24.01.2020, 10:27 Uhr

Integrationsministerin Susanne Raab: „In Österreich haben Frauen viele Chancen, diese gilt es für Zuwanderinnen aktiv zu nutzen“

Dr. Susanne Raab diskutierte am Freitag mit weiblichen Flüchtlingen im ÖIF-Integrationszentrum Burgenland über Gleichberechtigung und Arbeitsmarkteinstieg

Eisenstadts Bürgermeister Thomas Steiner (links), Bundesministerin Susanne Raab (Mitte) und Direktor des ÖIF Franz Wolf (rechts) tauschten sich mit den Kursteilnehmerinnen aus. Foto: Martin Granadia

Schwerpunkt des besuchten Integrationskurses war die Arbeitsmarktintegration sowie die Selbstbestimmung von Frauen und die Förderung der Gleichberechtigung. Foto: Martin Granadia

Bundesministerin für Frauen und Integration Susanne Raab besuchte am 24. Jänner 2020 einen Integrationskurs mit Schwerpunkt Arbeitsmarktintegration von Frauen im Integrationszentrum Burgenland des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF). Mit den Teilnehmerinnen, asylberechtigten Frauen aus Afghanistan und dem Iran, sprach sie über deren berufliche Möglichkeiten und Ziele in Österreich. "Es ist wichtig, dass Migrantinnen in Österreich rasch Deutsch lernen und auf dem Arbeitsmarkt Fuß fassen“, so Ministerin Raab.  

„Wir unterstützen diese Frauen mit einer Reihe an Integrationsangeboten. Gerade für Frauen aus patriarchalen Kulturen kann eine Erwerbstätigkeit ein entscheidender Schritt Richtung Unabhängigkeit und Selbstbestimmung sein“, so Raab. Im Rahmen des Gesprächs betonte Integrationsministerin Raab die Gleichberechtigung zwischen Frauen und Männern in Österreich, sowohl in der Gesellschaft als auch am Arbeitsmarkt: "In Österreich haben Sie viele Chancen – nutzen Sie diese aktiv! Mit Engagement und Leistungsbereitschaft stehen Ihnen viele Türen offen.“ 
 

Burgenland: Rund 280 Teilnehmerinnen in ÖIF-Integrationskursen

Der ÖIF bietet in allen Integrationszentren bundesweit Beratungen und Integrationskurse an, darunter auch spezifische Angebote für Frauen, etwa zum Einstieg in den Arbeitsmarkt. In Kleingruppen können so Fragen zur gesellschaftlichen Integration in Österreich diskutiert und konkrete Schritte für den Berufseinstieg besprochen werden. Frauen kommt laut Bundesministerin Raab eine Schlüsselrolle bei der Integration in Österreich zu: „In der Integrationsarbeit fördern wir bewusst Frauen mit Migrationshintergrund, denn sie können für ihr Umfeld zu ‚Integrationsmotoren‘ werden. Wenn sie ihren Lebensweg in Österreich selbstbestimmt gestalten, sind sie damit auch Vorbilder für die nächste Generation. Sie geben die Einstellungen und Werthaltungen an ihre Kinder weiter.“ Ein wichtiger Schritt sind die verpflichtenden Integrationsmaßnahmen durch das Integrationsgesetz: „Seit der Besuch der Kurse gesetzlich verankert ist, hat sich der Anteil der Frauen in den Werte- und Orientierungskursen deutlich gesteigert. Inzwischen sind 50 Prozent aller Teilnehmer Migrantinnen und weibliche Flüchtlinge.“   
 

Im Fokus: Förderung der Integration von Frauen mit Migrationshintergrund

Die Integration von Frauen mit Migrationshintergrund ist ein zentraler Arbeitsschwerpunkt des Österreichischen Integrationsfonds und integraler Bestandteil sämtlicher laut Asyl- und Integrationsgesetz verpflichtender Maßnahmen wie der Orientierungsberatung, den Werte- und Orientierungskursen sowie Deutschkursen und aller ergänzenden Beratungsformate. Der ÖIF bietet laufend Informationsveranstaltungen für Migrant/innen ebenso wie für Multiplikator/innen im Integrationsbereich an. Alle Informationen zum Schwerpunkt der Frauenintegration finden Sie hier.