist ein offenes Fußballprojekt für Jugendliche mit Fluchthintergrund. Der Verein bietet jungen Fußballspieler/innen die Möglichkeit, an offenen Trainings teilzunehmen und unterstützt sie in weiterer Folge bei Mannschaftsgründungen und Turnierteilnahmen. Die Initiative verfolgt das Ziel, den Jugendlichen nicht nur einen Ball und einen Platz zur Verfügung zu stellen, sondern sie darüber hinaus mit anderen Spieler­/innen und Vereinen zu vernetzen und auszustatten. 
  • „Ringen statt raufen“ - Action4kids: Bei dem Sportprojekt wird in Volksschulen in der Nachmittagsbetreuung Ringen angeboten. Ziel von „Ringen statt raufen“ ist Gewaltprävention und soziale Integration von Kindern mit Migrationshintergrund.
  • „Integration beim SC Hatlerdorf“ - SC Elektro Graf Hatlerdorf: Das Fußballprojekt fördert die Integration von Kinder mit und ohne Migrationshintergrund. Den Kindern wird sportliche Betätigung geboten und gleichzeitig wird das das österreichische Wertesystem sowie die Sprache vermittelt. Zusätzlich werden die Angehörigen und Freund/innen der Kinder werden von Ehrenamtlichen der Stadt Dornbirn beim Deutscherwerb unterstützt.
  •  „Neuer Halt durch sicheren Tritt“ - Verein GIG "Gemeinsam in Gallneukirchen": Bei dem Sportprojekt können Asylwerber und Asylberechtigte eine ihnen weniger bekannte Sportart, das Klettern, kennenlernen. Dabei werden sie auch bei ihrer Integration in Österreich unterstützt: In den einmal wöchentlich stattfindenden Klettertreffs steht der Sport und das Körperbewusstsein sowie das spielerische Üben der deutsche Sprache im Vordergrund.
  • "W I R - WBH Wien invites refugees" - WBH Wien: Das Sportprojekt von Wiens größtem Badmintonverein fördert das Miteinander von Flüchtlingen und Österreicher/innen. Personen unterschiedlichen Geschlechts, Alters, unterschiedlicher Religion, Nation, Hautfarbe und sozialer Herkunft können gemeinsam dem Sport Badminton nachgehen und dabei ihre Deutschkenntnisse festigen. 

Wir gratulieren den Preisträgerinnen und Preisträgern des Integrationspreis Sport 2016!

Gewinner des Integrationspreises Sport 2016: IKEMBA

Integrationspreis Sport 2015

Einen Überblick über die Gewinnerprojekte 2015 finden Sie hier.

Integrationspreis Sport 2014

Einen Überblick über die Gewinnerprojekte 2014 finden Sie hier.

Kontakt

Österreichischer Integrationsfonds
Team ZUSAMMEN:ÖSTERREICH
Landstraßer Hauptstraße 26, 1030 Wien
Email: info(at)sportpreis.at
Tel.: +43 1 715 10 51 0