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Wer sind die Ausländer in Österreich?

Integration braucht Wissen aus erster Hand. In jeder Ausgabe beantworten wir häufig gestellte Fragen zum Thema Integration. Diesmal stellen wir neue Zahlender Statistik Austria vor: Wie viele Ausländer/innen gibt es in Österreich? Wie viele  Menschen wandern jedes Jahr ein? Und was bedeutet eigentlich „Migrationshintergrund“?

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Wer ist ein „Ausländer“?

Ausländerinnen und Ausländer sind all jene Personen, die nicht die österreichische Staatsbürgerschaft besitzen. Mit 1. Jänner 2008 traf das auf knapp 855.000 der Einwohner/ ­innen Österreichs zu, also auf rund zehn Prozent der Gesamt­bevölkerung. Gut 60 Prozent leben bereits länger als fünf Jahre in Österreich, 39 Prozent sind seit 2003 zugezogen.

Was bedeutet „Migrationshintergrund“?

Als Personen „ausländischer Herkunft“ werden neben allen ausländischen Staatsangehörigen auch jene bezeichnet, die im Ausland geboren und in Österreich eingebürgert wurden. Das entspricht 1,385 Millionen oder 16,6 Prozent der Bevölkerung. Etwas weiter gefasst ist der Begriff „Migrationshintergrund“: Einen solchen hat auch die so genannte „zweite Generation“, bei der beide Elternteile im Ausland geboren wurden. Insge­samt haben 1,427 Millionen oder 17,3 Prozent „Migrations­hintergrund“.

Woher stammt die Bevölkerung ausländischer Herkunft?

Von den 1,385 Millionen Einwohner/innen ausländischer Herkunft stammen knapp 40 Prozent aus der EU/EWR bzw. aus der Schweiz. Weitere 46 Prozent kommen aus Resteuropa, vor allem aus Ex-Jugoslawien und der Türkei. Der Anteil an Personen aus Übersee hingegen beträgt nur 12,5 Prozent. Die größte Gruppe sind die Personen serbischer Herkunft mit 206.000. Knapp dahinter liegen mit 200.000 die Deutschen. Auf dem dritten Platz liegen mit 180.000 die Einwohner/in­nen türkischer Herkunft.

Wer wandert aktuell zu?

Die Struktur der jährlichen Neuzuwanderung ist etwas anders als die der Bevölkerung ausländischer Herkunft insgesamt. 2007 wanderten 107.000 Personen nach Österreich ein. Da zu­gleich 74.000 Menschen das Land verließen, ergibt sich eine Netto-Zuwanderung von 33.000 Personen. Von den 107.000 Zuzügen entfielen 15.000 auf zurückkehrende Österreicher/in­nen und weitere 52.000 auf andere EU-Bürger/innen. Die größte Zuwanderergruppe sind aktuell mit 18.000 die Deut­schen. Im Schnitt wanderten 2000 bis 2006 pro Jahr 13,1 Per­sonen je 1.000 Einwohner/innen zu. Österreich liegt damit eu­ropaweit auf Platz 5. Die größten Zuwanderungsraten haben Luxemburg mit 28,1, die Schweiz mit 16,5 und Irland mit 16.

Wie funktioniert die Zuwanderung nach Österreich?

Für Drittstaatsangehörige gibt es verschiedene Arten von Auf­enthalts- und Niederlassungsbewilligungen. Der größte Teil der Zuwanderung läuft aber außerhalb der gesetzlichen Quo­ten ab. 52.000 der insgesamt 107.000 Neuzuwander/innen ka­men 2007 aus einem anderen EU-Staat bzw. der Schweiz und nützten die für sie geltende Niederlassungsfreiheit. Weitere 15.000 Personen waren zurückkehrende Österreicher/innen, 12.000 Asylwerber/innen. 10.000 Menschen schließlich ka­men über den Familiennachzug nach Österreich, 9.000 als Sai­sonniers, 7.000 als Schüler/innen bzw. Studierende und 5.000 als Facharbeiter/innen.

Mag. Ursula Schallaböck leitet das Team Kommunikation beim ÖIF.
ursula.schallaboeck(at)integrationsfonds.at

  • Wer wandert nach Österreich zu?

  • Woher stammt die Bevölkerung ausländischer Herkunft?

  • Woher kommen die Zuwanderer?

  • Wie hoch ist unsere Zuwanderungsquote?