20.11.2020, 12:11 Uhr

Beratungs- und Onlineangebote im Überblick

Folgende Projektträger bieten aufgrund der aktuellen Situation digitale Angebote und telefonische Beratungen an.

Online-Angebote

SET (Selbsterhaltungsfähigkeit, Empowerment und Teilhabe), ein Projekt der österreichischen Jungarbeiterbewegung

Asylberechtigte, subsidiär Schutzberechtigte und drittstaatsangehörige Frauen und Mädchen (Migrant/innen) werden ab einem Alter von 16 Jahren durch fachliches und individuelles Mentoring in handlungsorientierten Workshops zu den Themen Beruf und Familie, Frauen- und Arbeitsrecht für Arbeitsverhältnisse, Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie fachliche Berufsorientierung gefördert. Dadurch verbessern Frauen als Multiplikator/innen in ihren Familien nicht nur ihre eigenen Integrationschancen, sondern auch die ihrer Familienmitglieder und ihrer Umgebung.

Die nächste Workshop-Reihe zur Berufsorientierung startet mit 09.12.2020. Sie findet je nach Gegebenheiten online oder in Präsenz statt.

Details und Informationen finden Sie hier.

#stopviolence - Niederschwellige Informations- und Sensibilisierungsangebote zu geschlechtsspezifischer Gewalt in Integrationskontexten ein Projekt von AMAZONE, dem Verein zur Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit

Im Rahmen von #stopviolence werden Maßnahmen der Aufklärung und Prävention (Online-Kampagne mit Kurzclips, Broschüre), Maßnahmen zur Förderung der Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen (Workshops), sowie Maßnahmen zur Sensibilisierung, der in relevanten Kontexten tätigen Multiplikator/innen (Seminare und Austausch), gesetzt. Diese Aktivitäten tragen dazu bei, dass bestehende Angebote von Mädchen und Frauen mit Migrations- oder Fluchthintergrund verstärkt in Anspruch genommen und Unterstützungs- und Hilfsangebote ihren Bedürfnissen entsprechend gestaltet werden.

Am 02.12.2020 findet ein Onlineseminar zu den Themen Geschlechteridentität, Rollenbilder und Stereotypen für Multiplikator/innen aus Jugend- und Sozialarbeit statt.

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Mehrsprachige Onlineberatung für von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen - Digitale Beratung vom Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser, AÖF

Die mehrsprachige Onlineberatung für von Gewalt betroffenen Frauen und Mädchen wird über den HelpChat www.haltdergewalt.at angeboten. Dieser bietet anonyme und vertrauliche Beratung für alle Frauen und Mädchen, die in ihrem Leben und Lebensumfeld von Gewalt in jeder Form – verbal, psychisch, physisch, sexuell, finanziell – betroffen sind. Ziel ist es, vor allem Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund verstärkt zu erreichen, sie zu stärken und die Lebensqualität und Gesundheit langfristig zu verbessern, um vor allem selbstbestimmt und gewaltfrei leben zu können.

Der HelpChat steht von 16:00 bis 22:00 Uhr (in den Sprachen Arabisch, Bosnisch-Kroatisch-Serbisch, Deutsch, Englisch, Farsi/Dari, Italienisch, Polnisch, Russisch, Rumänisch, Russisch, Somali und Türkisch) zur Verfügung.

Details und Informationen finden Sie hier.

LANA – ein Projekt der MTOP Potential: Integration GmbH

LANA ist ein Frauennetzwerk bestehend aus Frauen mit Flucht- und Migrationshintergrund und Frauen der Mehrheitsgesellschaft. 12 Frauen agieren dabei als Multiplikator/innen, treten in einen offenen kulturellen Dialog und organisieren Veranstaltungen, in denen sich weitere 75 Frauen mit und ohne Flucht- und Migrationshintergrund begegnen und voneinander lernen können. Durch den geleiteten Austausch in einem sicheren Rahmen, wird Selbstbewusstsein gestärkt, bestehende Wertehaltungen weiterentwickelt, gegenseitige Vorurteile abgebaut und neue Freundschaften geschlossen.

Aktuell findet ein Online-Recruiting für Projektteilnehmerinnen statt. Alle Interessent/innen können sich bis 14.12. 2020 online bewerben.

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Heldinnen- Mein Leben in meiner Hand, ein Projekt der Caritas Graz-Seckau

Bei diesem Projekt werden junge Mädchen mit Migrationshintergrund in Graz ausgebildet, um in Schulen, Jugendzentren usw. präventiv gegen traditionsbedingte, aber auch weitere Gewaltformen gegen Frauen aufzutreten und für Geschlechtergleichberechtigung zu sensibilisieren. Dazu erfolgen sozialpädagogische Maßnahmen, um den Selbstwert der zukünftigen weiblichen Vorbilder zu stärken sowie praxisnahe Fortbildungen für die Heldinnen, durchgeführt vom Verein Frauenhäuser Steiermark.

Dieses Jahr finden Online Peer-to-Peer Workshops für Mädchen und junge Frauen durch die Heldinnen zu geschlechtsspezifischen Themen statt. Bewerbungen sind über Facebook, Instagram oder telefonisch möglich.

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Violence and abuse - Hidden in plain sight, ein Projekt der MÖWE Kinderschutzzentren

Um lebenslange negative gesundheitliche, soziale und ökonomische Konsequenzen im Kontext von Gewalt vorzubeugen, wurde das Projekt "Violence and abuse" ins Leben gerufen. Hier werden Frauen und Mädchen mit Migrationshintergrund, welche von Gewalt betroffen sind oder waren, durch Fachexpert/innen beraten und unterstützt, damit sich ihre psychosoziale Gesundheit, Lebensqualität und Wohlbefinden verbessert. Die regionalen Wirkungsbereiche des Projekts sind die Bundesländer Niederösterreich und Wien.

Eine persönliche Beratung ist über Zoom und Microsoft Teams möglich.

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Telefonische Beratung

INTACT experts – Beratung, Prävention und Netzwerkaufbau, ein Projekt des Instituts für Frauen- und Männergesundheit/FEM Süd

Das Vorhaben dient der Verbesserung der Gesundheit von Frauen, die von Gewalt - insbesondere von FGM - betroffen sind sowie dem Schutz bedrohter Mädchen. Neben FEM Süd in Wien werden die Frauengesundheitszentren in Linz und Salzburg zu Anlaufstellen für betroffene Frauen und Mädchen. Informationsvermittlung und Bewusstseinsbildung für die Frauen erfolgen mittels Workshops, welche in Kooperation mit anderen Träger/innen stattfinden. Die Beratungen und Workshops werden in mehreren Erstsprachen angeboten und für Angehörige der Gesundheits- und Sozialberufe finden Schulungen zur Sensibilisierung statt.

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WomEn CARE, ein Projekt des Österreichischen Roten Kreuzes

Das Projekt „WomEn CARE“ unterstützt und berät von Gewalt betroffene und gefährdete Frauen (insbesondere FGM) und bietet eine Betreuung in medizinischer, psychologischer und rechtlicher Hinsicht an.
Darüber hinaus erfolgt Aufklärungs- und Präventionsarbeit für folgende Zielgruppen:
1. Vertreter/innen aus relevanten Berufsgruppen (z.B. Ärzte/Ärztinnen, Pflegepersonal, pädagogisches Personal)
2. Meinungsbildner/innen aus betroffenen Communities
3. betroffene bzw. gefährdete Frauen
4. Männer aus betroffenen Communities
Die ersten beiden Personengruppen werden in Workshops für die Thematik sensibilisiert und über Möglichkeiten im Umgang mit Betroffenen sowie Gefährdeten aufgeklärt. Im Rahmen der Workshops für Frauen und Männer wird über das Thema Gewalt und mit FGM verbundene Probleme gesprochen und über die rechtliche Situation in Österreich informiert. Ein weiteres Anliegen von WE CARE ist die gute Vernetzung aller Akteur/innen, um Unterstützung bei der Bewältigung von Gewalt gegen Frauen zu verbessern und zukünftige Fälle zu vermeiden.

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HERA - Gegen Gewalt an Mädchen* und Frauen* - Ein Empowerment und Peer-Education Projekt des Mädchenzentrums Klagenfurt

Das Projekt legt seinen Fokus auf (junge) Frauen und bietet ein Angebot zur psychosozialen Unterstützung. Mit den Maßnahmen wird die Selbstbestimmung von Mädchen und Frauen gefördert und ermöglicht damit einen Beitrag zu einem unabhängigen und autonomen Leben in Österreich, frei von Gewalt.

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FEMily, ein Projekt der Caritas

Das Projekt FEMily unterstützt Familien mit Migrationshintergrund in Oberösterreich, insbesondere Frauen und (weibliche) Jugendliche. Das Hauptziel des Projektes ist die Bekämpfung der Risikofaktoren, die Gewaltentstehung bei Migrant/innen begünstigen bzw. bedingen. Dies wird mittels ganzheitlicher Angebote und mit Einbindung der Zielgruppe, im Einzel- sowie im Gruppensetting, erreicht. Durch die verstärkte Einbindung von Peers aus Migrant/innen-Communities werden Brückenangebote in das Regelsystem geschaffen, die alle Familienmitglieder ansprechen:
Freizeitangebote für die ganze Familie mit sozialpädagogischer Begleitung, arbeitsmarktorientierte Aktivitäten und Beratung zu Vereinbarkeit für Frauen, aufsuchende Familienberatung für sozial- isolierte Familien und Präventionsworkshops für Jugendliche.

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