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Land Oberösterreich und ÖIF setzen auf gemeinsame Standards bei Deutschkursen

Einheitliche Sprachstandseinstufung, hohe Qualitätsstandards und Datentransparenz

Integrationslandesrat Dr. Christian Dörfel, Bundesministerin Claudia Bauer und ÖIF-Direktor Franz Wolf präsentieren gemeinsam eine Informationstafel zu einheitlichen Standards für die öffentliche Deutschkursförderung.
Integrationslandesrat Dr. Christian Dörfel, Bundesministerin Claudia Bauer und ÖIF-Direktor Franz Wolf stellen die neuen gemeinsamen Standards für die öffentliche Deutschkursförderung in Oberösterreich vor.

Deutsch ist eine wesentliche Grundlage für erfolgreiche Integration – für Arbeit und Selbsterhaltungsfähigkeit, für Bildungs- und Entwicklungschancen und für ein selbstständiges Leben in Österreich. Mit einer neuen Kooperation setzen das Land Oberösterreich und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) auf gemeinsame Standards bei öffentlich geförderten Deutschkursen. Die Kooperation wurde am Freitag, 7. August, von Bundesministerin Claudia Bauer, Integrationslandesrat Dr. Christian Dörfel und ÖIF-Direktor Franz Wolf im Rahmen einer Pressekonferenz in Linz präsentiert.

Hohe Qualitätsstandards für Deutschkurse

Die vom ÖIF geförderten Deutschkurse sind österreichweit die einzigen öffentlich geförderten Deutschkurse mit einer gesetzlich geregelten Qualitätssicherung. Künftig werden auch die Qualitätsanforderungen für landesgeförderte Deutschkurse in Oberösterreich stärker an die bewährten Standards des ÖIF angeglichen. Dazu zählen einheitliche Anforderungen an Lehrkräfte, Kursinhalte und die laufende Qualitätssicherung. So werden vergleichbare Standards geschaffen und öffentliche Mittel nach klaren Qualitätsvorgaben eingesetzt.

Einheitliche Sprachstandseinstufung

Das Integrationszentrum Oberösterreich des ÖIF führt die digitale Sprachstandseinstufung auch für Teilnehmer/innen landesgeförderter Deutschkurse durch. Mit dem bundesweit einheitlichen Instrument werden die Deutschkenntnisse objektiv ermittelt und Teilnehmer/innen ihrem tatsächlichen Sprachniveau entsprechend dem passenden Kurs zugewiesen. Dadurch werden Fehlzuweisungen vermieden und Kursplätze zielgerichtet vergeben.

Datentausch fördert Transparenz

Der ÖIF dokumentiert seine geförderten Deutschkurse bereits seit 2018 tagesaktuell in der Integrationsschnittstelle des Bundes. Künftig wird Oberösterreich als erstes Bundesland auch sämtliche Daten seiner landesgeförderten Deutschkurse vollständig in die Schnittstelle einmelden. Damit werden Kursverläufe über unterschiedliche Fördersysteme hinweg nachvollziehbar, Doppelgleisigkeiten und Mehrfachförderungen vermieden und öffentliche Mittel zielgerichteter eingesetzt.

Mit der Kooperation werden damit erstmals zentrale Prozesse der Deutschkursförderung von Bund und Land durchgängig miteinander verzahnt. Oberösterreich übernimmt eine österreichweite Vorreiterrolle bei Qualität, passgenauer Kurszuweisung und Transparenz öffentlich finanzierter Deutschkurse.