Dienstag, 13. November 2018 11:05

Europäisches Integrationsnetzwerk im ÖIF-Integrationszentrum

Vertreter/innen des Europäischen Integrationsnetzwerks (EIN) informierten sich beim ÖIF über bundesweite Integrationsmaßnahmen sowie gesetzliche Bestimmungen im Integrationsbereich. Der Fokus des Besuchs galt der Integration von weiblichen Flüchtlingen und Zuwanderinnen.

Am 12. November 2018 besuchten Vertreter/innen des Europäischen Integrationsnetzwerks (EIN) das Integrationszentrum Wien des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF), um sich ein Bild von den gesetzlich festgeschriebenen Maßnahmen zur Integration von Flüchtlingen und Zuwander/innen in Österreich zu machen. Der Schwerpunkt ihres Besuchs galt der Integration von Frauen.

Beiträge von Expertinnen zu Integrationsherausforderungen

Natalie Herold, stv. Leiterin der Abteilung Integrationskoordination im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA), stellte die Bestimmungen sowie die Umsetzung des Integrationsgesetzes vor, das im Juni 2017 in Kraft trat, während Migrationsexpertin und Mitglied des Expertenrats für Integration Gudrun Biffl die besonderen Herausforderungen bei der Integration von weiblichen Flüchtlingen in Österreich aufzeigte. Den Abschluss des Arbeitstreffens bildete die Vorstellung des Frauenintegrationsprojektes abz*Austria von Geschäftsführerin Manuela Vollmann.

Besonderes Interesse an Integrationsangeboten für Frauen

Die Vertreter/innen des EIN hatten im IZ Wien im Rahmen ihres Arbeitsbesuchs auch die Möglichkeit, an einem Wertekurs speziell für Frauen teilzunehmen:  In den ÖIF-Werte- und Orientierungskursen werden Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte über Grundwerte und Regeln des Zusammenlebens in Österreich wie Rechtsstaatlichkeit, Demokratie sowie Gleichberechtigung von Frauen und Männern informiert. Zudem wird wichtiges Alltagswissen zu Schul- und Bildungssystem, Arbeitsmarkt oder das österreichische Gesundheitswesen vermittelt. Weibliche Flüchtlinge werden in den Wertekursen über Gleichberechtigung, Frauenrechte sowie Anlaufstellen bei Gewalt in der Familie informiert und dabei unterstützt, ihre Chancen in Beruf und Gesellschaft in Österreich zu nützen.

Über das EIN

Das Europäische Integrationsnetzwerk (EIN) bringt Vertreter/innen nationaler Behörden aus allen 28 EU-Ländern und zwei Ländern des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR) - Island und Norwegen - zusammen, um die Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten zu fördern und den Dialog mit europäischen, nationalen, lokalen und regionalen Behörden sowie Organisationen der Zivilgesellschaft zu fördern. 

Das fünfte Treffen des Europäischen Integrationsnetzwerks (EIN) fand vom 12. bis 13. November 2018 in Wien statt und widmete sich vor allem der Integration von Migrantinnen in Europa. EIN-Mitglieder hatten die Möglichkeit, die Integrationspolitik Österreichs sowie österreichische Initiativen zur Stärkung von Migrant/innen kennenzulernen.

Natalie Herold, stv. Leiterin der Abteilung Integrationkoordination im Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres, informierte die EIN-Vertreter/innen über die Bestimmungen des Integrationsgesetzes.