03.11.2021, 10:31 Uhr

Verleihung des Liese Prokop Stipendiums an asylberechtigte Studierende

Am 2. November fand die feierliche Verleihung des Liese Prokop Stipendiums an 16 Studierende aus Syrien statt.

Verleihung des Liese Prokop Stipendiums 2021/22: Fitore Morina (Z:Ö), Integrationsministerin Susanne Raab, ÖIF-Direktor Franz Wolf und Gunnar Prokop © Thomas Unterberger

Fitore Morina von ZUSAMMEN:ÖSTERREICH mit Rand Allababidi (Stipendium Humanmedizin) und Yamen Ali (Stipendium Zahnmedizin) © Thomas Unterberger

Am 2. November 2021 luden Bundesministerin Susanne Raab und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) zur feierlichen Verleihung des Liese Prokop Stipendiums ein. Im Grete Rehor Saal des Bundeskanzleramts wurde das Stipendium für das Jahr 2021/22 an die Stipendiatinnen und Stipendiaten vergeben. Überreicht wurden die Stipendien von Bundesministerin Susanne Raab, Gunnar Prokop, dem Ehemann der verstorbenen Innenministerin Liese Prokop, nach der das Stipendium benannt ist, und Franz Wolf, dem Direktor des Österreichischen Integrationsfonds.

Integration fördern, Chancen nutzen

Seit 2007 unterstützt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) mit dem Liese Prokop Stipendium asylberechtigte Studierende. Dieses Jahr kommen die von einer Kommission ausgewählten Studierenden aus Syrien und studieren Bauingenieurwesen, Humanmedizin, Zahnmedizin und Pharmazie. Bundesministerin Susanne Raab: „Das Liese Prokop-Stipendium ist nach der ersten Innenministerin Österreichs, die sich stark für die Rechte von Frauen in Österreich eingesetzt hat, benannt. Nicht nur als Politikerin, sondern auch als Spitzensportlerin hat Liese Prokop vorgelebt, dass man mit einem starken Willen und Motivation seine Ziele erreichen kann. Das spiegelt den Inbegriff des Stipendiums wider, nämlich dass man durch Leistung und Engagement seinen Weg in Österreich machen kann.“

Die Studierenden selbst kamen ebenfalls zu Wort. Rand Allababidi, Studienanfängerin der Humanmedizin, betonte, man könne alles schaffen, wenn ein Wille dahinterstehe. Durch ihr Stipendium sieht sie die Chance, den eigenen Horizont zu erweitern und ein aktives Mitglied der Gesellschaft in Österreich sein. Yamen Ali, der sein Studium der Zahnmedizin fortsetzt, hob die Bedeutung des Stipendiums für seinen Studienerfolg hervor. „Das Stipendium hat mir die notwendige Zeit verschafft, um die Prüfungen gut absolvieren zu können.“ Durch die finanzielle Unterstützung sei es möglich, das Studium schneller abzuschließen und am österreichischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Im Anschluss daran erinnerte Gunnar Prokop an seine Frau, die Namensgeberin des Stipendiums. Gemeinsam mit Integrationsministerin Susanne Raab und ÖIF-Direktor Franz Wolf überreichte er die Diplome an die 16 Stipendiatinnen und Stipendiaten.

Über das Liese Prokop Stipendium

Das Liese Prokop-Stipendium wird seit 2007 an engagierte, asylberechtigte Studierende mit sehr gutem Studienerfolg vergeben, die in Österreich keine staatliche Studienförderung erhalten und daher finanziell beim Studium unterstützt werden. Bisher wurden mehr als 600 Studierende gefördert, die an einem Vorstudienlehrgang teilnahmen oder ihr Studium an einer österreichischen Universität nostrifizieren ließen. Die Stipendiatinnen und Stipendiaten werden sowohl beim Absolvieren ihres Studiums als auch beim Einstieg in den österreichischen Arbeitsmarkt unterstützt. Wichtiger Teil des Programms sind außerdem die kulturelle und gesellschaftliche Weiterbildung: So besuchen die Studierenden beispielsweise das Parlament, den Stephansdom oder das Kunsthistorische Museum, um mehr über die österreichische Geschichte und Kultur zu erfahren. Darüber hinaus umfasst das Stipendienprogramm Weiterbildungsseminare und Vernetzungstreffen. Durch Kooperationen mit Partner-Organisationen wie dem Karriereservice der Uni Wien oder der UNO profitieren die Studierenden bei Bewerbungstrainings direkt vom Wissen ausgewiesener Expertinnen und Experten.