Dienstag, 03. April 2018 14:36

Integrationsministerin Kneissl nimmt an ÖIF-Wertekurs für Flüchtlinge teil

Außen- und Integrationsministerin Karin Kneissl besuchte einen Wertekurs für arabischsprachige Flüchtlinge und präsentierte zukünftige Schwerpunkte der Integrationsarbeit.

Außen- und Integrationsministerin Karin Kneissl besuchte am 3. April 2018 einen Werte- und Orientierungskurs für arabischsprachige Flüchtlinge im Integrationszentrum Wien des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und sprach mit den teilnehmenden Asylberechtigten aus Syrien und dem Irak über Werte wie Rechtsstaatlichkeit und die Gleichberechtigung von Frauen und Männern. Kneissl betonte: „Es ist unabdingbar, dass wir die grundlegenden Werte und Regeln des Zusammenlebens in unserem Land klar kommunizieren. Ich freue mich, wie engagiert diese wichtige Aufgabe hier in der Praxis umgesetzt wird.“

Rascher Spracherwerb für gelungene Integration absolut notwendig

Im anschließenden Pressegespräch zog Karin Kneissl Zwischenbilanz über das 2017 in Kraft getretene Integrationsgesetz. „Mit dem Integrationsgesetz setzen wir die Devise ‚Fordern und Fördern‘ in der Praxis der Integrationsarbeit um“, denn, so Kneissl. „Die Migrationskrise der vergangenen Jahre darf nicht zur Integrationskrise werden.“ Die Integrationsministerin betonte zudem die Notwendigkeit, möglichst rasch Deutsch zu lernen und einen Beitrag für ein positives Zusammenleben in Österreich abseits von Religionszugehörigkeiten zu leisten.

Kneissl: Integration von Frauen noch stärker fördern

Integrationsministerin Kneissl kündigte an, die Förderung der Integration von Frauen noch weiter intensivieren zu wollen. Bereits Anfang März hatte sie Maßnahmen im In- und Ausland gegen Genitalverstümmelung bei Frauen und Mädchen präsentiert. Als weiteren Schwerpunkt für die Integrationsarbeit kündigte Kneissl an, gegen das Entstehen von Parallelgesellschaften sowie gegen radikale Tendenzen des politischen Islams vorzugehen. Außerdem soll das Bewusstsein dafür gestärkt werden, dass die Vermittlung der österreichischen Kultur und Identität ein wichtiger Schlüssel zur Integration ist: „Gelungene Integration geht über das Erlernen der deutschen Sprache und die Integration am Arbeitsmarkt hinaus. Es geht auch um eine Verbundenheit mit dem Land, in dem wir leben und um die Teilhabe am gesellschaftlichen Zusammenleben. Gelungene Integration verlangt daher immer auch nach persönlichem Engagement und Eigenverantwortung.“

Über die ÖIF-Wertekurse

Seit Ende 2015 nahmen über 41.000 Flüchtlinge an einem Werte- und Orientierungskurs des ÖIF teil. Seit Juni 2017 ist der Besuch eines Wertekurses für Asyl- und subsidiär Schutzberechtigte im Rahmen des Integrationsgesetzes verpflichtend vorgeschrieben. Teil der Werte- und Orientierungskurse ist die Information über Grundwerte und Regeln des Zusammenlebens in Österreich wie Rechtsstaatlichkeit, Demokratie und Gleichberechtigung von Frau und Mann. Zudem wird wichtiges Alltagswissen zu Schul- und Bildungssystem, Arbeitsmarkt oder Gesundheitswesen in Österreich vermittelt.

Integrationsministerin Karin Kneissl sitzt mit ÖIF-Direktor Franz Wolf neben Teilnehmern des Wertekurses, den sie am 4.April besucht hat.

Integrationsministerin Karin Kneissl nahm an einem Wertekurs für Flüchtlinge teil und stellte die künftigen Schwerpunkte ihrer Integrationsarbeit vor. © Mila Zytka