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Bundesministerin Karin Kneissl trifft Multiplikatorinnen aus dem Bereich Frauenintegration

Die Bundesministerin tauschte sich im Integrationszentrum Salzburg mit Fachexpertinnen zu Herausforderungen bei der Integration von Frauen aus stark patriarchal geprägten Gesellschaften aus.

Bundesministerin Karin Kneissl tauschte sich beim Besuch im IZ Salzburg mit Expert/innen über Herausforderungen bei der Integration von Frauen aus. © Marc Stickler

Bundesministerin Karin Kneissl mit Mitgliedern des Expertenrats und Multiplikatorinnen aus dem Bereich Frauenintegration in Salzburg. © BMEIA/Mahmoud

Außen- und Integrationsministerin Karin Kneissl besuchte am 16. Mai 2019 das Integrationszentrum Salzburg des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und sprach mit Fachexpertinnen über die Integration von asylberechtigten Frauen aus patriarchal geprägten Gesellschaften und den damit verbundenen Herausforderungen für die Integration in Österreich. Unter den anwesenden Integrationsexpertinnen waren neben den neuen Mitgliedern des Expertenrats für Integration Emina Saric und Rasha Corti auch regional engagierte Multilpikatorinnen, wie etwa Tina Widmann (ehemalige Landesrätin für Familie und Geschäftsführerin der Agentur "Die Chance"), Aline Halhuber-Ahlmann (Geschäftsführerin Frauengesundheitszentrum Salzburg) oder Gerlinde Ulucinar (Leiterin des Projekts "Interkulturelles Zusammenleben (IKU) Hallein"). Bundesministerin Karin Kneissl betonte nach dem Austausch: "Frauen sind der Motor der Integration und müssen weiter gestärkt werden. Um diese Integration zu fördern, müssen wir aber auch die Männer mit ins Boot holen. Das Wissen um und die Befolgung von unseren Prinzipien sind eine wichtige Grundlage für Integrationserfolg. Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau ist ein solches Prinzip. Die Integration von Frauen wird auch weiterhin einer unserer wichtigsten Förderschwerpunkte bleiben."

Arbeitsschwerpunkt: Förderung der Integration von Frauen

Die Integration und der Schutz von Frauen ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt des Außen- und Integrationsministeriums (BMEIA) und des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Dieser Schwerpunkt ist auch integraler Bestandteil sämtlicher laut Asyl- und Integrationsgesetz verpflichtender Maßnahmen wie der Orientierungsberatung, den Werte- und Orientierungskursen sowie Deutschkursen und aller ergänzenden Beratungsformate. Gemeinsam mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres bietet der ÖIF regelmäßig Informationsveranstaltungen für Migrant/innen ebenso wie für Multiplikator/innen im Integrationsbereich an. Alle Informationen zum Schwerpunkt der Frauenintegration finden Sie unter www.integrationsfonds.at/frauen.

Förderaufruf für Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen im Kontext von Integration

Integrationsministerin Dr. Karin Kneissl initiierte für Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen im Kontext von Integration und insbesondere auch gegen weibliche Genitalverstümmelung (FGM) einen Sonderaufruf zur Einreichung von Projektvorschlägen, welcher vom Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres und dem ÖIF durchgeführt wird. Mit 1 Million Euro werden Projekte zur Beratung und Prävention gefördert, welche Frauen und Mädchen zugutekommen, die von Gewalt im Kontext von Integration oder weiblicher Genitalverstümmelung betroffen oder davon gefährdet sind. Besonders werden Projekte gefördert, die Frauen in ihrer Selbstbestimmung stärken und vor allem auch Männern klar vermitteln, dass Gewalt gegen Frauen in Österreich nicht toleriert wird und strafrechtliche Konsequenzen hat. Aktuell bewertet eine Fachjury die eingereichten Projekte; zu Sommerbeginn sollen die ausgewählten Projekte bundesweit starten.