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„Teamplay ohne Abseits“ in der Fußballakademie Burgenland

ZUSAMMEN:ÖSTERREICH mit Sportworkshop in Fußballakademie Burgenland (Mattersburg). Ehrenamtliche Integrationsbotschafter/innen aus Burkina Faso, Afghanistan sowie Bosnien und Herzegowina mit dabei.

Susann Hartleib (ÖIF) mit den Nachwuchssportlern im Burgenland.

Die zukünftigen Fußballer im Einsatz.

Die gesamte Fußballmannschaft mit Irène Hochauer-Kpoda (ganz links), Susann Hartleib (Mitte), Ramin Nowi (rechts) und Haris Halolovic (ganz rechts). © ÖIF

Am 19. Juli 2019 fand im Rahmen der Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) ein „Teamplay ohne Abseits“-Workshop in der Fußballakademie Burgenland in Mattersburg statt. Die 26 Nachwuchssportler im Alter von 13 bis 16 Jahren tauschten sich mit den Integrationsbotschafter/innen Irène Hochauer-Kpoda (Wurzeln in Burkina Faso), Ramin Nouri (Wurzeln in Afghanistan) und Haris Halilovic (Wurzeln in Bosnien und Herzegowina) über Vorurteile, Grundlagen für gelingende Integration und die Rolle von Motivation dabei aus.

Hochauer-Kpoda: „Schöpft euer Potential aus!“

Für Integrationsbotschafterin Irène Hochauer-Kpoda sind Motivation und das aktive Einbringen in die Gesellschaft essentiell für gelingende Integration. Die Event- und Projektmanagerin mit Wurzeln in Burkina Faso ist seit 2003 in Österreich und betonte, dass man sich immer wieder neu beweisen und sein Potential ausschöpfen muss, um seine Ziele zu erreichen. Außerdem appellierte sie an die Zivilcourage der Jugendlichen: „Wenn ihr mitbekommt, dass jemand mit Vorurteilen oder Diskriminierung konfrontiert ist und die Person es nicht schafft, sich alleine zu wehren: Greift ein!“

Nouri: „Ich versuche, mich ständig zu verbessern“ 

Seit 2008 ist Ramin Nouri, der ursprünglich aus Afghanistan kommt, in Österreich. Die Grundlage für gelingende Integration ist auch für ihn ganz klar die Bereitschaft, etwas zu leisten. Das Beherrschen der Sprache steht hierbei seiner Meinung nach an erster Stelle. Er appellierte an die Jugendlichen, die Chancen, die sich ihnen bieten, zu nutzen. Nouri kam vor zehn Jahren als Analphabet nach Österreich, hat Deutsch gelernt und seine Ausbildung als Elektriker abgeschlossen: „Kämpft für eure Träume und glaubt an euch“, motivierte er die Fußballer.

Auch Haris Halilovic, ursprünglich aus Bosnien und Herzegowina, macht auf die zahlreichen Chancen auf dem Bildungs- und dem Arbeitsmarkt aufmerksam. Er selbst hat vor kurzem einen Master an der Technischen Universität (TU) Wien abgeschlossen. Offene Kommunikation, respektvoller Umgang und Zusammenhalt sind für ein gesellschaftliches Miteinander für Halilovic unabdingbar. Diese Fähigkeiten konnten die Nachwuchssportler beim Abschlussspiel „Tower of Power“ unter Beweis stellen. 

Über „Teamplay ohne Abseits“

Seit 2011 geht die ÖIF-Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH mit ehrenamtlichen Integrationsbotschafter/innen in Schulen und Vereine, um Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zu motivieren, ihre Chancen in Bildung, Beruf und Gesellschaft zu nutzen. Die „Teamplay ohne Abseits“-Workshops ergänzen seit dem Jahr 2015 diese Initiative. Mit eigens entwickelten Seminaren macht ZUSAMMEN:ÖSTERREICH das Thema Integration auch in Fußballvereinen und Einrichtungen für Nachwuchsförderung in ganz Österreich erlebbar. Trainer/innen haben damit die Möglichkeit, ihren Teams interessante Vorbilder aus Sport und Integration vorzustellen und zusammen mit diesen Integrationsbotschafter/innen den Zusammenhalt in ihren Mannschaften zu stärken. Begleitet wird die Aktion von der gleichnamigen Broschüre „Teamplay ohne Abseits“, die Zahlen und Fakten zu Integration im Fußball liefert, zentrale Begriffe wie Vorurteil, Migrant/innen oder Asylwerber/innen erklärt und aufzeigt, wie Sportvereine von den kostenlos angebotenen ZUSAMMEN:ÖSTERREICH-Workshops profitieren können.

Weitere Infos unter www.zusammen-oesterreich.at