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Erste Adresse für Integration

Es tut sich was beim ÖIF: Die Palette aktueller Projekte reicht von der Eröffnung des Integrationszentrums Wien, dem on-stop-shop für Integration in der Bundeshauptstadt, über die Fortsetzung des Erfolgsprogramms "Mentoring für MigrantInnen" bis hin zur ÖIF-Mitarbieter/innenkonferenz mit drei namhaften Gastvortragenden. Alexander Janda

Unter der größten Gruppe an Zuwander/innen gibt es keinen einzigen, der die Leistungen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in Anspruch nimmt: Die Rede ist von unseren deutschen Nachbarn, von denen immer mehr nach Österreich zuwandern. 17.920 deutsche Staatsbürger/innen sind 2007 nach Österreich ausgewandert. Die wirtschaftliche Dynamik und die guten Arbeitsplatzchancen, aber natürlich auch die Ausbildungsmöglichkeiten in Österreich machen unser Land für Deutsche überaus attraktiv. Die jeweilige Sprache und Mentalität sind zwar seit jeher Grund für gegenseitige Sticheleien, ernsthafte Integrationsprobleme resultieren daraus freilich nicht.

„Mentoring für MigrantInnen“ wirkt

Andere Migrant/innengruppen haben es da weitaus schwerer. Vor allem die erfolgsentscheidende Integration in den österreichischen Arbeitsmarkt ist für viele eine große Hürde. Neben Sprachdefi ziten und mangelnder Ausbildung ist es auch für gut qualifi zierte Zuwanderer oft das mangelnde Wissen über Mechanismen und Besonderheiten auf unserem Arbeitsmarkt, das den Einstieg erschwert. Deshalb haben ÖIF, Wirtschaftskammer (WKO) und Arbeitsmarktservice (AMS) das Programm „Mentoring für MigrantInnen“ initiiert, dessen Pilotdurchgang erfolgreich durchgeführt wurde. Dank der Mentor/innen unseres Programms, allesamt gut vernetzte Akteur/innen des Wirtschaftslebens, konnten den Teilnehmer/innen wertvolle Hilfestellungen, Ratschläge und Kontakte vermittelt werden. Das hat konkrete Effekte: Mehr Selbstvertrauen, eine nachfrageorientierte Bewerbungsstrategie, Einblicke in die reale Wirtschaftsund Arbeitskultur – und konkrete Jobs als Ergebnisse des Mentoringprogramms. Die begleitende Evaluierung des Pilotdurchgangs zeigt: Mentor/innen und Mentees schätzten Mentoring unisono als sinnvolles Instrument zur Unterstützung der Eingliederung von Migrant/innen in den Arbeitsmarkt ein. Schon während der viermonatigen Laufzeit des Programms konnte jede/r zweite Mentee in den Arbeitsmarkt eingegliedert werden. Im Vordergrund der Mentoringpartnerschaft standen vor allem das Herstellen von Kontakten bzw. die Einführung in Netzwerke, die Unterstützung im Bewerbungsprozess sowie die Stärkung der Motivation. Der ÖIF wird dieses erfolgreiche Programm daher mit seinen Partnern WKO und AMS fortsetzen. Die nächste Runde startet Anfang Oktober. Den Projektbericht des erfolgreichen Pilotdurchlaufs im Frühjahr 2008 fi nden Sie auf unserer Homepage www. integrationsfonds.at.

Integrationszentrum Wien: Die erste Adresse

Seine Rolle als „one-stop-shop“ für erfolgreiche Integration baut der ÖIF mit dem am 4. September eröffneten Integrationszentrum (IZ) Wien aus (s. Seite 8). Im IZ Wien sind alle bisherigen Unterstützungsangebote des ÖIF vereint: Egal, ob es um Deutschkurse, um Berufsausbildungen, um die Vergabe von Startwohnungen, um Stipendien oder um die Jobsuche geht – das neue Integrationszentrum Wien ist dafür die erste Anlaufstelle. Hier können die Asylberechtigten und subsidiär Schutzberechtigten von Montag bis Donnerstag zwischen 7.30 und 18.30 bzw. 15.30 Uhr am Freitag alle ÖIF-Services in Anspruch nehmen. Auch im IZ Wien gilt das one-stop-shop-Prinzip: Die Flüchtlinge können Unterstützungen aus allen Bereichen bei ein und dem/derselben Mitarbeiter/in beantragen. Sie profi tieren zudem von der verbesserten Kommunikation unter den Mitarbeiter/innen im neu errichteten Großraumbüro. Sprache, Beruf, Wohnen und Gesellschaft sind die Kernressorts des IZ Wien, in dem unsere engagierten Expertinnen und Experten maßgeschneiderte Lösungen für Integrationsherausforderungen bieten. Wie generell für die Arbeit des ÖIF gilt: Kundinnen und Kunden des IZ Wien sind Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und natürlich auch die österreichische Bevölkerung.

ÖIF-Mitarbeiter/innen: Auf Du und Du mit Experten

Bei der jährlich veranstalteten Mitarbeiter/innenkonferenz kommen alle über 100 Mitarbeiter/innen des ÖIF zusammen: so auch am 2. und 3. September. Neben dem internen Austausch dient die Konferenz dazu, den aktuellen Wissensstand zu den Themen Migration und Integration aus erster Hand zu erhalten. Die drei Experten Stephan Marik-Lebeck (Statistik Austria), Heinz Fassmann (Universität Wien) und Hans Winkler (Die Presse) hielten Impulsreferate zu ihren Fachbereichen und führten danach lebendige Diskussionen mit den ÖIF-Mitarbeiter/innen.

Die Weiterbildung aller Kolleg/innen ist uns beim ÖIF ein großes Anliegen: Wir freuen uns bereits auf die nächste Mitarbeiter/innenkonferenz!

Dr. Alexander Janda ist Geschäftsführer des
Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF).
alexander.janda(at)integrationsfonds.at

  • Wussten Sie, dass die größte Zuwanderergruppe der letzten Jahre die Deutschen sind? In dieser Ausgabe erfahren Sie alles über die "neuen Gastarbeiter" Österreichs sowie über die Integrationsherausforderungen, vor denen unsere Nachbarn im eigenen Land stehen.

Die gesamte Ausgabe zum Download

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