Quelle: Statistik Austria; Kinder und Jugendliche von 0 bis 19 Jahren (Stand: 01.01.2026)
Am 1. Jänner 2026 bildeten Kinder und Jugendliche mit syrischer Staatsangehörigkeit die größte Gruppe unter den ausländischen Kindern und Jugendlichen in Österreich (insgesamt 46.254 Personen, davon 66,3 % im Ausland geboren). Die zweitgrößte Gruppe stellten Kinder und Jugendliche mit rumänischer Staatsangehörigkeit (insgesamt 42.266 Personen, davon 38,7 % im Ausland geboren), gefolgt von jenen mit deutscher (insgesamt 29.547 Personen, davon 42,5 % im Ausland geboren) und ukrainischer Staatsangehörigkeit (insgesamt 27.739 Personen, davon 92,8 % im Ausland geboren). Weitere größere Gruppen waren Kinder und Jugendliche mit ungarischer (insgesamt 23.879 Personen, davon 47,9 % im Ausland geboren), serbischer (insgesamt 21.330 Personen, davon 20,9 % im Ausland geboren), türkischer (insgesamt 21.317 Personen, davon 14,8 % im Ausland geboren), kroatischer (insgesamt 21.083 Personen, davon 36,8 % im Ausland geboren) und afghanischer Staatsangehörigkeit (insgesamt 17.788 Personen, davon 49,0 % im Ausland geboren).
Wie hat sich der Anteil der ausländischen Schüler/innen in Österreich seit dem Schuljahr 2006/07 verändert?
Anteil der ausländischen Schüler/innen im Zeitverlauf seit dem Schuljahr 2006/07
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ausgenommen Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Der Anteil der Schüler/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit hat sich seit dem Schuljahr 2006/07 mehr als verdoppelt. Damals lag er bei 9,2 %, im Schuljahr 2014/15 bereits bei 11,9 %. Innerhalb der folgenden zehn Jahre stieg der Anteil deutlich an und erreichte im Schuljahr 2024/25 schließlich 20,9 %.
Wie viele ausländische Schüler/innen gibt es in den einzelnen Bundesländern?
Ausländische Schüler/innen nach Bundesländern im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ohne Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Im Schuljahr 2024/25 besuchten österreichweit insgesamt 1.142.462 Schüler/innen eine Schule, darunter 238.504 mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Dies entsprach einem Anteil von 20,9 %. Mit 38,1 % wies Wien mit deutlichem Abstand den höchsten Ausländeranteil auf; zugleich lebten dort mit 96.440 Personen die meisten ausländischen Schüler/innen. Salzburg und Vorarlberg folgten mit jeweils 19,0 %, lagen damit aber bereits unter dem österreichweiten Durchschnitt. In den übrigen Bundesländern bewegte sich der Anteil zwischen 13,7 % und 16,7 %. Am niedrigsten war er in Niederösterreich mit 13,7 %, wobei das Bundesland aufgrund seiner hohen Gesamtschülerzahl mit 28.742 Personen dennoch die dritthöchste absolute Zahl ausländischer Schüler/innen verzeichnete.
Wie viele Schüler/innen in den Wiener Bezirken haben eine ausländische Staatsbürgerschaft?
Anteil der ausländischen Schüler/innen in den Wiener Bezirken im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ohne Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand 01.10.2024)
Im Schuljahr 2024/25 gab es insgesamt 252.961 Schüler/innen in Wien, davon hatten 38,1 % eine ausländische Staatsbürgerschaft. Bei Betrachtung der Wiener Bezirke wies Ottakring (16. Bezirk) mit 50,9 % den höchsten Anteil an ausländischen Kindern und Jugendlichen unter den Schüler/innen auf, gefolgt von Favoriten (10. Bezirk) mit 49,5 % und Brigittenau (20. Bezirk) mit 46,4 %. Den geringsten Ausländeranteil in der Schülerschaft hatten Hietzing (13. Bezirk) mit 28,4 %, Josefstadt (8. Bezirk) mit 26,6 % und die Innere Stadt (1. Bezirk) mit 25,9 %.
Wie hat sich der Anteil der Schüler/innen mit einer nicht-deutschen Umgangssprache entwickelt?
Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache im Zeitverlauf seit dem Schuljahr 2006/07
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ohne Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Der Anteil der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache ist seit dem Schuljahr 2006/07 deutlich gestiegen: von 15,6 % auf 26,0 % im Schuljahr 2024/25. Bis zum Schuljahr 2021/22 nahm der Anteil jährlich zu und erreichte in diesem Jahr mit 27,4 % seinen bisherigen Höchststand. Seither ist er drei Jahre in Folge zurückgegangen und lag 2024/25 1,4 Prozentpunkte unter dem Höchstwert.
Wie hoch ist der Anteil der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache in den einzelnen Bundesländern?
Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache nach Bundesländern im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ohne Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Etwas mehr als ein Viertel der Schüler/innen hatte im Schuljahr 2024/25 eine nicht-deutsche Umgangssprache (26,0 %), wobei 5,2 % Bosnisch/Kroatisch/Serbisch im Alltag als Erstsprache verwendeten, 4,5 % Türkisch und die restlichen 16,3 % andere Sprachen. Im Bundesländervergleich zeigt sich, dass Wien mit 48,9 % den höchsten Anteil an Schüler/innen mit einer nicht-deutschen Umgangssprache hatte, gefolgt von Vorarlberg mit 25,3 % und Salzburg mit 21,7 %. Die geringsten Anteile hatten Tirol mit 17,4 % und Kärnten mit 16,8 %.
Wie viele Schüler/innen in den Wiener Bezirken haben eine nicht-deutsche Umgangssprache?
Anteil der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache in den Wiener Bezirken im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Zahlen ohne Statutschulen, Bundessportakademien sowie Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Im Vergleich der Wiener Bezirke zeigt sich, dass im 10. Wiener Gemeindebezirk (Favoriten) der Anteil der Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache mit 73,9 % im Schuljahr 2024/25 am höchsten war. An zweiter und dritter Stelle kamen der 11. Wiener Gemeindebezirk (Simmering) mit 67,6 % und der 16. Wiener Gemeindebezirk (Ottakring) mit 67,5 %. Die geringsten Anteile an Schüler/innen mit nicht-deutscher Umgangssprache hatten der 8. Wiener Gemeindebezirk (Josefstadt) und der 1. Wiener Gemeindebezirk (Innere Stadt) mit 23,6 % und 21,7 %.
Quelle: Statistik Austria; Ohne Steiermark (Stand: 2024/25)
Im Schuljahr 2024/25 hatte etwa ein Drittel (32,9 %) der Kinder in elementaren Bildungseinrichtungen Deutsch nicht als Umgangssprache. Mit 48,9 % war der Anteil der Kinder mit nicht-deutscher Umgangssprache in altersgemischten Einrichtungen deutlich höher als in Horten (34,8 %), Kindergärten (29,7 %) und Krippen, beziehungsweise Kleinkindbetreuungsgruppen (29,7 %).
Wie hoch ist der Anteil der außerordentlichen Schüler/innen in den einzelnen Bundesländern?
Außerordentliche Schüler/innen nach Bundesländern im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Inklusive Schüler/innen, die nach dem Lehrplan der Sonderschule in anderen Schulen unterrichtet werden. Ohne Schulen und Akademien im Gesundheitswesen (Stand: 01.10.2024)
Im Schuljahr 2024/25 waren in Österreich insgesamt 50.813 außerordentliche Schüler/innen registriert, was 4,4 % aller Schüler/innen entsprach. Gegenüber dem Vorjahr (4,6 %) ging ihr Anteil damit leicht zurück, obwohl die Zahl der Schüler/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit im selben Zeitraum um 5,3 % anstieg. Den höchsten Anteil an außerordentlichen Schüler/innen verzeichnete Wien mit 7,8 %, gefolgt von Oberösterreich mit 4,5 % und Vorarlberg mit 3,8 %. Die niedrigsten Anteile wurden in Kärnten (2,5 %) und dem Burgenland (2,1 %) registriert.
Wie hoch ist der Anteil der außerordentlichen Schüler/innen in den einzelnen Bezirken?
Außerordentliche Schüler/innen nach Bezirken im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Sonderauswertung für die Austria Presse Agentur zu Schüler/innen mit Deutschdefizit; Zahlen zu Wien auf Landesebene (Stand: 01.10.2024)
Der Großteil der Bezirke mit dem höchsten Anteil an außerordentlichen Schüler/innen liegt in Wien (Anteil der außerordentlichen Schüler/innen für ganz Wien: 7,8%). Allerdings gibt es auch außerhalb von Wien Bezirke mit einem hohen Anteil an außerordentlichen Schüler/innen. Den höchsten Anteil von außerordentlichen Schüler/innen außerhalb von Wien hat Linz (Land) mit 7,4%, gefolgt von Wels (Stadt) mit 6,5% und Graz (Stadt) mit 5,6%. Ebenfalls hohe Anteile haben Bruck an der Leitha mit 5,5%, Linz (Stadt) mit 5,4%, Steyr-Land sowie Leoben mit 5,0% und Braunau am Inn mit 4,8%. Besonders niedrige Anteile weisen Horn mit 1,0%, Rust (Stadt) und Jennersdorf mit 0,9% und Hollabrunn mit 0,6% auf.
Wie hoch ist der Anteil der außerordentlichen Schüler/innen in den einzelnen Wiener Bezirken?
Außerordentliche Schüler/innen nach Wiener Bezirken im Schuljahr 2024/25
Quelle: Statistik Austria; Sonderauswertung für die Austria Presse Agentur zu Schüler/innen mit Deutschdefizit (Stand: 01.10.2024)
Den höchsten Anteil an außerordentlichen Schüler:innen verzeichnete im Schuljahr 2024/25 innerhalb Wiens der 10. Bezirk (Favoriten) mit 14,8 %. Dahinter folgten der 16. Bezirk (Ottakring) mit 14,6 %, der 20. Bezirk (Brigittenau) mit 13,2 % und der 17. Bezirk (Hernals) mit 10,1 %. Weitere vergleichsweise hohe Anteile wiesen der 11. Bezirk (Simmering) mit 9,8 %, der 2. Bezirk (Leopoldstadt) mit 9,7 % und der 14. Bezirk (Penzing) mit 8,6 % auf. Die niedrigsten Anteile verzeichneten der 1. Bezirk (Innere Stadt) und der 6. Bezirk (Mariahilf) mit jeweils 2,1 %, gefolgt vom 8. Bezirk (Josefstadt) mit 3,3 %.
Wie hat sich die Anzahl der außerordentlichen Schulanfänger/innen in Wien verändert?
Außerordentliche Schulanfänger/innen in Wien im Zeitverlauf seit dem Schuljahr 2020/21
Quelle: IFG Anfragen der ÖVP an das Stadtratsbüro für Bildung (Stand: 01.10.2025)
Besonders hoch war der Anteil an außerordentlichen Volksschüler/innen in Wien unter den Schulanfänger/innen. Am 1. Oktober 2025 gab es in Wien insgesamt 21.485 Schulanfänger/innen (Kinder in der 0. Und 1. Schulstufe), davon waren 50,9 % aufgrund mangelnder Deutschkenntnisse außerordentliche Schüler/innen. Von den 3.072 Schüler/innen in der 0. Schulstufe waren 2.523 Schüler/innen (82,1 %) aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse außerordentliche Schüler/innen, bei den 18.413 Schüler/innen der 1. Schulstufe waren dies 8.408 (45,7 %). Innerhalb der letzten 6 Jahre ist der Anteil der außerordentlichen Schüler/innen sowohl in der 0. als auch in der 1. Schulstufe stetig angestiegen. Von den Schüler/innen der 0. und 1. Schulstufe, die aufgrund unzureichender Deutschkenntnisse als außerordentliche Schüler/innen geführt wurden, waren 2.553 (23,4 %) österreichische Staatsbürger/innen und 8.378 (76,6 %) ausländische Staatsbürger/innen.
Quelle: Anfrage des ÖIF an die Wiener Bildungsdirektion im August 2026; einzelne Religionsbekenntnisse wurden für die Darstellung zu übergeordneten Kategorien zusammengefasst. Abweichungen können rundungsbedingt auftreten.
Die wichtigsten Veränderungen zeigen sich beim islamischen und katholischen Bekenntnis. Der Anteil an Schüler/innen mit einem islamischen Glaubensbekenntnis stieg von 38,5 % im Schuljahr 2021/22 auf 42,0 % 2025/26. Damit ist der Islam weiterhin mit deutlichem Abstand das häufigste religiöse Bekenntnis. Gleichzeitig sank der Anteil katholischer Schüler/innen kontinuierlich von 20,7 % auf 16,7 %. Auch der Anteil orthodoxer Schüler/innen ging leicht von 15,1 % auf 14,4 % zurück. Der Anteil von Schüler/innen mit evangelischem Bekenntnis verringerte sich von 2,1 % auf 1,7 %, während der Anteil jüdischer Schüler/innen mit 0,1 % konstant blieb. Auffällig ist außerdem der Anstieg der Schüler/innen ohne religiöses Bekenntnis von 21,4 % auf 23,2 %.
Quelle: Anfrage des ÖIF an die Wiener Bildungsdirektion im August 2026; einzelne Religionsbekenntnisse wurden für die Darstellung zu übergeordneten Kategorien zusammengefasst. Abweichungen können rundungsbedingt auftreten.
Die Zahlen zeigen, dass im Schuljahr 2025/26 das islamische Bekenntnis in allen vier Schularten den größten Anteil ausmacht. Besonders hoch ist dieser Anteil in den Mittelschulen mit 49,4 % und in den Polytechnischen Schulen mit 46,8 %. In den Volksschulen und Sonderschulen liegt er bei 39,0 % bzw. 38,0 %. Konfessionsfreie Schüler/innen bilden vor allem in den Volksschulen mit 26,2 % und den Sonderschulen mit 25,6 % eine große Gruppe. Das katholische Bekenntnis ist in den Volksschulen mit 18,2 % am stärksten vertreten, während der Anteil an Schüler/innen mit orthodoxem Bekenntnis zwischen 12,9 % und 17,6 % liegt. Evangelische, israelitische und sonstige Glaubensbekenntnisse machen in allen Schularten lediglich kleine Anteile aus. Insgesamt zeigen sich in den unterschiedlichen Schultypen deutliche Unterschiede vor allem beim Anteil islamischer und konfessionsfreier Schüler/innen.