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Islamismus und digitale Radikalisierung: ÖIF-Fachveranstaltung in Bregenz beleuchtet aktuelle Entwicklungen

Expert/innen aus Forschung und Praxis zu islamistischem Extremismus, digitaler Radikalisierung und Ansätzen der Präventionsarbeit

v.l.n.r.: Landtagsabgeordneter Joachim Fritz, Patrick Kirschenhofer (Leitung Integrationszentrum Vorarlberg), Hamzeh Laila (Leitung Maßnahmen für Männer), Landesrat Markus Klien, Bernhard Heinzlmaier (Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung), Lisa Fellhofer (Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam), Edwin Schäffer (Leitung Büro für Grundsatzangelegenheiten) und Sandra Ivkic-Hehenberger (Gesamtleitung Integrationszentren).
v.l.n.r.: Landtagsabgeordneter Joachim Fritz, Patrick Kirschenhofer (Leitung Integrationszentrum Vorarlberg), Hamzeh Laila (Leitung Maßnahmen für Männer), Landesrat Markus Klien, Bernhard Heinzlmaier (Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung), Lisa Fellhofer (Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam), Edwin Schäffer (Leitung Büro für Grundsatzangelegenheiten) und Sandra Ivkic-Hehenberger (Gesamtleitung Integrationszentren).

Soziale Medien, Messenger-Dienste und digitale Plattformen spielen bei der Verbreitung extremistischer Inhalte eine zunehmend wichtige Rolle. Neue Formen der Ansprache und Vernetzung stellen insbesondere die Präventionsarbeit mit Blick auf die Radikalisierung junger Menschen vor Herausforderungen. Aktuelle Entwicklungen im islamistischen Extremismus und Ansätze für die Präventionsarbeit standen daher im Mittelpunkt der Fachveranstaltung „Islamismus – Strömungen und Entwicklungen“ des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) am 12. Oktober 2026 im Vorarlberger Landhaus in Bregenz. Landesrat Markus Klien eröffnete die Veranstaltung.

Markus Klien, Integrationslandesrat: 

„Extremistische Propaganda erreicht junge Menschen heute nicht mehr nur auf der Straße, sondern vor allem über soziale Medien und Messenger-Dienste. Oft unbemerkt von Eltern und Lehrkräften. Genau deshalb ist es wichtig, dass wir die Entwicklungen im islamistischen Extremismus genau im Blick haben und unsere Präventionsarbeit laufend an neue digitale Realitäten anpassen. Die Fachveranstaltung des ÖIF gibt uns dafür wertvolle Impulse aus Forschung und Praxis. Vorarlberg setzt auf frühzeitige Information, Aufklärung und starke Netzwerke zwischen Schulen, Beratungsstellen und Behörden, um Radikalisierung gar nicht erst entstehen zu lassen.“

Patrick Kirschenhofer, Leiter des ÖIF-Integrationszentrums Vorarlberg:

„Integration heißt, dass Menschen Deutsch lernen, arbeiten und unsere gemeinsamen Werte und Regeln respektieren. Dabei unterstützen wir sie jeden Tag. Gleichzeitig leisten Schulen, Gemeinden, die Jugendarbeit und viele andere Einrichtungen in Vorarlberg wichtige Arbeit. Mit Veranstaltungen wie dieser wollen wir den Austausch fördern, voneinander lernen und gemeinsam noch besser auf aktuelle Herausforderungen reagieren.“

Digitale Netzwerke und neue Formen extremistischer Propaganda

Expert/innen aus Forschung und Praxis beleuchteten aktuelle Strömungen des islamistischen Extremismus sowie Radikalisierungsdynamiken bei jungen Menschen. Ein Schwerpunkt lag auf der Rolle sozialer Medien und digitaler Plattformen bei der Verbreitung extremistischer Inhalte. Auch der Einsatz Künstlicher Intelligenz für extremistische Propaganda wurde thematisiert. Lisa Fellhofer, Direktorin der Dokumentationsstelle Politischer Islam, gab zunächst einen Überblick über aktuelle Entwicklungen. Bernhard Heinzlmaier, Vorsitzender des Instituts für Jugendkulturforschung, widmete sich dem Einfluss sozialer Medien auf Jugendliche und den damit verbundenen Herausforderungen. 

In einem weiteren Vortrag beleuchtete Fellhofer aktuelle Strömungen und Trends des religiös motivierten politischen Extremismus. Ergänzend gab Hamzeh Laila vom Österreichischen Integrationsfonds Einblicke in die Arbeit der Anlaufstelle für Männer. Anhand der Beratungspraxis zeigte er auf, wie frühzeitige Information und Orientierung zu Themen wie Rollenbildern, Familie und Zusammenleben zur Präventionsarbeit beitragen können.

v.l.n.r.: Sandra Ivkic-Hehenberger (ÖIF), Integrationslandesrat Markus Klien und Edwin Schäffer (ÖIF). Im Hintergrund: Teilnehmer/innen der Fachveranstaltung „Islamismus – Strömungen und Entwicklungen“.

Über das ÖIF-Seminarprogramm

Wie reagiert man auf extremistische Haltungen im Klassenzimmer oder Kursraum? Welche Ansätze empfehlen Fachleute für Extremismusprävention? Und wie können sich Lehrkräfte in Deutschkursen für aktuelle Herausforderungen im Unterricht rüsten? Antworten auf diese Fragen bieten die über 70 Weiterbildungen des ÖIF-Seminarprogramms. Das Angebot richtet sich an alle, die in ihrem Alltags- oder Berufsleben mit Integration zu tun haben – etwa Pädagog/innen, Lehrkräfte in Deutschkursen, Personal im Gesundheitsbereich oder Vertreter/innen von Behörden, Gemeinden und Unternehmen. Weitere Informationen unter www.integrationsfonds.at/seminare.