Deutschlernen und Arbeiten sind eng miteinander verbunden: Der frühzeitige Einstieg in die Erwerbstätigkeit bietet die Möglichkeit, Deutschkenntnisse direkt im Berufsalltag anzuwenden und parallel zur Arbeit weiter zu verbessern. Gerade in Fachberufen geht es dabei zusätzlich zum Erlernen der Alltagssprache auch um wichtige Fachausdrücke, um sich im Job klar verständigen zu können. In der österreichischen Bauwirtschaft hat rund ein Drittel der unselbstständig beschäftigten Arbeitnehmer/innen eine ausländische Staatsangehörigkeit: Im Juli 2026 waren laut AMS 94.784 ausländische Staatsangehörige und 192.056 österreichische Staatsangehörige in der Wirtschaftsklasse Bau unselbstständig beschäftigt. Vor diesem Hintergrund haben der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) und die Wirtschaftskammer Wien, Landesinnung Bauhilfsgewerbe, gemeinsam ein neues digitales Bildwörterbuch für Werkzeug entwickelt. Das digitale Bildwörterbuch für die Bauhilfsgewerbe steht kostenlos am ÖIF-Sprachportal zur Verfügung.
275 Fachbegriffe mit Bildern und Audio-Dateien
Ziel des kostenlosen digitalen Lernangebots ist es, Deutsch für die Bauhilfsgewerbe intuitiv und praxisnah zu vermitteln und Nutzer/innen beim Aufbau eines berufsspezifischen Fachwortschatzes zu unterstützen. Das Bildwörterbuch umfasst 275 Fachbegriffe aus den Bereichen Bodenverlegung, Maschinen, Isolationsmontage, Trockenausbau sowie Wärme-, Kälte-, Schall- und Brandschutztechnik. Zu jedem Fachbegriff stehen eine anschauliche Illustration, Singular- und Pluralform, eine mit KI erstellte Audio-Datei zur Aussprache sowie ein konkreter Beispielsatz zur Verfügung. Mit einem Quiz können Nutzer/innen ihr Wissen anschließend überprüfen.
Berufsspezifisches Deutsch für Arbeitnehmer/innen, Interessierte und Berufsschulen
Das neue Angebot richtet sich an Berufsschulen sowie an Personen, die bereits im Baubereich tätig sind oder sich für eine Tätigkeit in diesem Bereich interessieren. Das Bildwörterbuch unterstützt Nutzer/innen dabei, sich Fachwortschatz für den Berufsalltag zu erarbeiten. So können etwa Zuwander/innen, die bereits berufliche Erfahrung im Bau mitbringen, mit dem Angebot gezielt die deutschen Bezeichnungen für bereits bekannte Werkzeuge, Maschinen, Materialien und Tätigkeiten kennenlernen. Wer beispielsweise bereits im Herkunftsland im Baubereich gearbeitet hat, kann so vorhandenes berufliches Wissen um den entsprechenden deutschen Fachwortschatz ergänzen.