Pilotprojekt zur Förderung der Arbeitsmarktintegration in Braunau

Kooperation des ÖIF mit dem Land Oberösterreich und der Stadt Braunau unterstützt rumänische Migrant/innen beim Einstieg in den Arbeitsmarkt.

Bei der Pressekonferenz wurden zielgruppenspezifische Maßnahmen zur Arbeitsmarktintegration in Braunau und der Region präsentiert. © Land OÖ/Heinz Kraml

V.l.n.r.: Rudi Anschober (Landesrat), Carmen Stoichitescu (Volkshilfe), Kata Dilber (Leitung IZ OÖ), Johannes Waidbacher (Bürgermeister Braunau) © Land OÖ/Heinz Kraml

Im Rahmen einer Pressekonferenz am 6. November 2019 wurde in Braunau ein Pilotprojekt zur Förderung der Arbeitsmarktintegration rumänischer Migrant/innen präsentiert. Landesrat Rudi Anschober, Bürgermeister der Stadt Braunau Johannes Waidbacher, Leiterin des Integrationszentrums Oberösterreich Kata Dilber und Flüchtlingsbetreuerin der Volkshilfe Carmen Stoichitescu präsentierten den Medienvertreter/innen die geplanten Maßnahmen.

Anschober: "Wir freuen uns sehr über die Beteiligung des ÖIF"

Bürgermeister Johannes Waidbacher stellte zu Beginn Zahlen zur Bevölkerungs- und Zuwanderungsentwicklung vor. Durch den enormen Zuzug rumänischer Migrant/innen in die Region, in den letzten Jahren, ist die Idee entstanden zielgruppenspezifische Integrationsmaßnahmen zu setzen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Braunau, Landesrat Rudi Anschober und dem ÖIF wurde so das Pilotprojekt geschaffen. "Wir bauen auf die bereits vorhandenen Strukturen in der Region auf. Wir sind sehr froh, dass eine so gute Zusammenarbeit zwischen den Kooperationspartnern besteht.", so Waidbacher. Auch Landesrat Anschober hob die gute bestehende Kooperation in der Integrationsarbeit hervor und betonte dabei den hohen Stellenwert des ÖIF als verlässlichen Partner. Die Ausbildung und das Beherrschen der Sprache sind für ihn ganz klar Schlüsselfaktoren im Integrationsprozess. Dementsprechend wichtig ist es seines Erachtens nach Zuwander/innen gezielt bei der Arbeitsmarktintegration zu unterstützen. Nur so könne gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht werden. Um auf die Bedürfnisse rumänischer Migrant/innen einzugehen, findet im Zuge einer Informationsveranstaltung am 18. November 2019 ein Austausch mit den Kooperationspartnern und der Zielgruppe statt. Hier haben die Zuwander/innen die Möglichkeit sich direkt bei den Verantwortlichen über die verschiedenen Angebote zu informieren.

Dilber: "Ziel ist es, die Menschen so zu fördern und zu stärken, dass sie ein selbstbestimmtes Leben führen können und aktiv an der Gesellschaft partizipieren"

Im Anschluss an Anschober stellte Kata Dilber die Angebote des ÖIF in der Region vor. In Integrationskursen und Seminaren für Frauen werden die Teilnehmer/innen über essentielle Themen des österreichischen Lebens informiert. Zudem werden besonders Frauen dabei unterstützt ihre Chancen in Österreich zu erkennen und wahrzunehmen. Den Bedarf dieser Maßnahmen bestätigte Carmen Stoichitescu, die die Herausforderungen mit denen die Zielgruppe konfrontiert ist, durch ihre Arbeit aus erster Hand kennt. Weiters informiert der ÖIF die Migrant/innen in Beratungen darüber, wie sie den Grundstein für ein selbstbestimmtes Leben in Österreich führen können: "Neben Informationen zu unseren eigenen Maßnahmen und Angeboten bekommen die Menschen von den ÖIF-Berater/innen unter anderem Informationen zu den bereits vorhandenen Strukturen in der Region: Welche Organisationen oder Vereine gibt es und an wen kann ich mich womit wenden?" Der erste offene Beratungstermin für rumänische Migrant/innen findet am 22. November 2019 im Begegnungszentrum Braunau statt.