Selbstbestimmung, Mädchenförderung und Berufschancen im Mittelpunkt beim Schulbesuch von ZUSAMMEN:ÖSTERREICH
V.l.n.r.: Fitore Morina (Leitung Team ZUSAMMEN:ÖSTERREICH), Bernhard Gruber (Werkstättenleiter technischer Schulen), Integrationsbotschafterin Anna Rivna, Integrationsbotschafterin Fatemeh Shirin Asgari, Direktorin Martina Mikovits, Integrationsbotschafterin Ebru Sarigül-Kilicdagi, Johanna Fahringer (Heimleiterin), Peter Graf (Abteilungsvorsatand der HTL), Irene Jilg (Abteilungsvorständin der HAK), Christina Klutz (Werkstättenleiterin Lederdesign).
Zahlreiche Jugendliche verfolgen aufmerksam eine Podiumsdiskussion mit Integrationsbotschafterinnen des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) in einem Schulsaal.
V.l.n.r.: Integrationsbotschafterin Anna Rivna, Fitore Morina (Leitung Team ZUSAMMEN:ÖSTERREICH), Integrationsbotschafterin Fatemeh Shirin Asgari, Integrationsbotschafterin Ebru Sarigül-Kilicdagi.
Am 5. Mai 2026 besuchte die Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH des Österreichischen Integrationsfonds (ÖIF) mit drei ehrenamtlichen Integrationsbotschafter/innen das Schulzentrum Ungargasse in Wien-Landstraße. Im Austausch mit den Schüler/innen standen Mädchenförderung, Selbstbestimmung und Berufschancen in Österreich im Mittelpunkt. Ziel des Besuchs war es, Jugendlichen Perspektiven aufzuzeigen und sie zu ermutigen, ihre Zukunft aktiv und selbstbestimmt zu gestalten.
Begleitet wurde der Besuch von ehrenamtlichen Integrationsbotschafterinnen der Initiative, die aus ihrem persönlichen Werdegang berichteten und den Schüler/innen so als Vorbilder dienten. Polizeibeamtin Ebru Sarigül-Kilicdagi, Unternehmerin Anna Rivna und AI Project Manager Fatemeh-Shirin Asgari gaben Einblicke in ihre Lebenswege und motivierten die Jugendlichen, ihre Ziele selbstbewusst zu verfolgen und ihre Zukunft selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.
Ebru Sarigül-Kilicdagi betonte die Rolle der Frauen in der Gesellschaft, zeigte wie sich traditionelle Rollen verändert haben und wie entscheidend Unabhängigkeit im Leben von Mädchen und Jungen ist. Auch für Fatemeh-Shirin Asgari ist Selbständigkeit zentral: “Da ich in meinem Herkunftsland, dem Iran, nicht unabhängig sein konnte, habe ich das Land verlassen. Hier in Österreich habe ich die Möglichkeit, auf eigenen Beinen zu stehen.” Auch Anna musste ihre Heimat, die Ukraine, als Kind hinter sich lassen. Für sie war es grundlegend, die Sprache so schnell wie möglich zu lernen: “Als ich mit der Zeit immer besser Deutsch sprechen konnte, habe ich gemerkt, dass ich endlich dazugehöre.”
Im Schulzentrum Ungargasse steht das Thema Integration und Vielfalt im Mittelpunkt. Die Schule vereint rund 1150 Personen mit 34 unterschiedlichen Nationalitäten. Rund 60 % der Schüler/innen haben keine deutsche Muttersprache. Integration bedeutet hier vor allem, Brücken zu bauen und voneinander zu lernen.
Fitore Morina, Leiterin ZUSAMMEN:ÖSTERREICH: “Es ist wichtig, Mädchen und jungen Frauen früh zu vermitteln, dass ihnen alle Wege offenstehen und sie ihr Leben selbstbestimmt gestalten können. Vorbilder spielen dabei eine zentrale Rolle – sie machen Mut, zeigen konkrete Perspektiven auf und bestärken junge Menschen darin, an sich zu glauben und ihren eigenen Weg zu gehen.“
Informationen zu ZUSAMMEN:ÖSTERREICH
Im Rahmen der Initiative ZUSAMMEN:ÖSTERREICH besuchen erfolgreiche Menschen mit Migrationshintergrund in ihrer Funktion als ehrenamtliche Integrationsbotschafter/innen Schulen in ganz Österreich. Unter dem Motto “Vorurteile abbauen, Motivation schaffen” erzählen Integrationsbotschafter/innen von ihrer persönlichen Integrationsgeschichte, diskutieren mit jungen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund über die Voraussetzungen eines guten Zusammenlebens und Miteinanders und motivieren diese, ihren Weg in Österreich zu gehen. Die Initiative des ÖIF besteht mittlerweile seit rund 15 Jahren und hat seit ihrem Bestehen über 100.000 Personen in ganz Österreich erreicht.