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"Migration & Integration zahlen.daten.fakten 2009"

Migration und Integration in Zahlen

Neues Statistisches Jahrbuch für Migration & Integration erschienen – wichtige Hilfestellung für Integrationspolitik – Integration soll besser messbar werden.

Bereits zum zweiten Mal erscheint das Statistische Jahrbuch für Migration & Integration, das vom Österreichischem Integrationsfonds (ÖIF), der Statistik Austria und dem BM.I erstellt wurde. Das inhaltlich erweiterte Statistische Jahrbuch für Migration & Integration 2009 präsentiert aktuelle Daten und Fakten rund um die Themen Migration und Integration. Die Themenpalette reicht von demographischen Aspekten über die sozioökonomische Situation bis zum Thema Sicherheit sowie Informationen zu allen Bundesländern.

Fekter: Problemfelder aufzeigen und lösen

„In Österreich leben etwa 17% Menschen mit ausländischer Herkunft. Das ist unsere gesellschaftliche Realität und macht deutlich, wie wichtig das Thema ist. Dass es Integrationsprobleme gibt, zeigt sich etwa in den Bereichen Bildung, Arbeitsmarkt und Gesundheit besonders deutlich“, so Innenministerin Maria Fekter. Mangelnde Deutschkenntnisse sind ein zentrales Integrationsproblem. Fekter: „Fehlen die Deutschkenntnisse, dann wirkt sich das unmittelbar auf Schulbesuch, Schulerfolg und später auf den beruflichen Erfolg negativ aus. Das muss rasch und nachhaltig korrigiert werden.“

„Die Zahlen und Fakten des Statistischen Jahrbuchs sind eine wichtige Hilfestellung für eine wirksame Integrationspolitik. Sie zeigen deutlich auf, welche Problemfelder existieren und wo Handlungsbedarf besteht. Umso wichtiger ist es, Integration gezielt voranzutreiben und den Erfolg von Integrationsprozessen zu sichern“, so die Innenministerin. Das Statistische Jahrbuch sei vor diesem Hintergrund ein unverzichtbares Grundlagen- und Nachschlagwerk für alle, denen erfolgreiche Integration ein Anliegen ist, betont Fekter.

Janda: Integration besser messbar machen

Der Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), Alexander Janda, erklärt, dass die systematische Aufbereitung von Zahlen, Daten und Fakten eine wichtige Grundlage für eine strategische, zukunftsorientierte Integrationspolitik ist. Janda: „Die regelmäßig erhobenen Zahlen und Daten ermöglichen es, den Erfolg von Integration künftig besser messbar zu machen. Die Steuerung von Migration und Integration braucht eine fundierte empirische Basis, die wir mit dem Statistischen Jahrbuch liefern und regelmäßig aktualisieren“.

Janda betont, dass sachliche Informationen rund um das Thema Integration besonders wichtig seien. „Mit dem Statistischen Jahrbuch für Migration und Integration leisten wir einen Beitrag zur Versachlichung der Integrationsdebatte“, so der ÖIF-Geschäftsführer.

1,4 Millionen Menschen mit ausländischer Herkunft in Österreich

„Am 1. Januar 2008 lebten rund 1,4 Millionen Menschen ausländischer Herkunft in Österreich. Das waren etwa 17% der Gesamtbevölkerung“, so Univ.-Prof. Dr. Peter Hackl, fachstatistischer Generaldirektor der Statistik Austria. „Die Zuwanderung ist dabei für die weitere Bevölkerungsentwicklung Österreichs entscheidend: Ohne weitere Zuwanderung in den kommenden 20 Jahren würde die Einwohnerzahl stagnieren und sich die Alterung der Bevölkerung stark beschleunigen“, betont Hackl. Die Zuwanderungsquote von 1,3% pro Jahr im Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2006 gehört zu den höchsten im Europäischen Vergleich. Aus den weiteren Ergebnissen des aktuellen Jahrbuchs „Migration & Integration“ berichtet Hackl unter anderem, dass Zuwanderer um knapp 50% häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen sind als Österreicherinnen und Österreicher. Auch hinsichtlich der Bildungsstruktur ergeben sich markante Unterschiede: „Zuwanderer sind sowohl in den höchsten als auch in den niedrigsten Bildungsschichten überproportional vertreten. Mit 34% haben Zuwanderer einen doppelt so hohen Anteil an Pflichtschulabsolventen als österreichische Staatsangehörige“ erläutert Hackl abschließend.

Das Statistik-Jahrbuch kann man auf der Homepage des ÖIF www.integrationsfonds.at ab sofort in elektronischer Form nachlesen und  - solange der Vorrat reicht – als Print-Produkt unter pr(at)integrationsfonds.at kostenlos bestellen.

Weitere Publikation finden Sie im Bereich Publikationen

Herausgeber: Deloitte

Financial Leadership in Österreich, 4. Auflage

Als Fonds der Republik Österreich und Non-Profit-Organisation legt der ÖIF großen Wert auf verantwortungsvollen Umgang mit finanziellen Ressourcen. In der 4. Auflage der Publikation "Financial Leadership in Österreich" (herausgegeben von Deloitte) Geschäftsführer Alexander Janda spricht über seine Rolle als CFO eines Non-Profit Unternehmens mit 150 Mitarbeiter/innen.

Hier lesen Sie das gesamte Interview mit Alexander Janda...