Statistisches Jahrbuch 2017

Das Statistische Jahrbuch "migration&integration 2017" präsentiert aktuelle Zahlen und Fakten zu Themen wie Zuwanderung, Sprache und Bildung von Migrant/innen, Arbeitsmarkt und Qualifikation sowie zur Identifikation von Zuwander/innen mit Österreich.

Bevölkerung mit Migrationshintergrund wuchs 2016 um 85.000 Personen

Im Durchschnitt des Jahres 2016 lebten rund 1,898 Mio. Personen (22,1%) mit Migrationshintergrund in Österreich, um 85.000 mehr als 2015 (1,813 Mio.). Von diesen waren 1,415 Mio. selbst im Ausland geboren, weitere 483.000 gehörten als in Österreich geborene Nachkommen von Eltern mit ausländischem Geburtsort der sogenannten zweiten Generation an, Dies geht aus dem Statistischen Jahrbuch für Migration und Integration hervor, das von Statistik Austria zusammengestellt und heute veröffentlicht wurde.

 

130.000 Asylwerber 2015 und 2016  36.720 Anerkennungen als Flüchtling

Laut Zahlen des Innenministeriums haben sich die Asylanträge 2016 (42.285 Anträge) im Vergleich zu 2015 (88.340) mehr als halbiert. 2015 und 2016 stellten in Summe 130.625 Personen einen Asylantrag in Österreich. Dei meisten Asylsuchenden stammten 2016 aus Afghanistan (11.794), Syrien (8.773) und dem Irak (2.862). Insgesamt 36.720 Personen wurden 2015 und 2016 als Flüchtling anerkannt, davon 23.642 aus Syrien, 3.839 aus Afghanistan sowie 1.965 aus dem Irak.

 

21% der Erwerbstätigen haben Migrationshintergrund

Von den insgesamt 4,22 Mio. Erwerbstätigen im Jahresdurchschnitt 2016 hatten 21% (knapp 900.000 Personen) Migrationshintergrund. Den größten Anteil darunter hatten Erwerbstätige aus jugoslawischen Nachfolgestaaten außerhalb der EU: Sie machten 6,1% aller Erwerbstätigen aus. Erwerbstätige aus den ab 2004 beigetreten EU-Staaten stellten 5,7% aller Erwerbstätigen, jene aus den EU-Staaten vor 2004 bzw. EFTA-Staaten 3,3%. Erwerbstätige mit türkischem Migrationshintergrund machten 2,7% aus, jene aus sonstigen Drittstaaten 3,4%.

Im Vergleich zu 2015 (4,148 Mio.) erhöhte sich die Anzahl der Erwerbstätigen um rund 72.000. Von diesem zuwachs entfielen 42.000 auf Erwerbstätige mit Migrationshintergund, insbesondere aus sonstigen Drittstaaten (+19.000) sowie aus den ab 2004 beigetretenen EU-Staaten (+18.000).