Ausgabe: 08 Gemeinschaft

„Eines der ersten Zeichen für den Verlust des Zusammenhalts innerhalb einer Gesellschaft ist Respektlosigkeit.“

David Miller ist einer der bekanntesten politischen Philosophen Großbritanniens und Professor für Politische Theorie in Oxford.

„Sozialer Zusammenhalt muss hergestellt und über tägliche Prozesse erhalten werden.“

Eva Grabherr ist Geschäftsführerin der Projektstelle für Zuwanderung und Integration „okay.zusammen leben“ in Vorarlberg.

„Der Zusammenhalt in einer Gesellschaft ist förderlich, wenn er offen für Neue bzw. Neues ist.“

Franz Scharl ist Weihbischof in der Erzdiözese Wien und zudem promovierter Doktor der Philosophie.

„Integration benötigt ein Modell der Zukunft, das produktive Rollen für alle imaginiert. Daraus leitet sich Zusammenhalt ab.“

Harald Katzmair ist Geschäftsführer der in Wien ansässigen sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft FASresearch.

„Ohne einen klaren eigenen Standpunkt gerät der Mensch schnell in eine Verunsicherung. Dies führt zur Angst vor dem Fremden.“

Matthias Beck ist Universitätsprofessor für Moraltheologie an der Uni Wien sowie Mitglied der Päpstlichen Akademie für das Leben.

„An sich ist Religion etwas Positives, weil sie den Mensch zum Gutsein anleitet. Problematisch wird es, wenn sie zur Abgrenzung benützt wird.“

Gudula Walterskirchen ist Buchautorin, promovierte Historikerin, freie Journalistin und Kolumnistin.

„Je mehr ,multi‘, desto schwieriger der Zusammenhalt. Aber jede Gesellschaft war, ist und wird ,multi‘ sein. Mal mehr, mal weniger.“

Michael Wolffsohn ist einer der führenden Experten für die Analyse der internationalen Politik.

„Der zentrale Begriff für die Ermöglichung gelingender sozialer Beziehungen in modernen liberalen Gesellschaften sind gemeinsam erkannte und auch anerkannte Werte.“

Christian Stadler ist Mitglied des Expertenrats für Integration des BMEIA und Professor für Rechtsphilosophie an der Uni Wien.