Umgang mit öffentlichen Mitteln und Ressourcen. Um Wirtschaftlichkeit, Qualität und Nachhaltigkeit bei Beschaffungen noch stärker miteinander zu verbinden, hat der ÖIF am 22. Oktober 2026 eine Vereinbarung zur strategischen Partnerschaft mit dem Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Klima- und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) im Rahmen des Aktionsplans nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe) unterzeichnet. Ziel ist es, bei Beschaffungen neben den unmittelbaren Kosten auch die langfristige Wirtschaftlichkeit und einen schonenden Ressourceneinsatz zu berücksichtigen.
Nachhaltige Beschaffung: ÖIF setzt auf effizienten Einsatz öffentlicher Mittel und Ressourcen
Neue Partnerschaft mit dem BMLUK / Sparsamer Einsatz öffentlicher Mittel und langfristige Wirtschaftlichkeit im Fokus / Zusammenarbeit mit naBe-Plattform
„Öffentliche Mittel sind möglichst sparsam und zweckmäßig einzusetzen. Der ÖIF will dabei Effizienz mit nachhaltiger Beschaffung und schonendem Ressourceneinsatz verbinden“
Franz Wolf, Direktor des Österreichischen Integrationsfonds
Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit in der Beschaffung verbinden
Der ÖIF ist mit Integrationszentren in allen Bundesländern vertreten und organisiert österreichweit Deutschkurse, Prüfungen, Beratungen und weitere Integrationsmaßnahmen. Ein effizienter Verwaltungsbetrieb und der verantwortungsvolle Einsatz öffentlicher Mittel sind dabei wesentliche Grundsätze. Die neue Partnerschaft bietet einen strukturierten Rahmen, um diese Zielsetzungen auch bei Beschaffungen weiter zu stärken. Im Mittelpunkt stehen Dienstleistungen sowie Bereiche wie IT und digitale Infrastruktur, Büro- und Druckmaterialien, Veranstaltungen, Standortbetrieb und Mobilität. Begleitet wird die Umsetzung von der naBe-Plattform, die in der Bundesbeschaffung GmbH (BBG) eingerichtet ist und öffentliche Auftraggeber bei Fragen zur nachhaltigen Beschaffung unterstützt.
„Mit dem Österreichischen Integrationsfonds gewinnt das naBe-Partnernetzwerk einen wirkungsstarken Partner mit bundesweiter Reichweite. Nachhaltige Beschaffung bedeutet, öffentliche Leistungen qualitätsorientiert, sozial verantwortungsvoll und ressourcenschonend zu gestalten. Gerade bei Dienstleistungsvergaben kann der ÖIF damit wichtige Impulse setzen.“
Christian Holzer, Sektionschef im BMLUK
Fachlicher Austausch und konkrete Maßnahmen geplant
Im Rahmen der Zusammenarbeit sollen bestehende Beschaffungsprozesse weiterentwickelt und Möglichkeiten für einen wirtschaftlichen und ressourcenschonenden Einsatz öffentlicher Mittel identifiziert werden. Dazu sind Schulungen, Workshops, Webinare und Beratungsangebote sowie ein regelmäßiger fachlicher Austausch im naBe-Partnernetzwerk vorgesehen. Gemeinsam sollen geeignete Beschaffungsbereiche ausgewählt, erste Pilotvergaben entwickelt und Erfahrungen für die weitere Umsetzung dokumentiert werden. Eine zentrale Ansprechperson im ÖIF übernimmt die laufende Abstimmung mit der naBe-Plattform.
„Die BBG unterstützt öffentliche Auftraggeberinnen und Auftraggeber dabei, nachhaltige Beschaffung praxistauglich umzusetzen. Mit dem ÖIF gewinnt das naBe-Netzwerk einen Partner, der Nachhaltigkeitskriterien in zentrale Dienstleistungs- und Organisationsprozesse einbringen kann. Gemeinsam können wir Know-how bündeln, Pilotbereiche identifizieren und konkrete Wirkung in der Beschaffungspraxis erzielen.“
Gerhard Zotter, BBG-Geschäftsführer
Über den naBe-Aktionsplan
Der Aktionsplan nachhaltige öffentliche Beschaffung (naBe) umfasst Kriterien für 16 Beschaffungsgruppen. Ziel ist es, öffentliche Mittel langfristig wirtschaftlich einzusetzen und gleichzeitig Klima-, Umwelt- und Sozialbelastungen zu reduzieren. Dabei werden neben Anschaffungskosten auch die Kosten über die gesamte Nutzungsdauer von Produkten und Dienstleistungen berücksichtigt. Darüber hinaus sollen die Vorbildfunktion öffentlicher Auftraggeber gestärkt und die regionale Wertschöpfung gefördert werden. Die naBe-Plattform unterstützt öffentliche Einrichtungen bei der Umsetzung durch Information, Beratung, Schulungen und fachliche Vernetzung.