19. Sitzung des Integrationsbeirats

Am 7. November wurde die 19. Sitzung des Integrationsbeirats, unter dem Vorsitz von ÖIF-Direktor Franz Wolf, von Bundesminister Alexander Schallenberg eröffnet.

V.l.n.r.: ÖIF-Direktor Franz Wolf, Bundesminister Alexander Schallenberg und Sektionsleiterin Susanne Raab

© BMEIA/Eugénie Berger

Alexander Schallenberg eröffnete in seiner Funktion als Außen- und Integrationsminister die 19. Sitzung des Integrationsbeirats. Zu Beginn wurden aktuelle Entwicklungen in der Integrationspolitik dargelegt. Fokus dieser Sitzung waren die Themen "Antisemitismus in Österreich" und "Männerarbeit im Kontext von Integration". Im Rahmen der Schwerpunkte wurden Vorträge von Expert/innen gehalten und Studien vorgestellt.

Themenschwerpunkte: Antisemitismus und männliche Rollenbilder im Kontext von Integration

Zum Thema Antisemitismus in Österreich hielt Historiker und Publizist Michael Wolffsohn einen Impulsvortrag. Benjamin Nägele, Generalsekretär der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, beleuchtete das Thema aus der Praxis. Weiters präsentierte Politologin Eva Zeglovits, eine Studie über Antisemitismus in Österreich vom Institut für empirische Sozialforschung (IFES). Gerald Rosskogler von der EU-Grundrechteagentur präsentierte den zweiten Antisemitismus-Bericht. 

Emina Saric eröffnete den zweiten thematischen Schwerpunkt mit einem Vortrag zum Ehrgedanke bei männlichen Jugendlichen mit Migrationshintergrund und stellte das Projekt "Men Talk" vor. Dr. Johannes Berchtold von der Abteilung für Männerpolitische Grundsatzfragen vom Bundesministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Konsumentenschutz (BMASGK) hielt einen Vortrag zum Thema positive Identitätsbildung von Buben und männlichen Jugendlichen. Ebru Yurdanur vom ÖIF präsentierte zum Abschluss die ÖIF-Schwerpunktberatungen für Männer vor. 

Über den Integrationsbeirat

Neben dem Unabhängigen Expertenrat für Integration wurde im Oktober 2010 der Integrationsbeirat unter dem Vorsitz von Franz Wolf (Direktor des Österreichischen Integrationsfonds, ÖIF) eingerichtet. Die Mitglieder des Integrationsbeirats sind Repräsentanten von Bund, Ländern, Gemeinde- und Städtebund, Sozialpartnern und Industriellenvereinigung sowie NGO-Vertreter. Der Integrationsbeirat umfasst die kompetenzübergreifende Vernetzung, Koordination und Abstimmung sowie den Wissenstransfer aller handelnden Akteure, wenn es um die Umsetzung des Nationalen Aktionsplans geht und berät über die Erkenntnisse des Expertenrats. Der Integrationsbeirat tagt zweimal pro Jahr im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres.