Der Unabhängige Expertenrat für Integration und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) vergeben seit 2012 den "Journalistenpreis Integration" für Journalistinnen und Journalisten in Österreich. Mit dem "Journalistenpreis Integration" werden Journalist/innen prämiert, die mit ihren nuancierten und sachlichen Berichten, Reportagen und Meinungselementen aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen kritisch betrachten sowie Herausforderungen und Chancen im Integrationsbereich aufzeigen und somit zur Versachlichung der Debatte im Integrationsbereich beitragen.

JOURNALISTENPREIS INTEGRATION 2018

Am 29. April November fand die feierliche Vergabe des "Journalistenpreis Integration" 2018 statt. Im Rahmen der Veranstaltung sprach sich die deutsche Journalistin, Filmemacherin und Buchautorin Düzen Tekkal in ihrem Impulsvortrag für die Förderung eines ehrlichen und sachlichen Diskurses im Hinblick auf Herausforderungen im Integrationsbereich aus. 

Für Tekkal, die im Mai 2018 als „Frau Europas 2018“ ausgezeichnet wurde, bedeute Emanzipation vom Althergebrachten Integration in eine offene Gesellschaft. Damit dies gelinge, brauche es neben Integrationsmaßnahmen auch einen sachlichen medialen Diskurs, der Probleme offen anspricht: "Für Werte wie Gleichberechtigung, Selbstbestimmung oder auch Meinungsfreiheit einzutreten, ist wichtiger für unsere Gesellschaft denn je", betonte Tekkal.

Das Rechercheteam von Addendum wurde vom unabhängigen Expertenrat für Integration und dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) mit dem Hauptpreis des "Journalistenpreis Integration 2018" in der Kategorie Online ausgezeichnet. Das entschied die Expert/innen-Jury unter dem Vorsitz von Hans Winkler (Mitglied des Expertenrats für Integration und ehemaliger Leiter der Wiener Redaktion der "Kleinen Zeitung"). Die Preise in den Kategorien Radio, TV und Print gingen an Monika Fischer (Radio Klassik), Katharina Weinmann (ORF-Landesstudio Wien) und Clemens Neuhold ("profil"). Verliehen wurde der "Journalistenpreis Integration" am 29. November 2018 in Wien. Hier finden Sie weitere Informationen zu den Preisträger/innen sowie Fotos der Verleihung im Wiener Traditionslokal "Zum Schwarzen Kameel".

Zielgruppe

Bewerben können sich Berufsjournalist/innen, die in Tageszeitungen oder einem periodisch erscheinenden Print- oder Onlinemedium sowie bei TV und Radio tätig sind. Das Medium muss in Österreich erscheinen bzw. ausgestrahlt werden und soll nicht primär Migrant/innen oder das Integrationsthema im Fokus haben.

Inhaltliche Voraussetzungen

Der Preis richtet sich an Journalist/innen, die sich mit den vielfältigen Aspekten von Integration auf eine differenzierte und umfassende Art und Weise befassen und dabei insbesondere auch Fragen der kulturellen Identität und Zugehörigkeit in Österreich beleuchten. Im Vordergrund soll dabei ein eigenständiger und innovativer Zugang zum Thema stehen. 

Der Schwerpunkt der diesjährigen Ausschreibung liegt auf der Integration von Mädchen und Frauen sowie auf den Herausforderungen der Integration an österreichischen Schulen. Zudem sollen Perspektiven für die Integration von Asyl- und subsidiär Schutzberechtigten vor dem Hintergrund des politischen Islam und der Entstehung von Parallelgesellschaften im Fokus stehen.

Nominierungen

Für den "Journalistenpreis Integration" können Beiträge in den vier Kategorien

  • Print
  • Internet
  • TV
  • Radio

eingereicht werden, die im Zeitraum 18. Juli 2017 bis 9. August 2018 in Österreich publiziert wurden.

Pro Nominierung/Bewerbung können maximal drei Beiträge übermittelt werden. Prämiert werden ein Hauptpreis sowie je eine Arbeit in den übrigen drei Kategorien.

Kontakt

Österreichischer Integrationsfonds
Michaela Reisinger, BA
M michaela.reisinger(at)integrationsfonds.at
T +43 1 710 12 03 - 338