Journalistenpreis Integration

Der Unabhängige Expertenrat, das Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres (BMEIA) und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) vergeben seit 2012 den "Journalistenpreis Integration" für Journalistinnen und Journalisten in Österreich. Mit dem Preis werden in den vier Kategorien Print, Internet, TV und Radio Journalistinnen und Journalisten ausgezeichnet, die im vergangenen Jahr entscheidend zur Versachlichung der Integrationsdebatte beigetragen haben und mit differenzierten und fundierten Beiträgen die Vielfalt des Themenbereichs Integration abbilden.

Zielgruppe

Bewerben können sich Journalist/innen, die in tagesaktuell, wöchentlich bzw. monatlich erscheinenden Medien im Print- sowie Online-Bereich, bei TV und Radio tätig sind und deren Beiträge in Österreich erschienen sind bzw. ausgestrahlt werden. Der Fokus der Beiträge soll auf den langfristigen Herausforderungen und Perspektiven von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten liegen und nicht ausschließlich Fragen zu Asyl- und Fremdenwesen zum Thema haben. Zielgruppe sind vor allem jene Medien, die in der Aufnahmegesellschaft eine entsprechende Breitenwirkung entfalten und wo ausgewogene Berichterstattung zum Thema Integration von besonderer Bedeutung ist. Der Preis wendet sich an Journalist/innen in Medien, die nicht primär Migrant/innen oder Integration im Fokus haben.

Inhaltliche Voraussetzungen

Mit dem "Journalistenpreis Integration" werden Journalist/innen ausgezeichnet, die besonders zur Versachlichung der Debatte im Integrationsbereich beitragen und mit Kreativität, innovativen Ideen und Engagement helfen, dass die Integration von Flüchtlingen und Zuwander/innen besser gelingen kann. Dabei richtet sich der Preis an Journalist/innen, die sich den vielfältigen Aspekten von Integration differenziert und umfassend widmen. Im Vordergrund steht dabei ein eigenständiger und origineller Zugang zum Thema. Kundige, objektive und sensible Berichte, Reportagen und Kommentare leisten einen wichtigen Beitrag für die Objektivierung des öffentlichen Diskurses über Integration. Der Fokus soll sowohl auf der Integration schon länger in Österreich lebender Menschen mit Migrationshintergrund als auch auf den Herausforderungen und Perspektiven für die Integration von Asylberechtigten bzw. subsidiär Schutzberechtigten liegen.

Die Jury des Journalistenpreis Integration

  • Vorsitzender Dr. Hans Winkler (Mitglied des Expertenrats für Integration und ehem. Leiter der Wiener Redaktion der Kleinen Zeitung) 
  • Dr. Doris Appel (Leiterin der ORF-Hauptabteilung "Religion/en im Radio")
  • Mag. Murat Düzel (Fachexperte für Integration, Abteilung IVW2/Staatsbürgerschaft und Wahlen im Amt der NÖ Landesregierung)
  • Mag. Gerald Grünberger (Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Zeitungen)
  • Arabella Kiesbauer (Integrationsbotschafterin und TV-Moderatorin)
  • Dr. Simon Kravagna (Chefredakteur der Zeitschrift "das biber")
  • Mag. Zarko Radulovic (Chefredakteur der Medien-Servicestelle Neue ÖsterreicherInnen)
  • Claus Reitan (Journalist)
  • Mag. Dagmar Köttl (Geschäftsführerin des Kuratoriums für Journalistenausbildung)
  • Mag. Franz Wolf (Geschäftsführer des Österreichischen Integrationsfonds)

Journalistenpreis Integration 2017

Am 13. April 2018 fand die feierliche Vergabe des "Journalistenpreis Integration" 2017 statt. Im Rahmen der Veranstaltung sprach Bestseller-Autor und "FAZ"-Redakteur Simon Strauß in einem Impuls-Vortrag darüber, wie Gemeinschaft und Zusammenhalt in pluralen Gesellschaften hergestellt werden können und welche Rolle Journalist/innen dabei einnehmen können.

Mit dem Hauptpreis zeichnete die Expert/innen-Jury Eva Winroither für ihren Artikel "Ein Jahr danach - was von der Hilfsbereitschaft blieb" in der Tageszeitung "Die Presse" aus. Darin zieht Winroither anhand konkreter Beispiele eine Bilanz über die Chancen und Herausforderungen der Integration von Flüchtlingen und lässt Ehrenamtliche mit ihren Erfahrungen in der Flüchtlingsarbeit zu Wort kommen. Die Jury würdigte mit dem Hauptpreis des "Journalistenpreis Integration" auch ihre kontinuierliche und sachliche Berichterstattung zu Themen der Integration und Migration. Die Preisträgerin sieht eine offene und sachliche Art der Berichterstattung als zentrale Aufgabe: "Journalismus muss Herausforderungen ehrlich ansprechen", so Winroither.

Die Preise in den Kategorien Radio, TV bzw. Online gingen an Kerstin Tretina (Ö1), Hanno Settele (ORF) und Nadja Sarwat (orf.at). Hier finden Sie weitere Informationen zu den Preisträger/innen des "Journalistenpreis Integration" 2017.

Kontakt

Österreichischer Integrationsfonds
Michaela Reisinger, BA
M michaela.reisinger(at)integrationsfonds.at
T +43 1 710 12 03 - 338