News Detail View

Montag, 27. Mai 2019 14:27

18. Sitzung des Integrationsbeirats: Schwerpunkt Arbeitsmarktintegration für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte

Am 27. Mai wurde die 18. Sitzung des Integrationsbeirats, unter dem Vorsitz von ÖIF-Direktor Franz Wolf, von Bundesministerin Karin Kneissl eröffnet.

In ihrer Funktion als Außen- und Integrationsministerin eröffnete Karin Kneissl am 27. Mai die 18. Sitzung des Integrationsbeirats. Es wurden aktuelle Entwicklungen in der Integrationsarbeit thematisiert wie beispielsweise das Sozialhilfe-Grundsatzgesetz, der "Nationale Aktionsplan", sowie Extremismusprävention und Deradikalisierung. Darauf folgten Vorträge sowie Präsentationen von Projekten und Studien von Expert/innen zum Thema Arbeitsmarktintegration von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte.

Arbeitsmarktintegration im Fokus

Die Integration auf dem Arbeitsmarkt ist die Grundvoraussetzung für Teilhabe an der Gesellschaft und somit gelingende Integration. Dass dies besonders für weibliche Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte essenziell ist, um ein selbstbestimmtes Leben zu führen, betonte die Bundesministerin in ihrer Eröffnungsrede. Im weiteren Verlauf der Sitzung sprach unter anderem Johannes Kopf vom Arbeitsmarktservice (AMS) über die aktuellen Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt. Ministerialrätin Doris Wyskitensky vom Bundesministerium für Bildung, Wissenschaft und Forschung (BMBWF) hielt einen Vortrag zur Bildung von Jugendlichen nach der Schulpflicht. Univ.-Prof. Mag. Dr. Gudrun Biffl, von der Donau-Universität Krems, stellte die Studie "Einstellungen, Erwartungen und Ressourcen weiblicher Flüchtlinge" vor.

Präsentation: Neuer Forschungsbericht zu Erwerbsverläufen von Migrant/innen

Der Migrations- und Bevölkerungsforscher Univ.-Prof. Dr. Rainer Münz präsentierte im Rahmen der 18. Sitzung des Integrationsbeirates die Ergebnisse des neu erschienenen Forschungsberichts "Erwerbsverläufe von Migrant/innen". Gemeinsam mit Synthesis Forschung analysierte Rainer Münz die Zuwanderungs- und Erwerbsbiografien von Migrant/innen aus der EU, Drittstaaten sowie von Flüchtlingen aus Syrien, Afghanistan und der Russischen Föderation über einen Zeitraum von über zehn Jahren, um Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie lange die Integration unterschiedlicher Zuwanderergruppen in den österreichischen Arbeitsmarkt dauert. Grundlage der Analyse waren die Verläufe der Arbeitsmarktintegration auf Datenbasis des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger und des Arbeitsmarktservice (AMS).  HIER gibt es den gesamten Forschungsbericht als Download.

Über den Integrationsbeirat

Neben dem Unabhängigen Expertenrat für Integration wurde im Oktober 2010 der Integrationsbeirat unter dem Vorsitz von Franz Wolf (Direktor des Österreichischen Integrationsfonds, ÖIF) eingerichtet. Die Mitglieder des Integrationsbeirats sind Repräsentanten von Bund, Ländern, Gemeinde- und Städtebund, Sozialpartnern und Industriellenvereinigung sowie NGO-Vertreter. Der Integrationsbeirat umfasst die kompetenzübergreifende Vernetzung, Koordination und Abstimmung sowie den Wissenstransfer aller handelnden Akteure, wenn es um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans geht und berät über die Erkenntnisse des Expertenrats. Der Integrationsbeirat tagt zweimal pro Jahr im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.

ÖIF-Direktor Franz Wolf, Bundesministerin Karin Kneissl und Sektionsleiterin Susanne Raab. © BMEIA/Mahmoud