04.02.2026, 16:49 Uhr

Integrationsschnittstelle: Land Salzburg und ÖIF bauen Zusammenarbeit bei Datentausch aus

Integrationsschnittstelle ermöglicht tagesaktuellen Datenaustausch zwischen ÖIF und Land Salzburg

Gruppe von sieben Menschen vor einem Gebäude.

© Olha Soldatenko/ÖIF

Menschen betrachten einen Computerbildschirm in einem Büro.

Im Rahmen des Besuchs von Landeshauptfrau-Stellvertreterin Svazek und Landesrat Fürweger wurde die digitale Zusammenarbeit des ÖIF und des Landes Salzburg vorgestellt. © Olha Soldatenko/ÖIF

Die Salzburger Landeshauptfrau-Stellvertreterin Marlene Svazek und Soziallandesrat Wolfgang Fürweger besuchten am 3. Februar 2026 das ÖIF-Integrationszentrum Salzburg, um sich ein umfassendes Bild der täglichen Arbeit des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) sowie der digitalen Zusammenarbeit zwischen dem ÖIF und dem Land Salzburg zu machen. Im Mittelpunkt des Besuchs stand die praktische Anwendung der Integrationsschnittstelle des Bundes, über die integrationsrelevante Daten tagesaktuell mit den leistungsauszahlenden Stellen in den Bundesländern ausgetauscht werden.

Marlene Svazek, Landeshauptfrau-Stellvertreterin und zuständig für Integration: „Die seit 2023 stark intensivierte Zusammenarbeit zwischen Land und ÖIF hat sich bestens bewährt – von Sprach- und Wertekursen über Karriereplattformen bis hin zum Thema Polizei und Sicherheit rufen wir in Salzburg sämtliche Angebote ab. Wichtig ist aber, nicht nur zu fördern, sondern mit gleichem Nachdruck auch die aktive Mitarbeit von Zuwanderern – insbesondere Asylberechtigten - einzufordern. Mit der neuen Integrationsschnittstelle 2.0, deren Implementierung Salzburg als eines der ersten Bundesländer forciert hat, werden wir ausgehend von einer bereits jetzt strengen Sanktionspraxis zusätzlich nachschärfen, um Integrationsverweigerung wirklich ausnahmslos und ohne Zeitverzögerung zu bestrafen.“ 

Wolfgang Fürweger, Landesrat für Soziales: „Mein Antrittsbesuch beim ÖIF hat mir ermöglicht, mir vor Ort ein konkretes Bild von der wichtigen Arbeit im Integrationsbereich zu machen. In den Gesprächen wurde deutlich, wie Asylberechtigten nach Abschluss des Asylverfahrens Orientierung, Struktur und Perspektiven für ihren weiteren Weg vermittelt werden. Diese Arbeit steht in einem engen sachlichen Zusammenhang mit den Aufgaben des Landes im Asylbereich. Solche Einblicke vor Ort sind eine zentrale Grundlage für eine gute und konstruktive Zusammenarbeit, auf die ich großen Wert lege.“

Franz Wolf, Direktor des ÖIF: „Der Österreichische Integrationsfonds stellt sämtliche Daten zu steuerfinanzierten Integrationsmaßnahmen vollständig, einheitlich und tagesaktuell in der Integrationsschnittstelle des Bundes zur Verfügung. Damit schaffen wir Transparenz über den Einsatz von Steuermitteln und eine verlässliche Grundlage für einen raschen und rechtssicheren Vollzug des Integrationsgesetzes in den Bundesländern.“

Land Salzburg vollständig an Integrationsschnittstelle angebunden

Als eines der ersten Bundesländer ist das Land Salzburg vollumfänglich an die neueste Version der Integrationsschnittstelle des Bundes angebunden. Dadurch ist ein tagesaktueller Datenaustausch zu Integrationsverläufen – etwa zu Kursbesuchen, Abwesenheiten, Prüfungsstatus oder Kursabbrüchen – zwischen dem Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) und den zuständigen Behörden möglich. Der ÖIF stellt sämtliche Informationen zum Kursbesuch vollständig, automatisiert und einheitlich zur Verfügung und informiert die leistungsauszahlenden Stellen bei Verstößen gegen Integrationspflichten tagesaktuell. Auf dieser Grundlage können Maßnahmen gemäß Integrationsgesetz, darunter auch Sozialhilfekürzungen bei Kursabbrüchen oder unentschuldigtem Fernbleiben, landesweit rasch umgesetzt werden. Begleitet wurde die Einführung durch gezielte Schulungen für die leistungsauszahlenden Stellen und deren Mitarbeiter/innen durch den ÖIF. Die vom Bundesministerium für Inneres (BMI) betriebene Integrationsschnittstelle schafft damit hohe Transparenz, vermeidet Parallelstrukturen und gewährleistet eine zielgerichtete Verwendung von Steuermitteln.

ÖIF setzt Standards für transparente Integrationsförderung

Der ÖIF gilt seit Jahren als Vorreiter bei der transparenten Förderung von Integrationsmaßnahmen. Der ÖIF meldet sämtliche relevanten Daten zu steuerfinanzierten Integrationsangeboten wie Deutschkursen, Integrationsprüfungen sowie Werte- und Orientierungskursen vollumfänglich und tagesaktuell in die Integrationsschnittstelle des Bundes ein. Dazu zählen unter anderem Kursniveaus, Prüfungsergebnisse, Abwesenheiten und Kursabbrüche. Täglich werden durch den ÖIF bis zu 7.500 Datensätze aktualisiert, zusätzlich werden jährlich rund 276.000 Dokumente – etwa Kursbesuchsbestätigungen oder Prüfungszeugnisse – in die Integrationsschnittstelle eingespielt. Diese umfassende Datenbasis schafft die Grundlage für rasche Sanktionen bei Verstößen gegen das Integrationsgesetz und ermöglicht zugleich eine laufende Evaluierung sowie die evidenzbasierte Weiterentwicklung von Integrationsmaßnahmen.

 

 

 

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