ÖIF-Studie l Integrationsbarometer 2/2020

Befragung von 1.000 österreichischen Staatsbürger/innen zum Zusammenleben von Österreicher/innen, Zuwander/innen und Flüchtlingen.

Zentrale Ergebnisse

  • Die Einstellungen der Österreicher/innen zu den Themen Asyl, Integration und Zuwanderung sind auch während der Corona-Krise stabil.
  • Eine mögliche neue Flüchtlingskrise wie 2015 bereitet weniger Sorgen als die Integration von Flüchtlingen und die Verbreitung des politischen Islam. Am meisten Sorgen bereiten der Klimawandel und ein erneuter Anstieg der Covid-19-Fälle.
  • Nach wie vor beurteilen Österreicher/innen das Zusammenleben mit Zuwander/innen skeptisch. Das Zusammenleben mit Flüchtlingen und Muslim/innen wird von Österreicher/innen weiterhin kritisch betrachtet.
  • Österreicher/innen sind davon überzeugt, dass für eine gelungene Integration ein Beitrag seitens der Zuwander/innen (55%) aber auch seitens der österreichischen Bevölkerung geleistet werden muss (45%).
  • Als größtes Problem für die Integration werden nach wie vor die sprachlichen und kulturellen Unterschiede (z.b. Einstellungen gegenüber Frauen) gesehen.
  • Neben dem Spracherwerb ist den befragten Österreicher/innen das Wissen über Gesetze in Österreich, Selbstunterhaltungsfähigkeit sowie Wissen und Anerkennung der österreichischen Alltagsregeln bei den Zuwander/innen wichtig.
  • Das Thema Parallelgesellschaften bleibt weiterhin ein großes Thema. 66% der Befragten nehmen Parallelgesellschaften in Österreich wahr.
  • Die Österreicher/innen unterstützen gezielte Integrationsmaßnahmen,
    insbesondere jene, die den Erwerb von Sprachkenntnissen und den Einstieg in den Arbeitsmarkt betreffen. Grundsätzlich sind sie einer breiten Palette von Integrationsmaßnahmen gegenüber nicht abgeneigt.  Ablehnung erfahren Doppelstaatsbürgerschaften und das Wahlrecht für Nicht-Staatsbürger/innen.