Donnerstag, 24. Mai 2018 15:49

16. Sitzung des Integrationsbeirats: Schwerpunkte Frauen und Integration an Schulen

Am 24. Mai fand die 16. Sitzung des Integrationsbeirats unter dem Vorsitz von Franz Wolf (ÖIF) statt. BM Karin Kneissl eröffnete zum ersten Mal in ihrer Funktion als Integrationsministerin die Beiratssitzung.

Außen- und Integrationsministerin Karin Kneissl eröffnete am 24. Mai die 16. Sitzung des Integrationsbeirates. Es war ihre erste Teilnahme an einer Beiratssitzung in ihrer Funktion als Integrationsministerin. Neben der Berichterstattung zum Umsetzungsstand des Integrationsgesetzes sowie aktuellen gesetzlichen Entwicklungen standen die Themen  "Integration und Identität - Mädchen und Frauen im Kontext traditionell geprägter Rollenbilder" sowie "Integration an Schulen" auf der Tagesordnung.

BM Kneissl: "Migrationskrise von 2015 darf nicht Integrationskrise werden"

BM Kneissl betonte in Hinblick auf Integrationsmaßnahmen an Schulen: "Wir müssen auf die Praktiker hören: Lehrer, Direktoren, Schulpsychologen. Diese Debatte wird schon viel zu lange auf abstrakter Ebene geführt." Als Vortragende aus der Praxis nahmen u.a. die Autorin und Frauenrechtsaktivistin Zana Ramadani, Mag. Hilde Wolf und Umyma El-Jelede vom Frauen-Beratungszentrum FEM Süd sowie Christian Klar, Direktor einer Wiener NMS und Melisa Erkurt vom Magazin „das biber“ an der Sitzung des Integrationsbeirates teil. Lisa Fellhofer (ÖIF) stellte aktuelle Zahlen und Daten zur Integration von Zuwanderinnen und weiblichen Flüchtlingen vor. Bundesministerin Karin Kneissl verwies des Weiteren auf die Notwendigkeit einer raschen und effizienten Umsetzung der gesetzlich verankerten Integrationsmaßnahmen: "Die Migrationskrise von 2015 darf nicht zur Integrationskrise werden. Nicht nur die Diplomatie braucht Kontinuität und Vernetzung – auch die Integration."

Über den Integrationsbeirat

Neben dem Unabhängigen Expertenrat für Integration wurde im Oktober 2010 der Integrationsbeirat unter dem Vorsitz von Franz Wolf (Direktor des Österreichischen Integrationsfonds, ÖIF) eingerichtet. Die Mitglieder des Integrationsbeirats sind Repräsentanten von Bund, Ländern, Gemeinde- und Städtebund, Sozialpartnern und Industriellenvereinigung sowie NGO-Vertreter. Der Integrationsbeirat umfasst die kompetenzübergreifende Vernetzung, Koordination und Abstimmung sowie den Wissenstransfer aller handelnden Akteure, wenn es um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans geht und berät über die Erkenntnisse des Expertenrats. Der Integrationsbeirat tagt zweimal pro Jahr im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.