Mittwoch, 01. August 2018 13:55

"Teamplay ohne Abseits": Workshop in der Sportschule Lindabrunn

Die ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Integrationsbotschaftern Aytunç Bahar und Haris Halilovic mit Wurzeln in der Türkei und Bosnien und Herzegowina thematisierten im Workshop die Themen Integration und Vorurteile im Sport.

Im Rahmen der Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH des Österreichischen Integrationsfonds fand am 10. August 2018 ein „Teamplay ohne Abseits“-Workshop in der Sportschule Lindabrunn in Niederösterreich statt. Die ehrenamtlichen Integrationsbotschafter Aytunç Bahar und Haris Halilovic sprachen mit den Sportschülern über ihre Integration und die Herausforderungen ihres Werdegangs in Österreich. Außerdem diskutierten sie mit den Jugendlichen Fragen wie: „Wie kann Integration in Österreich gelingen?“ oder „Wie kann Sport einen positiven Beitrag zur Integration leisten?“

Zusammenhalt und Leistung stärken das Miteinander

Für den Polizisten Aytunç Bahar mit Wurzeln in der Türkei sind der Zusammenhalt und das Erbringen von Leistung der Schlüssel zur Integration: „Integration bedeutet für mich Zusammenhalt – wenn alle ihren Platz in der Mannschaft – und auch in der Gesellschaft – kennen und alle gut miteinander auskommen.“

Das gelte nicht nur im Sport, sondern auch für die Integration und den beruflichen Erfolg in Österreich: „Im Sport, im Fußball, spielt die Herkunft keine Rolle. Wichtig ist nur, dass die Mannschaft gut miteinander spielt, zusammenhält und Tore fallen. Das sollte auch in anderen Bereichen so sein.“ Den Sportschülern erklärte Aytunç Bahar, dass für ihn die Leistung und nicht die Herkunft im Vordergrund steht.

Halilovic: „Für gelungene Integration in Österreich braucht es Offenheit“

Für Haris Halilovic, selbst Student und ursprünglich aus Bosnien und Herzegowina, sind Offenheit und Verständnis für ein gutes Miteinander wichtig: „Für gelungene Integration in Österreich braucht es Offenheit.“ Wenn man Interesse für seine Mitmenschen zeige und aktiv auf sie zugehe, sei ein erster wichtiger Schritt in der Integration getan.

Im Gespräch mit den Jugendlichen appellierten Haris Halilovic und Aytunç Bahar an sie, zielstrebig für ihren Erfolg zu arbeiten: „Um eure Ziele in Österreich zu erreichen, dürft ihr euch nicht zu schade sein, auch einmal einen Umweg zu gehen.“ Menschen mit Migrationshintergrund müssten manchmal mehr geben, verdeutlichten sie den Schülern: „Das heißt: Manchmal muss man Aufgaben übernehmen, die vielleicht keinen Spaß machen. Macht sie trotzdem, macht sie gewissenhaft – am Ende werdet ihr sehen, dass sich diese Mühen gelohnt haben.“

Über „Teamplay ohne Abseits“

Seit 2011 geht die ÖIF-Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH mit ehrenamtlichen Integrationsbotschafter/innen in Schulen und Vereine, um Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zu motivieren, ihre Chancen in Bildung, Beruf und Gesellschaft zu nutzen. Die „Teamplay ohne Abseits“-Workshops ergänzen in Kooperation mit dem Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) seit dem Jahr 2015 diese Initiative.

Mit eigens entwickelten Workshops macht ZUSAMMEN:ÖSTERREICH das Thema Integration auch in Fußballvereinen und Einrichtungen für Nachwuchsförderung in ganz Österreich erlebbar. Trainer/innen haben damit die Möglichkeit, ihren Teams interessante Vorbilder aus Sport und Integration vorzustellen und zusammen mit diesen Integrationsbotschafter/innen den Zusammenhalt in ihren Mannschaften zu stärken. Begleitet wird die Aktion von der gleichnamigen Broschüre „Teamplay ohne Abseits“, die Zahlen und Fakten zu Integration im Fußball liefert, zentrale Begriffe wie Vorurteil, Migrant oder Asylwerber erklärt und aufzeigt, wie Sportvereine von den kostenlos angebotenen ZUSAMMEN:ÖSTERREICH-Workshops profitieren können.

Weitere Infos unter www.zusammen-oesterreich.at

"Teamplay ohne Abseits": Workshop in der Sportschule Lindabrunn

Für Integrationsbotschafter Aytunç Bahar bedeutet Integration Zusammenhalt.

Haris Halilovic ist davon überzeugt, dass es für gelungene Integration in Österreich vor allem Offenheit braucht.