10 Heimat und Identität

"Heimat ist ein Sehnsuchtsbegriff und keine Sache sicheren, sesshaften, unhinterfragten Besitzes."

Interview mit Jan Assmann

Jan Assmann betont, dass Zugehörigkeit durch Erinnerung und Imagination bzw. durch eine gemeinsame Zukunft und gemeinsame Ziele entsteht. Integration muss vor allem auf gemeinsame Ziele setzen, die sich auch Einwanderer mit ganz anderen Herkünften zu eigen machen können.

Wie definieren Sie Heimat?

Heimat ist zunächst ganz klar orts- und herkunftsgebunden. Den geflohenen Ägypter Sinuhe zog es zurück nach Memphis, Odysseus zurück nach Ithaka, Heidi zurück nach Maienfeld, mich selbst zum Beispiel, der ich die ersten zehn Jahre meines Lebens in Lübeck verbracht habe, zog es dorthin zurück. Dann aber ist mir Heidelberg zur „zweiten Heimat“ geworden und darüber hinaus auch Gurna, ein Dorf in Oberägypten, wohin ich sicher 40 Mal zu Ausgrabungen reiste. Paris, wo ich ein Jahr studierte und wohin ich oft zurückkehrte. Und ganz besonders Traunkirchen in Oberösterreich, wo wir vor 47 Jahren eine alte Mühle kauften und seitdem jeden Sommer mit Kindern, Enkeln, Verwandten und Freunden verbringen. Auch der verpflanzte Mensch kann andernorts Wurzeln schlagen. Der Philosoph Karl Jaspers, der im Dritten Reich wegen seiner jüdischen Frau seine Professur verlor und sich aus der Enge seines praktischen Hausarrests befreite, indem er sich mit Konfuzius beschäftigte, schrieb 1947 an Hannah Arendt: „China ist mir – wenn man so übertrieben und töricht reden dürfte – fast zu einer zweiten Heimat geworden.“

Halten sie es auch für möglich, dass eine neue Heimat nicht nur, wie Sie sagen, zur „zweiten Heimat“ wird, sondern eine alte komplett ersetzen kann?

Ersetzen nicht. Sie kann, wie gesagt, zur zweiten Heimat werden.

Warum ist der Begriff Heimat derzeit so präsent?

Weil es so viele Menschen aus ihrer Heimat verschlagen hat. Heimat ist ein Begriff, der zu leuchten anfängt, wenn man sie verloren hat.

Heimat gewinnt also in Zeiten von Globalisierung und Migration an Bedeutung?

Ja. Heimat ist ein Sehnsuchtsbegriff und keine Sache sicheren, sesshaften, unhinterfragten Besitzes.

Bemerken Sie in der Gesellschaft so etwas wie eine Sorge vor Heimatverlust als Folge von Digitalisierung,Globalisierung und Migration?

In der Gesellschaft hat es gewiss seit Urzeiten die Sorge vor Veränderung gegeben. Deshalb gab es die vielen Riten und Rituale, die dafür sorgen sollen, dass sich alles wiederholt und dadurch bleibt, wie es ist. Das klassische Beispiel ist das Judentum, das es kraft seiner Ritualisierung auch des Alltagslebens vermocht hat, auch den Verlust der alten Heimat in der fast 2000-jährigen Diaspora zu überstehen. Der Dichter Heinrich Heine hat die Tora – die fünf Bücher Mose – ein „portatives Vaterland“ genannt. Eine Heimat, die man überallhin mitnehmen konnte, wohin es einen verschlug, weil sie für die Juden nicht nur ein Lesebuch war, sondern ein „Drehbuch“, das sie ihrer gesamten Existenz zugrunde legten. Die Frage, ob es in der Gesellschaft die Sorge vor Heimatverlust als Folge von Digitalisierung – bzw. diese Sorge selbst – gibt, ist in meinen Augen unsinnig. Anders steht es mit der Globalisierung, die die Welt so stark verändert hat, dass für viele auch die „Heimat“ davon betroffen ist. Ein Beispiel sind die Einkaufsstraßen größerer Städte, in denen die altvertrauten Läden Geschäften Platz machen mussten, wie man sie in jedem größeren internationalen Flugplatz findet. Auch Migration ist in rechtskonservativen Kreisen ein Grund zur Sorge vor Heimatverlust, die man ernst nehmen und durch Aufklärung in Sachen Menschenrechte, Menschenpflichten und Konvivenz bearbeiten muss.

Kommen wir zum Begriff der Identität. Gibt es so etwas wie eine gemeinsame kulturelle Identität?

Natürlich gibt es eine kulturelle Identität. Aus der Sicht des Individuums ist kulturelle Identität eine Prägung, die der Einzelne durch die Sprache und die Traditionen der Gesellschaft, in der er aufwächst, empfängt. Sie kann je nach Veranlagung und Bildungschancen sehr verschieden ausfallen. Aus Sicht der Gesellschaft ist kulturelle Identität etwas, das sie ihren Mitgliedern als etwas Gemeinsames vermitteln will. Kulturelle Identität wird besonders dann brisant, wenn es um bedrohte Minderheiten geht: Sprachen, die aussterben, Gruppen, die aufgrund ihrer kulturellen, insbesondere religiösen, Traditionen verfolgt werden. Wäre die allgemeine Erklärung der Menschenrechte nicht so einseitig auf die Rechte des Individuums bezogen, gäbe es sicher auch das Recht einer Gruppe auf kulturelle Identität. Dieses Recht darf aber nicht so verstanden werden, als berechtigte es zum Ausschluss Fremder. Die Frage der kulturellen Identität nimmt sich ganz anders aus, wenn eine Mehrheitsgesellschaft ihre kulturelle Identität durch Einwanderer bedroht sieht. Identität ist keine Frage von Einschluss und Ausschluss, geschweige von Freund und Feind. Die kulturelle Identität einer Mehrheitsgesellschaft kann durch Zuwanderung bereichert, aber nicht gefährdet werden.

Weil eine kulturelle Identität nicht homogen sein kann?

Genau, eine kulturelle Identität ist nichts Homogenes, sondern etwas Vielgestaltiges, aus vielen Quellen Gespeistes, das überdies an politischen Grenzen nicht Halt macht. Man darf kulturelle nicht mit nationaler Identität verwechseln. Ein Satz wie „Der Islam gehört nicht zu Deutschland“ kann national oder kulturell gemeint sein. Im nationalen Verständnis würde er voraussetzen, dass Deutschland ein christlicher Staat ist, der Nichtchristen ausschließt oder zu Bürgern zweiter Klasse herabstuft, so wie Israel ein jüdischer, Pakistan ein islamischer, Myanmar ein buddhistischer Staat ist. Zum Glück ist das in Deutschland nicht der Fall. Deutschland ist ein säkularer Staat. Der Islam gehört zu Deutschland, weil gut 4,5 Millionen Muslime in Deutschland leben und Deutschland das Menschenrecht auf freie Religionsausübung garantiert. Im kulturellen Verständnis bedeutet der Satz, dass die kulturelle Identität Deutschlands mit dem Islam inkompatibel ist. Das ist aus vielen Gründen falsch. Erstens bilden die Muslime eine kleine Minderheit, etwa 5,5 Prozent, und können daher keine Gefahr für die deutsche bzw. europäische bzw. westlich-demokratische Identität darstellen. Zweitens gibt es seit mehr als 1000 Jahren vielfältigste Verflechtungen zwischen islamischer und europäischer Kultur. Drittens gibt es die große Gemeinsamkeit des abrahamitischen Monotheismus. Aus verfassungsrechtlichen Gründen allerdings gehören islamische Richtungen wie der Salafismus genauso wie alle anderen verfassungsfeindlichen, antidemokratischen Gruppierungen nicht zu Deutschland, genauso wenig wie zu allen anderen Ländern, die sich eine demokratische, auf der Anerkennung der Menschenrechte basierende Verfassung gegeben haben – was bedeutet, dass sie beobachtet und besonderen Kontrollen unterworfen werden müssen. Kulturelle Identität ist die Sache jenes „geistigen Anhangens“, von dem Hugo von Hofmannsthal in seiner Rede über „Das Schrifttum als geistiger Raum der Nation“ gesprochen hat: „Nicht durch unser Wohnen auf dem Heimatboden, nicht durch unsere leibliche Berührung in Handel und Wandel, sondern durch ein geistiges Anhangen vor allem sind wir zur Gemeinschaft verbunden.“

Der Begriff der Identität wird in gesellschaftlichen Debatten über Integration, Kultur und Gemeinschaft derzeit besonders kontrovers diskutiert. Worauf führen Sie diese Debatte zurück?

Dass der Begriff der kollektiven Identität überhaupt diskutiert wird, ist etwas Neues, das es vor 1980 herum nicht gegeben hat. Drei Dinge kommen hier zusammen: die Vergangenheit, deren ganze Last und Bedeutung erst jetzt zu allgemeinem Bewusstsein kommt – wie etwa Entkolonialisierung und Anerkennung schuldhafter Vergangen heit; das Verblassen von Fortschritts- und Zukunftsoptimismus; und die Globalisierung mit entsprechendem Geltungsschwund partikularer Identitäten. Die Debatten verschärften sich im Zuge verstärkter Migration.

Wie kann hinsichtlich der Identität ein gemeinsames Narrativ entstehen, mit dem sich alle Mitglieder einer Gesellschaft identifizieren können?

Ein gemeinsames Narrativ ist Sache nationaler, nicht kultureller Identität, und nationale Identität ist eine moderne, das heißt mit dem 19. Jahrhundert aufgekommene Erscheinung. Die nationale Identität Deutschlands beruht auf der Anerkennung der Schuld, die Deutschland durch die Verbrechen des NS, den Zweiten Weltkrieg und den Holocaust gegenüber anderen Völkern und Gruppen auf sich geladen hat. Identität ist aber nicht nur eine Sache innerer Zugehörigkeit, sondern vor allem auch äußerer Zuschreibung. Man kann sie sich nicht aussuchen. Das gilt auf individueller wie auf politischer Ebene. Ohne die Anerkennung und lebendige Erinnerung dieser Vergangenheit hätte Deutschland in der Staatengemeinschaft für immer sein Gesicht verloren.

Weil Sie die Vergangenheit erwähnen – welche Bedeutung hat sie für eine gemeinsame Identität?

Die Vergangenheit, auf deren lebendig gehaltener Erinnerung die Identität einer Gruppe beruht, ist eine normative Vergangenheit. Sie umfasst all das, was nicht in Vergessenheit geraten darf, wenn sich eine Gruppe, und das heißt ihre Identität, wiedererkennbar durch die Zeiten- und Generationenfolge reproduzieren will. Die Bedeutung der Zukunft beruht auf gemeinsam geteilten Zielen, also Vorstellungen von dem, was man als Gemeinschaft werden, was man erreichen will. Die europäischen Staaten beispielsweise haben – zumindest zum immer noch größeren Teil – das gemeinsame Ziel, Teil eines geeinten Europa zu werden und dafür ihre nationale Identität und politische Souveränität ein Stück weit zurückzunehmen zugunsten einer gemeinsam erstrebten europäischen Identität.

Inwiefern hängen Heimat, Identität und Kultur zusammen?

Eine sowohl individuelle wie kollektive Identität ist geprägt sowohl durch Heimat im Sinne eines materiellen „Anhangens“ an „unser Wohnen auf dem Heimatboden, … unsere leibliche Berührung in Handel und Wandel“ (Hofmannsthal) als auch im Sinne eines „geistigen Anhangens“ an die gemeinsame Sprache, Religion, Literatur etc. Eben all das, was Kultur ausmacht. Kurz: Heimat und Kultur prägen eine Identität im Sinne eines materiellen und eines geistigen Rahmens. Wobei diese beiden Rahmen kein „stahlhartes Gehäuse“ (Max Weber) darstellen, sondern flexibel, erweiterungsfähig und mehr oder weniger stark emotional besetzt sind.

Welche Rolle spielt sowohl bei der persönlichen als auch gemeinschaftlichen Identität insbesondere die Kultur?

Kultur ist das, was uns mit „unseresgleichen“ verbindet und von anderen unterscheidet, was aber zugleich auch Techniken der Übersetzung und transkulturellen Verständigung und Kooperation ausbildet, die kulturelle Grenzen bzw. Differenzen überwinden. Überdies gibt es Gemeinsamkeiten, die universal oder wenigstens kulturübergreifend sind. Als Menschen teilen wir alle gewisse Grundbedürfnisse, die in den universal gedachten Menschenrechten kodifiziert sind. Kulturübergreifende Gemeinsamkeiten sind die moderne Technik, die Wissenschaft, das Internet und in engerem Rahmen Demokratie, Monotheismus, Philosophie, das Englische als lingua franca, klassische und Popmusik und vieles andere mehr. Kultur sollte auf keinen Fall als eine Sache von Abschottung und Ausschließung verstanden werden, sondern im Gegenteil als die Ermöglichung von Gemeinsamkeit, Verständigung und Zusammenarbeit.

Das setzt vor allem eines voraus – Vertrauen.

Vertrauen ist eine Frage der Aufrichtigkeit. Solange sich eine Gesellschaft auf Wahrheit und Recht als alle sonstigen Differenzen übergreifende Prinzipien verpflichtet, ist sie vertrauenswürdig. Nicht Heterogenität, sondern Unaufrichtigkeit – also „Fake News“, „alternative facts“, falsche Wahlversprechen, Korruption und Intransparenz – zerstören das Vertrauen in einer Gesellschaft.

In Zusammenhang mit Identifikation und Heimat ist auch immer wieder von Zugehörigkeit die Rede. Wie entsteht Zugehörigkeit?

Zugehörigkeit entsteht durch Erinnerung und Imagination bzw. durch gemeinsame Herkunft und gemeinsame Ziele. Integration muss vor allem auf gemeinsame Ziele setzen, die sich auch Einwanderer mit ganz anderen Herkünften zu eigen machen können. Als die USA im 19. Jahrhundert zu einem Einwanderungsland wurden, entstand die Idee des „amerikanischen Traums“ als ein gemeinsames Ziel: Jeder, unabhängig von Herkunft und Status, kann es hier zu Reichtum und Ansehen bringen, wenn er sich einbringt. Nur Leistung zählt. Dieser Traum ist allerdings seit etwa 40 Jahren verblasst, als klar wurde, wie ungleich die Aufstiegschancen verteilt sind, und für die unterprivilegierten Minderheiten Gemeinsamkeiten der Herkunft und kulturellen Identität immer wichtiger wurden. An die Stelle der Metapher des „Schmelztiegels“ trat die der „Salatschüssel“. Auch im Zeichen der Salatschüssel kann Integration gelingen, wenn gegenseitiger Respekt garantiert ist sowie die gemeinsame Anerkennung übergeordneter Prinzipien zivilen Zusammenlebens.

Um konkreter zu werden: Wie viel Zugehörigkeit und Identifikation mit der Aufnahmegesellschaft bzw. ihrer Lebensweise, ihren Werten und ihrer Kultur ist für die Integration von Zuwanderern und Flüchtlingen unbedingt notwendig?

Mehr als die gemeinsame Anerkennung übergeordneter rechtlicher und Anstandsregeln zivilen Zusammenlebens ist zunächst nicht erforderlich. Auf dieser Grundlage kann dann eine graduelle und partielle Identifikation mit den Werten und der Kultur der Aufnahmegesellschaft entstehen, die man aber nicht im Sinne einer „Leitkultur“ voraussetzen kann.

Was kann der Staat tun, um das Zugehörigkeitsgefühl von Migranten zu fördern? Inwiefern kann der Einzelne die Stärkung der Zugehörigkeit und Identifikation unterstützen? Und nicht zuletzt: Was müssen die Zuwanderer selbst tun? 

Was der Staat tun kann, ist, Programme der Versorgung und Ausbildung aufzulegen und den vielen ehrenamtlichen Helfern die entsprechende Anerkennung und Unterstützung zuteilwerden zu lassen. Was die Zuwanderer tun können, ist, die Sprache zu lernen, die Arbeitsangebote wahrzunehmen und die rechtlichen und Anstandsregeln der Aufnahmegesellschaft zu beachten. Was die Aufnahmegesellschaft tun kann, ist, Respekt und Empathie aufzubringen für die (Leidens-)Geschichte und Kultur der Einwanderer (soweit sie nicht – wie zum Beispiel Ehrenmorde, Mädchenbeschneidung, Unterdrückung der Frau usw. – geltende Regeln von Recht und Anstand verletzen) und fremdenfeindliche Reaktionen und Aktionen zu ahnden und zu überwinden.

Wie soll die Politik mit der Vielfalt an Identitäten und den Konflikten, die sich daraus ergeben, umgehen?

Die Politik soll die geltende Rechtsordnung, der sich alle Parteien, auch die rechten und linken, verpflichtet haben, nach den Regeln der Gerechtigkeit mit Augenmaß und Verantwortung umsetzen. Die größten Konfliktfelder liegen aufseiten der Aufnahmegesellschaft bei Fremdenhass, Xenophobie und Egoismus und aufseiten der Zuwanderer bei radikalen und militanten religiösen Richtungen – Salafismus, Jihadismus etc. Hier kommt es auf Wachsamkeit und Entschlossenheit an.

Was sind Ihrer Meinung nach Gründe dafür, dass sich Menschen mit einem Land und seiner Kultur bzw. Lebensweise nicht identifizieren, obwohl sie seit Jahrzehnten in diesem Land leben?

Den klassischen Grund bilden religiöse Assimilationsverbote, die naturgemäß in Diaspora-Situationen ein schweres Problem darstellen können. Im Judentum, das in dieser Hinsicht wohl die stärksten Regeln vorgibt, hat sich schon in der Antike das Prinzip „Die Torah zusammen mit dem Weg (der Kultur und Lebensweise) des (Gast-)Landes“ herausgebildet. Das sollte für alle Zuwanderer gelten, die sich heimischen Traditionen verpflichtet fühlen und auch im Gastland unter allen Umständen an ihnen festhalten wollen.

Und wie ist umgekehrt zu erklären, dass sich Menschen mit Ländern, Kulturen und Gepflogenheiten identifizieren, die tausende Kilometer entfernt sind?

Wenn es sich um Diaspora-Situationen handelt, ist der Fall klar. Diaspora bedeutet, im fremden Land dem eigenen Land treu zu bleiben, wie viele Kilometer auch immer es entfernt ist. So sind die Juden mit Israel, die Armenier mit – dem ehemaligen – Armenien, die Griechen mit Griechenland, die Türken mit der Türkei verbunden. Das gilt nicht allgemein und setzt einen starken Kern der Gemeinsamkeit voraus, wie die katastrophenreiche Geschichte für Juden und Armenier, das Ideal der „Gleichheit“ (homogeneia) von Auslands- und Inlandsgriechen, das „Türkentum“ bei den Türken.

Jan Assmann ist einer der bedeutendsten Kulturwissenschaftler der Gegenwart. Er entwickelte unter anderem Theorien zum Monotheismus und generierte gemeinsam mit Aleida Assmann das Konzept des kulturellen Gedächtnisses. Er ist emeritierter Professor für Ägyptologie und Honorarprofessor für Allgemeine Kulturwissenschaft und Religionstheorie. 2018 erhielt er gemeinsam mit seiner Frau Aleida Assmann den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Zu seinen Veröffentlichungen gehören unter anderem „Das kulturelle Gedächtnis. Schrift, Erinnerung und politische Identität in frühen Hochkulturen“ und „Moses der Ägypter: Entzifferung einer Gedächtnisspur“.

Die Ausgaben

10 Heimat und Identität
01 Verschleierung im Islam
02 Islam europäischer Prägung
03 Menschen türkischer Herkunft in Österreich
06 Parallelgesellschaften
07 Sozialstaat
08 Gemeinschaft
04 Migration und Sicherheit
05 Gewalt gegen Frauen
09 Schule und Migration