ZUSAMMEN:ÖSTERREICH Schulbesuch in Feldkirch: "Die Sprache ist das wichtigste Werkzeug"

Integrationsbotschafter Mike Galeli und Murat Üstün diskutierten mit Schüler/innen der der Landesberufsschule (LBS) Feldkirch über Integration, gegenseitigen Respekt und das Nützen von Chancen.

V.l.n.r.: Mike Galeli, ZUSAMMEN:ÖSTERREICH-Mitarbeiterin Veronika Regl, Murat Üstün, Direktorin der LBS Feldkirch Barbara Bergmeister-Keckeis und Lehrer Christian Willam

Die Integrationsbotschafter Mike Galeli und Murat Üstün teilten ihre persönliche Integrationsgeschichte mit den Jugendlichen.

Am 16. Mai besuchten Schauspieler, Designer und Ex-ORF-"Dancing Star" Mike Galeli und Komponist Murat Üstün (beide mit Wurzeln in der Türkei) gemeinsam mit der Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) die Landesberufsschule (LBS) Feldkirch. In ihrer Funktion als ehrenamtliche Integrationsbotschafter sprachen sie mit den rund 30 Schülerinnen und Schülern ihren persönlichen Integrationsweg, den Umgang mit Herausforderungen und Bedingungen für gelingende Integration.

Galeli: "Nutzt die Chancen, die ihr in Österreich habt"

Für den in der Türkei geborenen Schauspieler, Designer und Unternehmer Mike Galeli sind gegenseitiger Respekt, Engagement und die Bereitschaft etwas zu leisten die Grundlage für funktionierendes gesellschaftliches Miteinander "Ich habe von Anfang an das Signal gegeben, dass ich in Österreich leben will und dementsprechend habe ich mich auch verhalten." Der offene Umgang miteinander und gemeinsame Wertebasis sind für ihn im Integrationsprozess genauso unabdingbar: "Man muss der neuen Kultur, den Menschen und der Gesellschaft gegenüber positiv eingestellt sein, sonst funktioniert das nicht." Außerdem betonte Galeli besonders, dass Österreich ein Land der Chancen ist und rief die Schülerinnen und Schüler dazu auf, diese auch zu nützen.

Üstün: "Man muss die Sprache des Landes in dem man lebt beherrschen"

Murat Üstün ist Dirigent des Stadtorchesters Feldkirch. Das möglichst schnelle Erlernen der Sprache ist für ihn der erste und wichtigste Schritt, wenn man sich aktiv in eine neue Gesellschaft einbringen will: "Für mich ist das selbstverständlich - nur, wenn ich die Sprache beherrsche, kann ich Teil der Gesellschaft sein, ansonsten grenze ich mich selber aus." Im Umgang miteinander sind Respekt und Offenheit essenziell: "In einer Gesellschaft geht es nicht um das reine Zusammenleben, sondern auch um den Zusammenhalt zwischen den Menschen unabhängig von Religion oder Herkunft", meint Üstün. Außerdem sieht der passionierte Musiker die kulturelle Vielfalt in Österreich als Bereicherung.

Über ZUSAMMEN:ÖSTERREICH

Seit 2011 geht die Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH mit ehrenamtlichen Integrationsbotschafter/innen in Schulen und Vereine, um Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund zu motivieren, ihre Chancen in Bildung, Beruf und Gesellschaft zu nutzen. Rund 70.000 Kinder und Jugendliche mit und ohne Migrationshintergrund konnten seitdem von den Schulbesuchen der ehrenamtlich tätigen Integrationsbotschafter/innen profitieren. Weitere Infos unter www.zusammen-oesterreich.at.