07.03.2022, 09:37 Uhr

Neue ÖIF-Publikation „Heimat großer Töchter" stellt 35 Frauen, die Österreich geprägt haben, in den Fokus

Präsentation mit Frauenministerin Susanne Raab und Monika Sommer im Haus der Geschichte Österreich

v.l.n.r. Johanna Rachinger, Bundesministerin Susanne Raab, Monika Sommer und Mirna Jukić © Thomas Unterberger

© Thomas Unterberger

Im Vorfeld des Weltfrauentags präsentiert der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) gemeinsam mit Integrationsministerin Susanne Raab und Direktorin Monika Sommer im Haus der Geschichte Österreich (HdGÖ) das Buch „Heimat großer Töchter. 35 Frauen, die Österreich geprägt haben“. Die beeindruckenden Biografien und unterschiedlichen Lebensentwürfe der Künstlerinnen, Wissenschaftlerinnen, Politikerinnen, Schriftstellerinnen oder Sportlerinnen, die in Österreich wirken oder gewirkt haben, sollen anderen Frauen Mut machen, ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und ihre Chancen in Österreich zu nutzen.

Vorbilder für ein selbstbestimmtes Leben in Österreich

Sie stammen aus verschiedenen Epochen, und ihre Biografien könnten unterschiedlicher nicht sein: 35 außergewöhnliche Österreicherinnen aus Geschichte und Gegenwart. Frauen, die durch ihre besonderen Leistungen auffallen und Österreich geprägt haben. Sie waren ihrer Zeit oft voraus und hatten es nicht immer leicht, sich zu behaupten. Sie stehen stellvertretend für die Vielfalt an weiblichen Vorbildern, die es in Österreich gibt, und sie zeigen, dass es sich lohnt, gegen vorgeschriebene Rollen aufzubegehren und sich gegen Benachteiligung und Unterdrückung zu wehren.

Integration ist weiblich: Frauen als Integrationsmotoren

Die Publikation zeigt, dass Frauen – mit oder ohne Migrationshintergrund – Österreich verändert haben und weiter prägen. Auch viele geflüchtete und zugewanderte Frauen erleben heute eine österreichische Gesellschaft, in der Frauen berufstätig sind und gleiche Rechte und Möglichkeiten einfordern. Sie selbst müssen oft große Hürden überwinden, um ihren Weg in der neuen Gesellschaft zu machen und spielen dabei oft eine wichtige Rolle im Integrationsprozess ihrer Familien.

Bundesministerin Susanne Raab betont: „Es liegt mir besonders am Herzen, Mädchen und Frauen dabei zu unterstützen, ein selbstbestimmtes Leben zu führen und ihre Chancen in Österreich zu ergreifen. Erfolgreiche Frauen mit und ohne Migrationshintergrund, wie die 35 großen Töchter Österreichs, die dieses Buch sichtbar macht, sind Vorbilder für junge Mädchen. Sie zeigen, welche Wege abseits von verfestigten Rollenbildern möglich sind. Sie beweisen uns: Frauen sind mutig, kreativ und stark und haben Österreich zu dem gemacht, was es heute ist. Auch vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse in unserer unmittelbaren Nachbarschaft, in der Ukraine, sehen wir deutlich, welche Kraft von Frauen ausgeht. Sie sind es, die die Familien in solchen Situationen zusammenhalten.“

Inspirierende Geschichten aus Kultur, Politik und Sport: Trotz Hindernissen an die Spitze

Im von Direktorin Monika Sommer geleiteten Haus der Geschichte Österreichs ist bis Juni 2022 noch die gleichnamige Ausstellung „Heimat großer Töchter. Zeit für neue Denkmäler“ zu sehen. Diese zeigt, dass viele Frauen aus der Geschichte zu ihrer Zeit um Dinge kämpfen mussten, die heute für uns selbstverständlich sind. Direktorin Sommer: „Noch in den 1970er Jahren mussten Ehemänner erlauben, dass ihre Frau berufstätig ist. Der Anruf von der Lehrerin Edith Traub beim damaligen Bundeskanzler brachte einen Stein ins Rollen. Nach weiteren Protesten wurde die diskriminierende Regelung abgeschafft und gesetzlich verankert, dass Ehepartner/innen gleichwertig sind. Das ist eine der Geschichten, die Mut machen und beweisen, dass engagierte Menschen viel bewegen können.“

Zu Gast bei der Präsentation sind auch zwei der porträtierten Vorbilder: Johanna Rachinger ist Generaldirektorin der Österreichischen Nationalbibliothek, die Förderung von Frauen ist ihr ein großes Anliegen. Daher sind mittlerweile fast 50 Prozent der leitenden Positionen in der Nationalbibliothek mit Frauen besetzt. „Bei gleicher Qualifikation bestelle ich die Frau. Manchmal muss man Frauen zum Ja-Sagen zu einer Führungsposition einfach nur ermutigen.“

Auch Mirna Jukić, ehemalige kroatisch-österreichische Schwimmerin, die im Jahr 2008 für Österreich bei Olympia eine Bronzemedaille holte, ist eine der großen Töchter. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie es ist, in einem fremden Land Fuß zu fassen. Als Integrationsbotschafterin engagiert sie sich bei der ÖIF-Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH. „Wenn ich mit Menschen mit Migrationshintergrund spreche, sage ich immer offen: Es kann sein, dass ihr euch doppelt so viel anstrengen müsst wie andere. Ihr dürft aber nie aufgeben und müsst eure Ziele im Auge behalten.“

 

Die Publikation „Heimat großer Töchter. 35 Frauen, die Österreich geprägt haben“ können Sie unter www.integrationsfonds.at/mediathek online herunterladen oder bestellen.

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