Bundesländer 2020 | Zahlen, Daten und Fakten

"Bundesländer - Zahlen, Daten und Fakten zu Migration & Integration 2020" liefert Bundesländer-Daten zu Integration von Flüchtlingen und Migrant/innen in Österreich.

Zu Beginn des Jahres 2020 lebten etwa 1,765 Millionen Menschen mit ausländischem Geburtsort in Österreich, das entspricht rund jeder fünften Person der Gesamtbevölkerung (19,8%) – gegenüber 01.01.2015 (17,3%) ist dies ein Zuwachs um knapp ein Fünftel (18,9%). Der Anteil der Bevölkerung mit ausländischem Geburtsort, gemessen an der Gesamtbevölkerung eines Bundeslandes, war in Wien mit 36,7% am höchsten und im Burgenland mit 11,6% am niedrigsten. Die ÖIF-Broschüre „Bundesländer – Statistiken zu Migration & Integration 2020“ stellt aktuelle Zahlen der Statistik Austria zur Bevölkerung in Österreichs Bundesländern zur Verfügung.  

Über 35% der Migrant/innen leben in Wien  

Von den 1,765 Millionen Personen mit ausländischem Geburtsort österreichweit lebte der Großteil in Wien (39, 7%), gefolgt von den Bundesländern Oberösterreich (13,4%) und Niederösterreich (12,4%). Den geringsten Teil an Personen mit Geburtsort im Ausland verzeichnete mit 1,9% das Bundesland Burgenland. Die Top 3 der Herkunftsländer sind seit 2015 in fast allen Bundesländern gleichgeblieben. In Niederösterreich und Steiermark rückten Personen mit rumänischem Geburtsort auf Platz eins in der Zugzugs-Statistik vor und stellen damit die Größte Gruppe an Personen mit ausländischem Geburtsort in den beiden Bundesländern. Fast 237.800 in Deutschland geborene Personen stellten am 01.01.2020 die größte Gruppe in Österreich, gefolgt von Personen mit Geburtsort in Bosnien-Herzegowina (170.500) und der Türkei (159.600).  

Höchster Anstieg an Personen mit ausländischem Geburtsort in der Steiermark und in Oberösterreich 

Den stärksten Anstieg von im Ausland geborenen Personen seit dem 01.01.2015 verzeichnete die Steiermark mit 22,4%, gefolgt von Oberösterreich 21,0% und Tirol mit 19,6%. In allen drei Bundesländern waren Bosnien-Herzegowina und Deutschland in den Top 3 der am stärksten vertretenen Herkunftsländer. Den geringsten Anstieg von im Ausland geborenen Personen seit dem 01.01.2015 verzeichnete das Bundesland Kärnten mit 17,1%. 

Arbeitslosigkeit von Ausländer/innen in Wien und Kärnten am höchsten 

Obwohl das Arbeitskräfteangebot im Jahr 2019 zugenommen hat, ist die Arbeitslosenquote bei In- und Ausländer/innen in allen Bundesländern gesunken. Ausländische Arbeitskräfte sind allerdings weiterhin stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Inländer/innen. In Wien überstieg die Arbeitslosenquote sowohl von Inländer/innen (9,6%) als auch von Ausländer/innen (16,8%) den österreichweiten Durchschnittswert (7,4%) Die nächsthöheren Werte gab es in Kärnten (gesamt 8,8%, Inländer/innen 8,2%, Ausländer/innen 11,8%) und in der Steiermark (gesamt 6%, Inländer/innen 5,4%, Ausländer/innen 9,2%). 

Ausländer/innen hatten 2018 nur 80% des Einkommens von Österreicher/innen zur Verfügung 

Das mittlere Nettojahreseinkommen der ganzjährig unselbstständig Erwerbstätigen lag in Österreich 2018 bei rund 25.900 Euro, dies entspricht einem Plus von rund 2.100 Euro (8,8%) seit dem Jahr 2015. Österreicher/innen verdienten fast 27.000 Euro und somit rund 2.400 Euro (9,8%) mehr als im Jahr 2015, Ausländer/innen hingegen verdienen nur etwa 21.600 Euro, was einem Anstieg von 2.300 Euro (12,2%) seit dem Jahr 2015 entspricht. Die meisten Migrant/innen sind österreichweit in den Branchen Sachgütererzeugung (16,2%), Handel (15,3%) und Gesundheit und Soziales (9,8%) tätig. Prozentuell ist das Jahres-Nettoeinkommen bei Ausländer/innen in Burgenland (14,3%), Steiermark (14,1%) und Kärnten (12,8%) am stärksten gestiegen.  

Statistikbroschüre zu Bundesländern gratis bestellen 

Bereits zum siebten Mal gibt der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) die Informationsbroschüre heraus. Diese bereitet aktuelle Zahlen und Informationen zu Herkunft und Migrationsbewegungen von Migrant/innen und Flüchtlingen sowie zu den Bereichen Arbeitsmarkt, Bildung und Sprache in allen neun Bundesländern Österreichs kompakt und übersichtlich auf und gibt einen direkten Vergleich mit dem Jahr 2015. Die gesamte Broschüre kann auch als kostenloses Printexemplar unter bestellungen(at)integrationsfonds.at bestellt werden.