05.06.2020, 11:24 Uhr

ÖIF-Elternkurse als Ergänzung zur Sommerschule 2020

Bundesministerin Susanne Raab präsentierte Pläne für Elternkurse, die ergänzend zur Sommerschule stattfinden werden. Österreichischer Integrationsfonds (ÖIF) vermittelt dabei Eltern die Wichtigkeit, Kinder auf Bildungsweg zu unterstützen.

Bildungsminister Heinz Faßmann stellte die konkreten Pläne für die Sommerschule vor. Fotocredit: Andy Wenzel

Susanne Raab ging bei der Pressekonferenz in ihrer Funktion als Integrationsministerin besonders auf die Rolle von Eltern für den Bildungsweg ihrer Kinder ein. Fotocredit: Andy Wenzel

Am 5. Juni stellten Integrationsministerin Susanne Raab, Bildungsminister Heinz Faßmann sowie Präsident des Österreichischen Gemeindebundes Alfred Riedl die konkreten Pläne für die Sommerschule vor. Das Angebot basiert auf Freiwilligkeit und findet in den letzten zwei Ferienwochen statt. Schwerpunkt ist die Deutschförderung, weshalb die Zielgruppe vor allem außerordentliche sowie Schüler/innen sind, die in Deutsch zwischen Genügend und Nicht Genügend stehen. Um die Bildung der Kinder und Jugendlichen bestmöglich zu unterstützen, müssen auch die Eltern miteinbezogen werden. Aus diesem Grund hat der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) Elternkurse als Ergänzungsangebot zur Sommerschule geschaffen.
 

Integrationsministerin Susanne Raab: „Wir müssen die Eltern im Integrations- und Bildungsprozess der Kinder mitnehmen“

Insbesondere Schüler/innen mit Migrationshintergrund und mangelnden Deutschkenntnissen soll die Sommerschule dabei unterstützen, nicht am Bildungsweg zurückzufallen. Bundesministerin Susanne Raab verdeutlichte, warum es essentiell ist, hier die Eltern miteinzubeziehen: „Eltern sind Teil der Bildungskarriere ihrer Kinder. Sie müssen mit den Schulen kooperieren, mit den Lehrerinnen und Lehrern zusammenarbeiten und so ihre Kinder auch bestmöglich unterstützen.“ Die zentralen Herausforderungen, die in diesem Zusammenhang in der Integrationsarbeit auftauchen, sind zum einen mangelnde Deutschkenntnisse der Eltern und zum anderen fehlendes Bewusstsein für den hohen Stellenwert der Bildung. Hier setzen die ÖIF-Elternkurse an. Die Notwendigkeit das österreichische Bildungssystem zu erklären, sehe man vor allem auch in den verpflichtenden Wertekursen, so Susanne Raab. Teilnehmer/innen der Elternkurse erhalten grundlegende Informationen über das österreichische Schulsystem, werden über die Wichtigkeit der Mitwirkung am Bildungsweg von Kindern aufgeklärt und erhalten Tipps, wie sie ihre Kinder bestmöglich unterstützen können. Zudem können die Eltern an weiterführende Integrationsmaßnahmen vermittelt werden.

Die ÖIF-Elternkurse sind kostenlos und finden ab 22. Juni in den Integrationszentren des Österreichischen Integrationsfonds statt. Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Kursanmeldung finden Sie hier.