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Religiös motivierter Extremismus: ÖIF und DPI luden Praktiker/innen zum Seminar nach Graz

Expert/innen diskutierten über aktuelle Herausforderungen und Präventionsansätze

Sechs männliche Fachleute stehen vor ÖIF und Deutsch-Lern-Schild
v.l.n.r. Landesrat Stefan Hermann, Landeshauptmann Mario Kunasek, ÖIF-Direktor Franz Wolf, Landesrat Karlheinz Kornhäusl, Landesrat Hannes Amesbauer und Rene Apfelknab

Der religiös motivierte Extremismus verändert sich zunehmend durch digitale Netzwerke und soziale Medien. Neue Formen der Radikalisierung, Ansprache und Vernetzung stellen Sicherheitsbehörden, Bildungseinrichtungen und die Integrationsarbeit vor wachsende Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund luden der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und die Dokumentationsstelle Politischer Islam (DPI) am Dienstag Praktiker/innen aus dem Integrations-, Sozial- und Bildungsbereich im Rahmen des aktuellen ÖIF-Seminarprogramms zum Seminar „Religiös motivierter Extremismus: Strömungen und Trends“ in das Integrationszentrum Steiermark ein. 

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Landeshauptmann Mario Kunasek gemeinsam mit ÖIF-Direktor Franz Wolf sowie den Landesräten Karlheinz Kornhäusl, Hannes Amesbauer und Stefan Hermann. Zahlreiche Praktiker/innen aus dem Bildungs-, Sozial- und Integrationsbereich nutzten die Gelegenheit zum fachlichen Austausch über aktuelle Entwicklungen und Präventionsansätze. 

Fokus auf digitale Radikalisierung und Präventionsarbeit 

Im Mittelpunkt des Seminars standen aktuelle Herausforderungen im Umgang mit religiös motiviertem Extremismus – insbesondere die zunehmende Bedeutung digitaler Räume und sozialer Medien für Radikalisierungsprozesse. 

Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam, sprach in ihrem Impulsvortrag über die Arbeit der DPI sowie über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen in Österreich und der Steiermark. Dabei betonte sie die Bedeutung frühzeitiger Präventionsmaßnahmen und einer engen Zusammenarbeit zwischen Bildungs-, Sicherheits- und Integrationsinstitutionen. 

Anschließend beleuchtete eine Expertin der DPI in ihrem Vortrag „Zwischen Alltag und Ideologie: Islamistische Online-Welten und ihre Bedeutung für die Präventionsarbeit“ die Rolle digitaler Plattformen und sozialer Medien bei der Verbreitung extremistischer Inhalte. Thematisiert wurden insbesondere neue Formen der Ansprache junger Menschen und die daraus entstehenden Anforderungen an Präventionsarbeit und politische Bildung. 

Praxisbeispiele aus Integrations- und Präventionsarbeit 

Am Nachmittag standen konkrete Praxisansätze im Fokus: Hamzeh Laila (ÖIF) präsentierte Maßnahmen des ÖIF im Bereich der Maßnahmen für Männer und berichtete über Erfahrungen aus der Praxis. Jeremy Stöhs von „SICHER LEBEN“ gab anschließend Einblicke in Präventionsmaßnahmen und Praxiserfahrungen in der Steiermark.  

Über das ÖIF-Seminarprogramm  

Das ÖIF-Seminarprogramm richtet sich an Praktiker/innen, die in ihrem Berufsalltag mit Integration zu tun haben. Die kostenlosen Seminare mit Expert/innen vermitteln Wissen aus erster Hand und konkrete Handlungsempfehlungen für die Praxis. Zusätzlich gibt es ein Angebot an speziellen Workshops für Deutsch-Lehrkräfte. Weitere Informationen unter www.integrationsfonds.at/seminare