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Sehr gute Annahme von Deutschlern-Angeboten unter ukrainischen Vertriebenen

Seit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine im Februar 2022 haben rund 30.000 ukrainische Vertriebene an Deutschkursen teilgenommen – die Bestehensquote und der damit verbunde Aufstieg in ein höheres Sprachniveau ist bei ukrainischen Vertriebenen besonders hoch.

Hohes Bildungsniveau unter ukrainischen Vertriebenen in Österreich

Ergebnisse aus einer ÖIF-Studie zur Situation ukrainischer Frauen in Österreich ergaben, dass das Bildungsniveau unter Vertriebenen aus der Ukraine grundsätzlich sehr hoch ist:

Fast drei Viertel (73 Prozent) der Frauen können einen Hochschulabschluss vorweisen, weitere 10 Prozent haben ihre Hochschulausbildung (noch) nicht abgeschlossen. 13 Prozent haben einen Sekundarstufenabschluss. Fasst man Berufsausbildung und -erfahrung zusammen, werden am häufigsten die Bereiche Büro (25 Prozent), Finanz (24 Prozent), Bildung (23 Prozent), Handel/Vertrieb (21 Prozent) sowie Verkauf und Verwaltung (je 20 Prozent), genannt. Nach Alter zeigt sich, dass die jüngste Altersgruppe (18-25 Jahre) deutlich häufiger mit Berufsausbildungen im Gesundheitsbereich (19 Prozent) und die älteste mit Berufserfahrung im Bildungsbereich (26 Prozent) vertreten sind (41-55 Jahre).

Sprachkenntnisse: Über 30 Prozent befragter Frauen versteht Deutsch bereits sehr gut

Über 35 Prozent geben an, dass sie die deutsche Sprache bereits gut verstehen, jedoch beim Sprechen weiteren Lernbedarf haben; 10 Prozent geben an, bereits selbst gut Deutsch zu sprechen. Fast 45 Prozent geben an, Deutsch schon teilweise zu verstehen, sich jedoch noch nicht ausreichend selbst ausdrücken zu können. Auswertungen aus ÖIF-geförderten Deutschkursen zeigen, dass Ukrainer/innen überdurchschnittlich gut bei Integrationsprüfungen abschneiden: 2022 bestanden 77 Prozent der ukrainischen Vertriebenen beim ersten Antritt Integrationsprüfungen auf A2 und 86 Prozent auf B1-Niveau; diese Ergebnisse liegen 30 bis 50 Prozentpunkte über den Werten der größten Flüchtlingsgruppen Syrien und Afghanistan.

Zusätzliche Angebote des ÖIF zum Deutsch lernen

Um vertriebenen Ukrainerinnen und Ukrainern rasch und unkompliziert beim Deutschlernen zu unterstützen, bietet der ÖIF neben den regulären Deutschkursen in Kooperation mit den ukrainischen Universitäten Uschhorod und Drohobych frei zugänglichen Online-Deutschunterricht. Mehr dazu hier.

Ergänzend zum Online-Deutschunterricht in Zusammenarbeit mit der Universität Uschhorod und der Universität Drohobych, bietet der ÖIF täglich von Montag bis Samstag kostenlose Online-Deutschkurse auf der Deutschlernplattform www.sprachportal.at  an. Hier findet man Kurse auf den Sprachniveaus A1, A2, B1 und B2 sowie Kurse zu berufsspezifischen Themen. Neben den Kursen findet man am Sprachportal auch Onlineübungen, Arbeitsblätter, Hörübungen, Lernpodcasts und Videos um seine Sprachkenntnisse zu verbessern.