Ausgabe: 10 Heimat und Identität

"Zugehörigkeit ist ein unentbehrlicher Stabilitätsfaktor für die gesamte Gesellschaft."

Ursula Plassnik war österreichische Außen- und Europaministerin und ist aktuell österreichische Botschafterin in der Schweiz.

"Man kann in unseren Gesellschaften denken, was man will – aber nicht tun, was man will."

Gerhard Pfister, seit 2016 Präsident der CVP Schweiz, zählt zu den intellektuellsten europäischen Spitzenpolitikern.

"Heimat ist ein Sehnsuchtsbegriff und keine Sache sicheren, sesshaften, unhinterfragten Besitzes."

Jan Assmann ist einer der bedeutendsten Kulturwissenschaftler und erhielt 2018 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.

"Alles verändert sich, entwickelt sich, also muss sich auch der Heimatbegriff ändern, muss neue Errungenschaften integrieren."

Florjan Lipuš ist einer der bekanntesten Schriftsteller Österreichs.

"Kulturelles Gedächtnis und kollektive Identitäten sind nicht statisch, sondern Produkte dynamischer Prozesse."

Helga Maria Wolf ist Ethnologin und Herausgeberin des Austria Forum.

"Den Weltbürger gibt es nicht. Es gibt ihn als Idee, aber nicht de facto."

Ulrich Greiner war Feuilletonchef der ZEIT und ist seit 2011 Präsident der Freien Akademie der Künste in Hamburg.

"Heimat ist der Ort, an dem ich mich wohl- und angenommen fühle, gerne lebe und den ich mitgestalten kann."

Herwig Hösele ist Generalsekretär des Zukunftsfonds der Republik Österreich.

„Denn durch das Kopftuch werden Mädchen verschleiert und sexualisiert“

Zana Ramadani ist eine der bekanntesten Frauenrechtlerinnen im deutschsprachigen Raum.

„Höhere Bildung erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass Integration funktioniert“

Christian Klar ist Direktor einer Neuen Mittelschule in Wien Floridsdorf.

„Zur sozialen Integration zählen für mich die Übernahme von Wertehaltungen und eine Identifikation mit dem Land“

Andrea Walach ist seit 1999 Direktorin der Neuen Mittelschule in der Gassergasse.

„Es geht viel um gegenseitige Wertschätzung – das ist durchaus eine Haltung, die man in der Schule lernen kann“

Walter Emberger ist Gründer und Geschäftsführer von Teach For Austria.

„Bildung eröffnet einem neue Lebenskonzepte und Chancen. Bildung zerstreut Vorurteile und hilft, seine Ziele zu erreichen“

Melisa Erkurt ist Journalistin und Chefreporterin beim Magazin „das biber“.

„Ein zweites verpflichtendes Kindergartenjahr kann dazu beitragen, Deutschkenntnisse zu fördern“

Jasmin El-Sonbati ist Vertreterin eines liberalen Islam, Gymnasiallehrerin, Initiatorin von „Offene Moschee Schweiz“.

„Wir müssen uns für die Emanzipation junger Mädchen und Buben einsetzen, und zwar konsequent“

Düzen Tekkal ist Politologin und Expertin für die Themen Jesid/innen, Islamismus, Salafismus und Antisemitismus.

„Eines der ersten Zeichen für den Verlust des Zusammenhalts innerhalb einer Gesellschaft ist Respektlosigkeit.“

David Miller ist einer der bekanntesten politischen Philosophen Großbritanniens und Professor für Politische Theorie in Oxford.

„Sozialer Zusammenhalt muss hergestellt und über tägliche Prozesse erhalten werden.“

Eva Grabherr ist Geschäftsführerin der Projektstelle für Zuwanderung und Integration „okay.zusammen leben“ in Vorarlberg.

„Der Zusammenhalt in einer Gesellschaft ist förderlich, wenn er offen für Neue bzw. Neues ist.“

Franz Scharl ist Weihbischof in der Erzdiözese Wien und zudem promovierter Doktor der Philosophie.

„Integration benötigt ein Modell der Zukunft, das produktive Rollen für alle imaginiert. Daraus leitet sich Zusammenhalt ab.“

Harald Katzmair ist Geschäftsführer der in Wien ansässigen sozialwissenschaftlichen Forschungsgesellschaft FASresearch.