14.12.2022, 14:12 Uhr

Kunstmuseum Czernowitz (UKR) stellt ÖIF-Gedichtband „Von Sehnsucht und Heimat“ vor.

Ausgewählte Werke – gelesen vom ukrainischen Literaturwissenschafter und Essayist Petro Rychlo.

Lesung mit Petro Rychlo im Kunstmuseum Czernowitz

Am Mittwoch, den 7. Dezember 2022, lud das Kunstmuseum Czernowitz in der Ukraine zur Vorstellung des deutsch-ukrainischen Gedichtbandes „Von Sehnsucht und Heimat“ ein, der vom Österreichischen Integrationsfonds herausgegeben wurde. Zuvor konnte das Gedichtband bereits in Wien und am 5. Dezember, in der Partnerstadt von Czernowitz, in Klagenfurt, vorgestellt werden.

Der Band enthält ausgewählte Werke der beiden Lyrikerinnen Rose Ausländer und Lesja Ukrajinka in Originalsprache mit literarischen Übersetzungen ins Ukrainische bzw. Deutsche, illustriert mit Bildern von Augusta Kochanowska. Rund 80.000 Ukrainer/innen, die aus ihrer Heimat vertrieben wurden, befinden sich derzeit in Österreich.

ÖIF-Direktor Franz Wolf: „Die Ukraine hat eine enge historische Verbindung zur Geschichte Österreichs. Viele Ukrainer/innen in Österreich sind sich dessen bewusst. Gemeinsame Geschichte, Kultur und Tradition kann in schwierigen Zeiten Halt geben.“

Von Wien bis in die Bukowina: Gedichte von Lesja Ukrajinka und Rose Ausländer
Beide Dichterinnen stehen exemplarisch für eine nationale wie auch regionale literarische Tradition: Lesja Ukrajinka für die ukrainische Dichtung; Rose Ausländer für die deutsch-jüdische Dichtung der Bukowina, die im 20. Jahrhundert Weltgeltung gewann. Entstanden ist der Gedichtband in Kooperation mit der Sektion für internationale Kulturangelegenheiten des Bundesministeriums für europäische und internationale Angelegenheiten sowie mit Unterstützung von Alois Woldan, Professor für Slawische Literaturen an der Universität Wien.

Die Künstlerinnen des Gedichtbands: Drei die Ukraine prägende Frauen
Während Lesja Ukrajinka in der Konvention der Lyrik des 19. Jahrhunderts Reim und Metrum gebraucht, ist Rose Ausländer sehr bald von dieser Konvention abgekommen und hat vor allem unter dem Eindruck des amerikanischen Exils begonnen, Verse in freien Rhythmen zu schreiben. Beide Dichterinnen sind in gleicher Weise wichtig für die ukrainische und für die europäische Literatur, beide verkörpern Traditionen des Landes. Die ukrainische Künstlerin Augusta Kochanowska, geboren in Czernowitz, studierte von 1894 bis 1899 an der Wiener Akademie der Künste. Ihre Zeichnungen, Skizzen und Szenen aus dem Volksleben zeigen die malerische Schönheit der heimischen Natur und Architektur.

Informationen zu den Angeboten des Österreichischen Integrationsfonds für vertriebene Ukrainerinnen und Ukrainer gibt es unter www.integrationsfonds.at/ukraine.

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