04.02.2026, 14:02 Uhr

Fachtagung zur Prävention digitaler Gewalt und Extremismus in Zeiten von KI

Rund 100 Praktiker/innen bei gemeinsamer Expert/innen-Tagung von ÖIF und Bundesministerium für Inneres

Erwachsene in einer Diskussion mit Fragen und Zuhörern.

Rund 100 Praktiker/innen im Integrations- und Bildungsbereich besuchten die Expert/innen-Tagung. © Olha Soldatenko/ÖIF

Mann spricht auf einer Veranstaltung zur Migration.

Andreas Loibner gab im Zuge der Fachtagung einen Überblick über Formen sexualisierter Gewalt im Internet. © Olha Soldatenko/ÖIF

Frau spricht mit Mikrofon bei einer Präsentation.

Der zweite Vortrag widmete sich der Extremismusprävention mit Fokus auf Polarisierung im öffentlichen Raum, soziale Medien und den Einsatz künstlicher Intelligenz. © Olha Soldatenko/ÖIF

Menschen im Gespräch vor OIF-Logo.

Im Anschluss an die Vorträge bestand die Möglichkeit zum fachlichen Austausch an verschiedenen Infotischen. © Olha Soldatenko/ÖIF

Digitale Medien prägen den Alltag – sie eröffnen neue Möglichkeiten, bergen aber auch Risiken. Mit der Expert/innen-Tagung „Sicher und FAIRnetzt“ widmete sich der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Inneres (BMI) am 29. Jänner 2026 im ÖIF-Integrationszentrum Wien zentralen Herausforderungen im digitalen Raum – dem Schutz vor digitaler Gewalt sowie der Prävention von Extremismus im Kontext künstlicher Intelligenz und sozialer Medien. Die dreistündige Präsenzveranstaltung richtet sich an Praktiker/innen im Integrations- und Bildungsbereich und bietet fundiertes Fachwissen, praxisnahe Einblicke und Raum für Austausch.

Aktuelle Erscheinungsformen digitaler Gewalt und extremistischer Einflussnahme

Im Mittelpunkt der Tagung standen zwei Fachvorträge, die aktuelle Entwicklungen im Internet aus kriminalpräventiver und soziologischer Perspektive beleuchten. Thematisiert wurden unter anderem sexualisierte Gewalt im digitalen Raum, neue Formen extremistischer Einflussnahme sowie die Rolle von sozialen Medien und künstlicher Intelligenz bei Radikalisierungsprozessen. Angesichts rasanter technischer Entwicklungen, einer hohen Dynamik digitaler Kommunikationsräume und einer oft komplexen Beweislage stellt die Prävention im Internet besondere Anforderungen an Fachkräfte im Integrations- und Bildungsbereich.

Fachliche Expertise aus Kriminalprävention und Extremismusforschung

Andreas Loibner, seit über 42 Jahren Polizeibeamter und heute im Bundeskriminalamt für Kriminalprävention mit Schwerpunkt Jugendliche tätig, referierte im Zuge der Fachtagung über zentrale Formen digitaler Gewalt und sexualisierte Online-Kriminalität. Der Vortrag zeigte aktuelle Risiken, typische Tatmuster sowie Herausforderungen bei der Präventionsarbeit auf – von der Vielzahl an Delikten über schwierige Beweislagen bis hin zu internationalen Rechtsfragen. Eine Kriminalsoziologin und Präventionsexpertin des Staatsschutzes widmete sich der Extremismusprävention mit Fokus auf Radikalisierungsprozesse, Polarisierung im öffentlichen Raum sowie die Rolle sozialer Medien und künstlicher Intelligenz. Im Zentrum standen soziologische Dynamiken von Radikalisierung und konkrete Ansatzpunkte für präventives Handeln

Stärkung der Handlungssicherheit und Vernetzung in der Praxis

Ziel der Veranstaltung ist es, Praktiker/innen im Integrations- und Bildungsbereich für bestehende Risiken zu sensibilisieren, ihre Handlungssicherheit zu stärken und praxistaugliche Präventionsansätze vorzustellen. Im Anschluss an die Vorträge bestand die Möglichkeit zum fachlichen Austausch an verschiedenen Infotischen. Diese boten Einblicke in kriminalpolizeiliche Präventionsangebote, Maßnahmen zu digitaler Sicherheit sowie in den laufenden Sicherheitsdialog mit Communities und förderten die Vernetzung zwischen Prävention, Praxis und Institutionen.

Der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) bedankt sich beim Bundesministerium für Inneres (BMI), den Vortragenden und allen Teilnehmer/innen für die gelungene Veranstaltung.

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