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Neues ÖIF-Dossier über Chinesen in Österreich

Wien ist Österreichs China-Town: 9.653 Chinesen leben in Wien – Migrationsgeschichte reicht in 1930er Jahre zurück

In der Wissens-Reihe ÖIF-Dossier des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) ist eine Publikation über die chinesische Community in Österreich erschienen. Mingnan Zhao widmet sich dabei der vergleichsweise langen Migrationsgeschichte der Chinesen in Österreich. Aus eigener Initiative waren Chinesen im Jahr 1902 als Händler und Arbeiter nach Österreich gekommen. In den 1930er Jahren migrierten chinesische Landbewohner aus dem Dorf Qingtian nach Österreich und verlegten sich erstmals auf die Gastronomie: Ende der 1940er Jahre entstanden die beiden ersten China-Restaurants.

Wien ist Österreichs China-Town

Mittlerweile gibt es rund 1168 gastronomische Betriebe in Österreich, die von Chinesen geführt werden, davon 508 Betriebe mit Sitz in Wien. Derzeit leben 15.673 Chinesen in Österreich, davon sind 9.653 Personen in Wien wohnhaft. Die Bundeshauptstadt ist damit klar Österreichs China-Town. Zählt man die bereits in Österreich geborene Generation, ethnische Chinesen mit anderer Staatsbürgerschaft sowie Asylwerber und illegale Migranten hinzu, so umfasst die chinesische Community schätzungsweise rund 30.000 Mitglieder, so Mingnan Zhao im neuen ÖIF-Dossier.

Chinesen als Wirtschaftsfaktor

Nach der Gastronomie bilden Einzel- und Großhandel die zweitwichtigste Wirtschaftsbranche für chinesische Migranten: 50 Import- & Exportunternehmen und 42 Supermärkte werden von Chinesen betrieben. Dazu kommen Karaoke-Bars, drei chinesische Schulen, Internetcafés und Kulturhäuser. Zwei wöchentlich erscheinende chinesische Zeitungen informieren über lokales und internationales Geschehen sowie Neuigkeiten aus China. Vital ist auch die Vereinskultur der Chinesen in Österreich. Es gibt 30 Vereine und Organisationen von Chinesen.

Schüler und Studenten wanderten zu

Von Interesse sind auch die Herkunftsregionen der chinesischen Migranten: Während die überwiegende Mehrheit der hier ansässigen Chinesen aus den Städten Qingtian und Wenzhou in der Provinz Zhejiang stammt, haben sich vor allem in den letzen Jahren Zuwanderer-Gruppen aus den verarmten Provinzen Fujian und Dongbei hinzugesellt. In den Jahren 2002 bis 2006 gab es zudem eine Zuwanderungswelle chinesischer Schüler und Studenten.

Das ÖIF-Dossier Nr. 10 über die chinesische Community in Österreich steht ab sofort auf www.integrationsfonds.at/publikationen  zum Download bereit.

Rückfragehinweis:
Österreichischer Integrationsfonds
Team Kommunikation
Mag. Ursula Schallaböck
ursula.schallaboeck(at)integrationsfonds.at
Tel.: 01/710 12 03 - 134

 

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